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Oxytropis campestris, Primula minima und villosa, Armeria alpina, Gentiana punctata, excisa, frigida undnivalis, Veronica bellidioides, Valeriana Celtica, Campanula barbata und alpina, Phyteuma confusum, Gnaphaliumsupinum, Senecio Carniolicus, Hypochoeris uniflora, Hieracium glaciale und albidum usw.
959. Saponaria lutea L. (= Smegmathämnium luteum Rchb.). Gelbes Seifenkraut.
Fig. 5791 bis n.
Ausdauernd, 5 bis 10 cm hoch, rasig. Stengel aufrecht, unverzweigt, kurzhaarig, amGrunde ziemlich dicht-, oben entfernt-beblättert. Laubblätter linealisch, spitz, 1-nervig, kahloder die oberen etwas kurzhaarig. Blüten gedrängt dolden-rispig, fast kopfig. Kelch zylindrisch,wollig-behaart, mit 5 kurzen, zugespitzten Zähnen. Kronblätter schwefelgelb, länglich, stumpf,mit kurzem Krönchen. Griffel 2, fädlich. Kapsei länglich, kürzer als der Kelch mit 4 Zähnenaufspringend. Samen schwarz, nierenförmig, mit stumpfen Höckern (Fig. 597 n). — VII, VIII.
Sehr selten auf kurzgrasigen Alpentriften der Schweiz.
Einzig im Kanton Tessin (Val de Riccia und Val Bavona). Hier kürzlich von Chenevard undJ. Braun entdeckt (Bulletin de l'Herbier Boissier IV). Jedoch nicht in den Walliser-Alpen (allerdings bereitsauf dem obersten Südabhange des Matterhorns und der Monte Rosa) und nicht in Tirol.
Allgemeine Verbreitung: West- (Mont Cenis, Savoyen) und Südalpen (Piemont,Lombardei).
Von Bastarden sind in Gärten (Botan. Garten Wien, Alpengarten von Sündermann in Lindau)beobachtet worden: S. caespitos a DC. X S. lutea L. (- S. Wiemänni Fritsch), S. bellidifolia Sm. x S.caespitosa DC. (= S. Sündermänni Fritsch), S. caespitos a DC. x S. ocymoides L. (= S. BoissieriSündermann), S. bellidifolia Sm. x S. ocymoides L. (= S. peregri'na Fritsch et Sündermann), S. ocy-moides L. X S. pulvinaris (= S. pulchella Fritsch et Sündermann) und S. Boissieri Sündermann X S.ocymoides L. (= S. Uta Fritsch et Sündermann). Während bis vor kurzem von der Gattung Saponaria keineHybriden bekannt waren, ist es Sünderm ann mit Leichtigkeit geglückt, alle möglichen Saponarien mit einandeizu kreuzen. In der freien Natur ist die Bildung von Bastarden dadurch fast unmöglich gemacht, weil die meistenArten ganz getrennte Verbreitungsareale besitzen (vgl. Fritsch K., Ueber einige hybride Carpophyllaceen.Oesterr. Botan. Zeitschrift 1898, Bd. XL VIII, pag. 381).
CCLXI. Malächium J ) Fr. Wasser dar m.
Diese Gattung, welche auch als Subgenus Myösoton Moench der folgenden Gattung Stellaria be-trachtet wird, umfasst einzig die folgende, im Habitus stark an Stellaria nemorum (pag. 350) erinnernde Art.Von allen Stellarien unterscheidet sich M. aquaticum sofort durch den 5-blätterigen Fruchtknoten und dem-entsprechend durch die 5 (langen) Griffel.
960. Malachium aquaticum Fries (= M. palüstre Hoffm., = Steiläria aquatica [L.] Scop.,= Cerästium aquaticum L., = Myosöton aquaticum Moench, = Lärbrea 2 ) aquatica Ser.).GemeinerWasserdarm. Ital.: Buddelina d'acqua. Taf. 104, Fig. 6 und Fig. 597a bis e.Ein- bis mehrjährig, (10) 15 bis 45 cm hoch. Grundachse ausläuferartig kriechend,ästig, bleich, zerbrechlich, an den knotigen Gelenken zuweilen wurzelnd, blühende und nicht-blühende Sprosse treibend. Blütenstengel liegend (zuweilen bis über 1 m lang) oderklimmend, schlaff, zerbrechlich, einfach oder ästig, unten wie die untern Laubblätter kahl,oberwärts drüsig-flaumig. Laubblätter weich, zart, aus meist herzförmigem Grunde eiförmigoder länglich-eiförmig, zugespitzt, am Rande oft wellig, etwas netzaderig, 2,6 bis 8 cmlang, die untern kurz gestielt (Stiel bewimpert) oder sitzend, die obern stets sitzend.Blüten in lockeren, beblätterten Trugdolden, trichterförmig-glockig, offen 12 bis 15 mmbreit. Blütenstiele zart, dicht drüsenhaarig, aufrecht, nach dem Verblühen herabgeschlagen.Tragblätter krautig, vorn etwas trockenhäutig, drüsig-behaart (Taf. 104, Fig. 6 c). Kelch-blätter eiförmig, stumpf. Kronblätter bis 1 '/s mal so lang als der Kelch, fast bis 'zumGrunde 2-teilig (Taf. 104, Fig. 6 b), weiss. Staubblätter 10. Staubbeutel gelblich oder blasslila(zuweilen verkümmert). Griffel 5 (Taf. 104, Fig. 6d). Fruchtkapsel eiförmig, etwas länger
') Gr. naXaaog [malakos] = weich; wohl nach den weichen, leicht zerbrechlichen Stengeln.-j Benannt nach dem französischen Botaniker Antoine de l'Arbre (um 1800).