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am runüe etwas gewimpert, sonst kahl. Blüten langgestielt, eine endständige, gespreizt-astige, lockere Doldentraube bildend. Blütenstiele kahl, 4-kantig, zur Fruchtzeit wagrechter schiel herabgebogen. Tragblätter trockenhäutig, am Rande etwas gewimpert. Ge-° nete Blüte der grossblütigen Form 10 bis 12, der kleinblütigen 5 bis 6 mm im Durch-;sser. Kelchblätter elliptisch-lanzettlich, spitz, 3 bis 4 (6) mm lang, 3-nervig, grün,eu lieh häutig berandet. Kronblätter so lang oder nur wenig länger (selten etwas kürzer)als der Kelch, weiss, bis über die Mitte gespalten. Kapsel länglich (Taf. 104, Fig. 7a),schmal, bedeutend länger als der Kelch. Samen braunrot, kurz warzig, 1 mm breit. — Vbis VII.Ziemlich häufig und verbreitet an Waldrändern, in Gebüschen, Auen, Hecken, aufWiesen, Grasplätzen, Ackerrändern, in Getreidefeldern, in buschigen Felspartien, in Holz-schlägen, auf der Grauen Düne, in Dünentälern; von der Ebene bis in die alpine Region(bis 2000 m). Gern auf kieselhaltigem Boden.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt ganz im Süden), Sibirien,Transkaukasien, Afghanistan, Tibet, Chi
nna.
S.
bleibt
graminea ist in der Grösse und der Zahl der Blüten sehr veränderlich. Auf Feldern und Aeckernsie sehr klein (oft nur 3 cm hoch) und liegt am Boden, während sie im Gebüsch bis über 1 m langemende Stengel erzeugen kann. Von besonderen Formen mögen genannt sein: f. glaucescens Gaud.aubblätter deutlich seegrün. Kronblätter viel länger als der Kelch (Schweiz). — f. latif ölia Peterm. Pflanzerecht, in allen Teilen kräftiger als der Typus. Laubblätter relativ breit, lineal-Ianzettlich, in den Achseln zu-weilen kurze Blattbüschel tragend. Kelchblätter flaumig-behaart (Selten). — f. strfetior Domin. Stengel einfach,recht. Doldentraube kurz, wenigblütig, zusammengezogen (nicht flatterig). Blütenstiele sehr zart (Aussiger Mittel-,r ge in Böhmen). — f. Abromeitiäna Preuss (= f. deeipiens Preuss nee Hausskn.). Steht habituell nr. 965 sehre ' unter scheidet sich von dieser lediglich durch den kahlen Stengel und die kahle Blattmittelrippe (Ost- und West-
n )----In Gärten findet sich gelegentlich eine Form (f. a ü r e a hört.) mit lebhaft gelbgrünem Laub in Kultur. —
r ülesen f ormen tritt S. graminea in einer gross- und kleinblütigen Form auf. Die makropetale (= f. m a c r o -
a U. Kuntze, = var. Dilleniäna Beck nee Moench) ist die häufigere und die normale Form. Blüten'
>g, proterandrisch. Blütendurchmesser 10 bis 12 mm. Kronblätter gut doppelt so lang als der Kelch.
n zu Beginn der Anthese länger als die 3 kurz nach abwärts und einwärts gekrümmten, auf der
Papillösen Narben, welche erst nach der Dehiszenz und Entleerung der hellbraunen Staubbeutel zur
-Staubfäden heranwachsen, sich gerade strecken und auseinander spreizen. — Die mikropetale
1 (= f. typi ca Beck) ist nach Sabransky (Oester. Botan. Zeitschrift 1910, pag. 376) durch Reduktion
g "nd kleinblütig geworden. Blütendurchmesser 5 bis 6 mm. Kronblätter die Kelchblätter nicht
° n ' Staubblätter etwas kürzer als bei der makropetalen Form und unter sich gleich, einzelne ver-
Staubbeutel klein, bleich, oft zusammengeschrumpft. Staubfäden stets kürzer als die schon zu
. uer Anthese gestreckten und spreizenden Griffel. — Die Nektarien sitzen am Grunde der 5 äussern
atter in Form grüner, fleischiger Wülste. Als Besucher kommen Fliegen, kleine Bienen und Käfer in
rächt. Am Grunde des Blütenstandes bildet sich nach Kirchner häufig ein Laubspross aus, welcher sich
erbst bisweilen niederlegt, Wurzeln schlägt und im folgenden Jahre eine neue Pflanze erzeugt. Gelegentlich
en auch Blüten mit 4 Fruchtblättern beobachtet. — S. graminea findet sich mit Vorliebe im Ufergebüsch
g eitung von Glyceria fluitans, Valeriana officinalis, Scirpus lacuster, Iris Pseudacorus, Myosotis palustris.
Sahcaria, Crepis paludosa, Cicuta virosa, Carex gracilis, acutiformis etc. Buchenau beobachtete
neben verschiedenen Kompositen (Cirsium acaule, palustre und lanceolatum, Carlina acaulis, Leontodon
ls ) als Erstbesiedler von Maulwurfshaufen. Samen sind aus den Pfahlbauten der Schweiz bekannt.
a ruft in den südrussischen Steppen, wo sie massenhaft wächst, bei Pferden Steifheit der Glieder
rend sie bei uns als nicht giftig zu bezeichnen ist (Jacob asch).
07. Stellaria uliginösa Murr. (= S. graminea y L., = S. Alsine Reichardt, = S. Dilleniäna
" -5- aquätica Pollich, = S. breviflöra Gilib., = S. hyperieifölia Weber, = Lärbrea
uliginösa Rchb.). Bach-Sternmiere. Taf. 104, Fig. 3 und Fig. 599 1 m.
Ausdauernd, (5) 10 bis 40 cm hoch, lockerrasig. Stengel zahlreich, ästig, schlaff.
wurzelnd, allseitig ausgebreitet, aus niederliegendem Grunde aufsteigend oder flutend,
antig, kahl. Laubblätter elliptisch oder verkehrteiförmig, spitz, mit verschmälerter Basis
sitzend oder kurzgestielt, am Grunde gewimpert, bläulichgrün, saftig, 1-nervig, bis 25 mm