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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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des freien Stickstoffes der Atmosphäre dienen, was aber Kny (Berichte der Deutschen Botan. Gesellschaft 1909,pag. 533) nicht bestätigen konnte. Eiweiss ist zwar in den Kolbenhaaren schon früher von Sachs,van Tieghem, Zemplen und Roth konstatiert worden. S. media wird aus einer einjährigen leicht einemehrjährige Pflanze, sofern etwas Schutz für die unteren Stengelglieder da ist. .

963. Stellaria bulbösa Wulf. (= S. dichötomaScop.). Knollen-Sternmiere. Fig. 599a, b.

Ausdauernd, 9 bis 15 cm hoch. Grundachse fadenförmig, kriechend, zerbrechlich,mit rübenförmig verdickten, an der Spitze mit Wurzelfasern versehenen Knöllchen ver-sehen. Stengel zart, aufrecht oder aufstrebend, dünn, stielrund, einreihig-behaart, einfachoder 1 bis 2 mal gabelspaltig, meist 3-blütig. Laubblätter elliptisch oder eilanzettlich, spitz,13 bis 30 mm lang und 7 bis 8 mm breit, kahl, die unteren kleiner (zuweilen verschmälert),die obern mit verschmälerter Basis sitzend. Blütenstiele ca. 25 mm lang, einreihig-behaart,aufrecht, nach dem Verblühen bogig überhängend, jedoch nicht zurückgeschlagen, zuletztwieder aufrecht. Blüten blattwinkelständig, geöffnet 9 bis 13 mm breit. Kelchblätter ei-lanzettlich zugespitzt, am Rande häutig, kahl, 4 mm lang. Kronblätter kaum bis zurMitte 2-spaltig, so lang oder wenig länger als der Kelch. Staubbeutel rot, später schwarz.Griffel aufrecht. Kapsel kugelig (Fig. 599 b), so lang oder etwas länger als der Kelch.Samen rundlich, hellbraun, 1,5 mm lang, fein höckerig. IV, V.

Zerstreut und selten an quelligen Waldstellen, in feuchten Bergschluchten, anschattigen Stellen in Erlengebüschen, in Felsritzen; nur südlich der Alpen.

Fehlt in Deutschland und in der Schweiz vollständig. InOesterreich zerstreut in Steiermark(Kainachtal und zwischen Schitting und Gasselberg bei Krems, am Neuratbach, bei Mitteregg, Graschuh,Marhof und Pichling, bei Stainz, am Eichberg bei Eibiswald, bei Trezelsdorf nächst Gross-Florian, Rossweinbei Marburg, Tobelbach bei Graz, Leisberg bei Cilli), in Kärnten (einziger Standort: Hugelmann in Dellachgegenüber Pörtschach am Wörthersee. Hier am 13. Mai 1889 von Baron Jabornegg entdeckt), in Krain(Laibach, Schischkaer Berg, Rosenbacher Berg, am Golouz, um Dobrova, Strascha, bei Littai etc.) und imKüstenland (um Görz).

Allgemeine Verbreitung: Südliches Europa (vom Küstenland bis Kroatien),Afghanistan, Himalaya; angeblich auch im Piemont.

Stellaria bulbosa gehört wie Erythronium Dens canis (Bd. 11, pag. 245), Asparagus tenuifolius, Ostrvacarplnifolia, Quercus pubescens (pag. 112), Epimedium alpinum, Medicago Carstiensis, Cytisus supinus, LamiumOrvala, Hacquetia Epipactis, Fraxinus Ornus der südpontischen Waldflora, besonders dem Karstwalde an.findet sich aber im Berglande Unterkrains nach Beck, wie viele andere illyrische Pflanzen (z. B. Oryzopsisvirescens, Lilium Carniolicum, Peucedanum Austriacum, Pulmonaria Styriaca, Ompbalodes vernum etc.) auchausserhalb des illyrischen Florengebietes. Im oberen Savetal liegt die westliche Grenze dieser Art bei Rad-mannsdorf. Nach Kern er werden die Blüten nur selten von Insekten besucht und sind völlig unfruchtbar.Die Vermehrung geschieht durch die Wurzelknöllchen.

964. Stellaria holöstea 1 ) L. (= S. ciliäta Gilib., = S. caespitösa Vest, = S. gramini-fölia Gmel., = S. connäta Dulac, = Cerästium holosteum Crantz). Wald-Sternmi ere.

Taf. 104, Fig. 4 und Fig. 599 c.Ausdauernd, 15 bis 30 (60) cm hoch, lockerrasig, kurzkriechend, zerbrechlich, kurzenichtblühende und aufsteigende blühende Stengel treibend. Blütenstengel einfach, besondersunterwärts scharf 4-kantig, an den Gelenken etwas angeschwollen, kahl oder sehr zerstreut-haarig, vom Grunde an verzweigt. Laubblätter steif, fast wagrecht abstehend, lanzettlich bislineal-lanzettlich, lang zugespitzt, am Rande und unterseits auf dem Mittelnerven rauh,sitzend, 4 bis 7 cm lang und 5 bis 7 mm breit, unterseits bleichgrün oder oft bläulich bereift.Blüten langgestielt, in lockeren, reichhaltigen Trugdolden. Blütenstiele sehr lang, schlank,kurzflaumig, nach dem Verblühen an der Spitze herabgebogen. Tragblätter krautig. OffeneBlüte 20 bis 30 mm im Durchmesser. Kelchblätter eiförmig, spitz, 8 mm lang, sehr schmal

') Siehe bei Holosteum, pag. 377-