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lang und 4 bis 6 mm breit. Blüten massig lang gestielt, zu wenigblütigen, wiederholtgabelästigen, scheinbar seitenständigen Trugdolden vereinigt. Tragblätter weiss, in derRegel trockenhäutig, mit grünen Mittelstreifen, am Rande kahl. Blütenstiele fadenförmig,unter dem Kelch kreiseiförmig verdickt, nach dem Verblühen hakig nach abwärts gebogen,zuletzt wiederum aufrecht. Geöffnete Blüte bis 7 mm breit. Kelch am Grunde trichter-förmig (Fig. 5991). Kelchblätter lanzettlich, pfriemlich, spitz, 3 mm lang, deutlich 3-nervig.Kronblätter viel kürzer als der Kelch (Taf. 105, Fig. 3a), bis zum Grunde 2-teilig (seltenfehlend). Kapsel länglich-eiförmig, unten verschmälert, ungefähr so lang als der Kelch(Fig. 599 m). Samen runzelig. — V, VI.
Hie und da an Bächen, in Gräben, in Sumpfwiesen, an quelligen Orten; zerstreutvon der Ebene bis in die alpine Region (bis 2200 m). Besonders auf kalkfreiem Boden.
Allgemeine Verbreitung: Europa, gemässigtes Asien (östlich bis Japan, Korea,Formosa), Indien, Nordamerika.
S. uliginosa ist im Habitus, in der Grösse und Gestalt der Laubblätter sehr veränderlich. Auch inder Grösse ist die Pflanze sehr verschieden. An feuchten, schattigen Stellen finden sich bis 50 cm lange,,schlaffe, liegende Exemplare, während die Pflanze an sonnigen oder trockenen Standorten meist klein bleibtund + aufrecht wächst. Hieher: f. latifölia Petermann, Pflanze höher und grösser. Laubblätter breiterund länger. — f. bracte äta (Richter) Petermann. Laubblätter grün (nicht trockenhäutig), saftig. — f. apetalaLange. Kronblätter fehlend (Selten, z. B. im unteren Vintschgau in Tirol). — f. alpi'na (Schur) Gurke(= var. glaciälis Lagger, = var. alpicola Beck). Pflanze niedrig, kleinblätterig. Blütenstengel wenig verzweigt,1- bis 3-blütig (Alpen, Erzgebirge). — S. uliginosa findet sich im Mittelgebirge auf kalkfreier Unterlage anBächen, Gräben häufig in Gesellschaft von Montia rivularis (pag. 271), Veronica Beccabunga, Cardamine amara,Caltha palustris, Glyceria fluitans, Epilobium palustre, Trifolium spadiceum etc., in höheren Lagen der Alpenin Quellfluren mit Equisetum palustre, Deschampsia caespitosa, Carex pallescens, Saxifraga stellaris, Geum rivale,Alchimilla alpestris, Trifolium badium, Epilobium palustre und alsinifolium etc. (nach Binz).
968. Stellaria palustris Retz. (= S. glaüca With., = S. Dilleniäna Moench, = S. cae-spitosa Hook, f., = S. stricta C. Koch, = S. Persica Boiss., = Larbrea palustris Fuss).
Sumpf-Sternmiere. Taf. 104, Fig. 5.
Ausdauernd, 8 bis 45 cm hoch. Stengel meist einfach oder wenig verzweigt, auf-recht, kahl, etwas gestreift. Laubblätter kahl, etwas fleischig, die untern eiförmig-länglich,die obern lineal-lanzettlich, spitz, sitzend, 25 bis 35 mm lang und 2 bis 4 mm breit,1-nervig, ohne Adernetz, wie die ganze Pflanze in der Regel seegrün. Blüten langgestielt,zu einer endständigen, wiederholt gabeligen, wenigblütigen Trugdolde vereinigt. Blüten-stiele nach dem Verblühen weit abstehend. Tragblätter trockenhäutig, am Rande un-gewimpert, selten laubblattartig, krautig. Kelchblätter 5 bis 7 mm lang, fein zugespitzt,(auch frisch) deutlich nervig. Kronblätter weiss, fast bis zum Grunde 2-teilig (Taf. 104,Fig. la), länger oder so lang als der Kelch. Samen kastanienbraun, runzelig. — V bis VII(vereinzelt noch später).
Zerstreut — stellenweise ganz fehlend, — in feuchten Wiesen, an Ufern, an Gräben,Weihern, in Sumpfwiesen, besonders in der Ebene; fast nur auf kalkarmer Unterlage.
In Deutschland im mittlem und nördlichen Teil ziemlich allgemein verbreitet, im Süden (südliches.Bayern, Württemberg, Baden, Elsass-Lothringen) zerstreut und stellenweise vollständig fehlend. In O est er-reich einzig im östlichen Teil in Böhmen (verbreitet), Mähren (Namiest, Fröllersdorf bei Dürnholz, Prossnitz,Olmütz, Hohenstadt, Rautenberg, Bisenz), Schlesien (Weidena\i, Teschen) und Niederösterreich. In der Schweizäusserst selten in den Kantonen Bern (Biel; hier von Lüsch er 1900 wieder aufgefunden), Freiburg (Vully, pres.de la Sauge) und Neuenburg.
Allgemeine Verbreitung: Mittel-, Nord- und arktisches Europa (fehlt imSüden), gemässigtes Asien.
S. glauca ist wie fast alle Stellarien im Habitus und in der Grösse der Blüten ziemlich veränderlich.Hieher: f. tvpica Schwarz. Laubblätter meergrün. — f. vi'rens G. F.W. Mey. (= var. Laxmänni [Fisch.}