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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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up eurum falcatum, Aceras, Scabiosa canescens, Euphorbia Gerardiana, Rumex scutatus etc. vergesellschaftet.

. ocymoides ist eine proterandrische Falterblume, welche hauptsächlich von Schmetterlingen, hie und da auch

einzelnen saugenden Hummeln und pollenfressenden Fliegen besucht wird. Neben Zwitterblüten kommen

in mannliche und selten auch rein weibliche Blüten vor. Die Pflanze eignet sich sehr gut für alpine Anlagen.

958. Saponaria pümila (St. Lag.) Janchen (= S. Pumilio Borbäs et Wohlfarth, S. nana

Fntsch, Silene Pumilio Wulf., Cucübalus Pumilio L., = Lychnis Pumilio Scop., = Hohen-

wärthia Pumilio Pacher). Niedriges Seifenkraut. Fig. 595 und 597h bis k.

Zu den kärntnerischen Bezeichnungen Saupeterstamm und Zigeunerwurz vgl. Primula glutinosa(sowie andere Alpenprimeln) einerseits und Silene acaulis (pag. 294) andrerseits !

Ausdauernd, dichte polsterförmige Rasen bildend. Stengel kurz, mit einer einzelnenendständigen Blüte. Laubblätter lineal, nach der Spitze zu etwas verbreitert, stumpf, einwenig fleischig, am Randerauh. Blüten einzeln, end-ständig, gross, sehr kurz ge-stielt bis fast sitzend, in denRasen eingesenkt. Kelchröhrig-glockig, etwas aufge-blasen, 13 bis 15 mm lang,stumpfzähnig, kurzzottig, grün,oft rot überlaufen. Kronblätterlebhaft rosarot, mit zwei-spitzigem Krönchen (Fig. 597i).Platte 7 bis 9 mm lang, auskeilförmigem Grunde breit-eiförmig, meist deutlich aus-gerandet (Fig. 597 i). Griffel 3,fädlich (Fig. 597 k). Kapselkürzer als der Kelch. Samenbraun, 2 mm dick. VIII, IX.Zerstreut auf dürrenAlpentriften, im Rasen vonLoiseleuria procumbens dersüdöstlichen Alpen,von ca. 1900bis 2600 m. Nur auf kalkarmerUnterlage, auf Urgestein, Schiefer und Porphyr.

Fehlt in Deutschland und in der Schweiz vollständig (Vgl. Verbreitungskarte Fig. 595). In

esterreich zerstreut im südöstlichen Tirol (nordwestlich bis Kais, Stalleralpe, Schalders, Villandereralpe,

c warzhorn, Fersinatal), in Steiermark (gemein in der Tauernkette [am Bösenstein bis 1750 m herab], Stang-

nzug, Seetaleralpen, Koralpe, Stub-, Glein- und Grössingalpe; fehlt auf dem Rennfeld, Stuhleck und Wechsel)

"n n Kärnten (auf den Schiefer- und Urgebirgs-Alpen sehr verbreitet, z. B. Gmeineck [bis 258/ m], Ankogel,

^lnsennock) und in Salzburg (Goldberg, Radhausberg, Gamskarspitze 2412 m, Gamskar, in der Tofern, Lungauer

enlt in Ober- und Niederösterreich sowie in Krain und Küstenland vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Oestliche Zentralalpen (von Tirol und Oberitalien bisSteiermark, Salzburg und Kärnten), Siebenbürgen.

u > I6Se kme 'dende, zierliche Hochgebirgspflanze ist namentlich in den norischen Zentralalpen ver-

10 Wle Oxytropis triflora, Gentiana prostrata und frigida, Saxifraga Wulfeniana und hieracifolia,

. rpatica, Doronicum villosum etc. S. pumila tritt gelegentlich in der Grünerlen-Formation auf,

a er bew °hnt sie das Curvuletum (Bd. II, pag 71) sowie die Rasen von Loiseleuria procumbens,

c att von Lycopodium alpinum, Sesleria disticha, Festuca varia, Luzula spadicea, Sedum alpestre,

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Fig. 597. Saponaria officinaüs L, a, b Längs- und Querschnitt durch denFruchtknoten, c Fruchtkapsel, d, e Samen (von aussen und im Längsschnitt).S, ocymoides L, f Fruchtkapsel, g Samen. S. pumila Janchen, h Habitus(ca. 1/2 natürl. Grösse), i Kronblatt, k Fruchtknoten mit Griffeln. S. lutea L./ Habitus (tya natürl. Grösse). ;« Längsschnitt durch die Blüte, n Samen.