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doppelt so lang als der Kelch, vorn abgestumpft. Staubblätter 10. Staubbeutel weisslich.Kapsel länglich, etwas länger als der Kelch, fast bis zum Grunde mit 6 Klappen sichöffnend. Samen rundlich, 1 bis 1,3 mm breit, am Randemit rundlichen oder eiförmigen Papillen; die letzternan der Spitze zuweilen (?) mit Widerhäkchen besetzt.Mittelsäulchen der Kapsel verlängert. — V bis IX.
Häufig und ziemlich verbreitet (besonders inder Bergregion) auf humusreichen, feuchten, schattigenStellen der Laubwälder, in Auen, Gebüschen (besondersErlengebüsch und zwar Alnus glutinosa und A. viridis),an schattigen Bachufern, in Dünentälern, unter feuchtenFelsen, in Schluchten; von der Ebene bis in die alpineRegion (Piz Beverin in Graubünden 2400 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (nörd-lich bis Norwegen und arktisches Russland), Kaukasus.
Diese Art zerfällt nach Murbeck (Botaniska Notiserl»,9) in die beiden folgenden, allerdings nicht scharf getrenntenUnterarten: subsp. montäna (Pierrat) Murbeck. Die unterhalb"er ersten Verzweigung befindlichen zwei Stengelblätter (zuweilenauch die mittleren) unmerklich oder kurz gestielt, ihre Spreitemindestens doppelt so lang als breit und am Grunde abgerundet.Untere Stengelblätter am Grunde schwach herzförmig. Obere Träg-er all mählich an Grösse abnehmend. Samen mit kugeligen oderei ormigen Papillen. Sehr verbreitet besonders in den Alpen und nörd-lich davon als die typische Form. Hieher auch f. Reichenb ächiilerzb.) Simk. mit schmal eirunden oder eilanzettlichen oberenStengelblättern. _ subsp. circaeoides A. Schwarz (= subsp. glo-chinosperma >) [Freyn] Murbeck). Fig. 598 f. Alle unterhalb der ersten""^'fo ng befindlichen Stengelblätter deutlich und meistens lang-gestielt (Stiel bis 4 cm lang, so lang oder länger als die Spreite),die Spreite höchstens doppelt so lang und am Grunde + tief herz-förmig. Obere Tragblätter plötzlich zu kleinen, weisslichen Hoch-blättern reduziert. Samen 1,2 mm breit, mit langen, zylindrischen,(angeblich [nach Murbeck] an der Spitze mit einem Kranze vonWiderhäkchen versehenen Papillen besetzt. Besonders im Süden derAlpen (in Kastanienhainen), so im Tessin und in Steiermark (wohl auch anderwärts !). Nördlich der Alpen seltener(in Franken, Oberbayern, auf Rügen etc.) beobachtet, ausserdem in Frankreich, Italien, Bosnien, Dänemark undden. Eine weitere Form aus Sachsen wurde von Petermann als glabriüscula, eine andere aus Savoyenvon Beauverd als saxi'cola beschrieben. In schattigen Schluchten werden von der Feuchtigkeit gelegentlich sehrrtige rormen mit meterlangen, ausläuferartigen Seitentrieben hervorgerufen. — Stellaria nemorum istn ich in den Wäldern der Mittelgebirge sowie der montanen und subalpinen Region der Alpen zu Hause,w ° die ztemlich hygrophile Pflanze auf gutem, frischem Boden oft grössere Flächen überzieht. Am Rande voni oder in feuchten Schluchten erscheint sie gern in Gesellschaft von Cardamine impatiens, Crepis palu-> asites ortlcinalis, Stachys silvaticus, Ranunculus aconitifolius und lanuginosus, Impatiens Noli tangere,
sella, Geranium Robertianum, Chrysosplenium alternifolium, Veronica urticifolia, Prenanthes purpurea,asper, Festuca gigantea (Bd. 1, pag. 345) etc. Andrerseits stellt die Pflanze einen fast nie fehlenden Be-r »Lager" dar und findet sich hier fast stets neben Rumex alpinus (pag. 173), Senecio cordifolius,a P ellu s, P°a annua subsp. supina (Br. I, pag. 302), Chenopodium Bonus Henricus (pag. 219), Urtica1 P lna > Phleum alpinum, Stellaria media (pag. 352), Menta longifolia, Cardamine amara etc. Auchergerlen-Beständen (pag. 87) ist Stellaria nemorum häufig anzutreffen. Ausserhalb der Alpen und Mittel-g irge erscheint die Pflanze — wenn auch stellenweise im Tieflande fehlend — zerstreut in den Laub- (vgl. die
) Gr. yhazig (Genitiv y/.co/fvog) [glochis, glochinos] = Dolch, Stachel und gr. omgtia [sperma] =amen; nach Form (glochidosperma) und Inhalt (Samenpapillen sind von denen der subsp. montana nicht ver-schieden) von Murbeck unrichtig gewählter Name. Vgl. Mitteil, der bayer. botan. Gesellschaft nr. 19 (1911).
Fig. 598. Mal ach i um aqu ati cum Fries, a ReifeFruchtkapsel. 1> } c Samen (von aussen und im Schnitt)d } e Papillen der Samenschale von oben und imQuerschnitt (Vergr. 50 fach). — Stellaria ne-morum L, subsp. circaeoides A. Schwarzf Habitus (Vs natürl. Grösse). — Stellaria media(L.) Vill, g Blütenknospe mit zweierlei Haaren.h Stengelstück mit der einreihigen Behaarung (ver-grössert). i, h Die beiden Haartypen (Vergr.ca. 100 fach). /, m Die beiden obersten Zellen der-selben (Vergr. ca. 400fach). — S. media subsp.apetala Gaudin. n Blüte, o Samen.