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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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hautig berandet, undeutlich nervig. Kronblätter fast doppelt so lang als der Kelch, weiss,bis 8 mm lang, fast bis zur Mitte zweispaltig. Fruchtkapsel kugelig, 6 mm lang, so langals der Kelch, mit 6 Klappen sich öffnend (Taf. 104, Fig. 4b). Samen 1,5 bis 2 mmbreit, rundlich, rotbraun, mit höckerigen Papillen besetzt. IV bis VI.

Ziemlich häufigund stellenweise ver-breitet in trockenenLaubwäldern, in Ge-büschen, Hecken, anZäunen; von der Ebenebis in die Voralpen.

Fehlt stellenweisevollständig, so im grösstenTeil des Alpengebiets, wahr-scheinlich vollständig inTirol, in Obersteiermarkeinzig bei Brück an derMur, in Kärnten nur imBecken bei Klagenfurt undim Lavanttal (Scharf-etter briefl.), sowie imgrössten Teil der Schweizfehlend (bei der Lokomotiv-fabrik in Winterthur seitlangem adventiv; vielleichtv on de Clairville seinerzeitangepflanzt?).

AllgemeineVerbreitung: Fastganz Europa, nördlichbis Skandinavien undFinnland), Nordafrika,Kleinasien, Armenien, Transkaukasien.

Aendert wenig ab : f. laciniäta Rostrup. Blütenblätter tief 4-spaltig. f. micropetala Svanlund.Kronblätter nur so lang als der Kelch oder noch kürzer. f. apetala Rostrup. Kronblätter vollständigfehlend (Selten, z. B. bei Godesberg am Rhein). Eine besonders starke, höhere Form wird als var. elatioreterm. (= var , mai ' or Wiegen) unterschieden. Stellaria holostea gehört stellenweise besonders in denNiederungen zu den auffälligen Erscheinungen der Laubwälder, speziell der Buchenwälder (vgl. pag. 98).in Jichten Waldungen erscheint sie auf humosem, trockenem Boden im Frühjahr besonders gern in Begleitungvon Moehringia trinervia, Polygonatum multiflorum, Allium ursinum, Gagea lutea, Paris quadrifolius, Arummaculatum, Melica nutans, Asarum Europaeum, Anemone Hepatica und nemorosa, Corydalis cava, Viola sil-ica, Lathyrus vernus, Asperula odorata, Galium silvaticum, Pulmonaria officinalis, Mercurialis perennis,apnne Mezereum, Dentaria bulbifera etc. Bereits in Oberbaden (Kaiserstuhl) finden wir in den Gebüsch-ionen neben den genannten Arten einige mehr südeuropäische Formen, wie Euphorbia amygdaloides,ampyrum cristatum, Bupleurum falcatum, Chrysanthemum corymbosum, Coronilla Emerus etc. Noch stärkerna urheh am Südfusse der Alpen die südlichen Arten vertreten: so treten in den Buchenwäldern um Görzellana holostea Ruscus aculeatus, Cyclamen Europaeum, Lamium Orvala etc. auf. In Norddeutschlanddiese Art ausser in Laubwäldern auch in den Dünentälern (landläufigGlobben" genannt), aufsc en Nehrung nach Preuss im Gebüsche von Erlen, Weiden, Berberls etc. neben Anemone nemorosa,rysosplemum alternifolium, Gagea minima und lutea, Viola palustris, Linnaea borealis, Thalictrum flavum,Cucubalus baeeifer ( pag . 307), Circaea alpina, Parnassia, Hydrocotyle, Campanula persieifolia, Pirola chlorantha,um e ata und seeunda, Monotropa, Orchis maculatus, Goodyera repens, Liparis Loeselii, Coralliorrhiza etc.Gelegentlich wird S. holostea ähnlich wie S. media als Ueberpflanze auf Weiden angetroffen. Die relativgrossen Bluten sind proterandrisch und werden von zahlreichen Insekten besucht. Sehr selten kommen auch

Fig. 599. Stellaria hulbosa Wulf, a Habitus ('/':: nat. Grösse), b Samenkapsel. S. holo-stea L. c Teil eines niederliegenden Sprosses (natürl. Grösse; nach Raun klär). S.longi-folia Mühlenb. d Habitus (i/s natürl. Grösse), e Blattpaar mit Papillen (vergrössert). /Papillen(stark vergrössert). jr Blüte. h Kronblatt. i Fruchtkapsel mit Kelch. k Kelchblatt.S. uliginosa Murr. /, m Fruchtkapsel mit und ohne Kelch. S. crassifolia Ehrh,n Habitus ( l /:; natürl. Grösse), o Blüte. / Fruchtkapsel mit Kelch.