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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Cytisus nigricans) mit der zentralalpinen Primula viscosa zusammentreffen (nach Murr). D. Monspessulanusist eine Falterblume.

Hieher als Unterart die subsp. Sternbergii (Sieb.) Pari. (= var. alpestris [Hoppe] Williams, = var.alpfcola Koch, =Tünica arenaria Scop., = Dianthus Waldstei'nii Sternb., = D. oreädes Ball.). Dolomiten -Nelke.Fig. 593 c, d. Pflanze ausdauernd, stark seegrün, dichtrasig, 10 bis 20 (30) cm hoch, habituell dem D.arenarius nicht unähnlich. Stengel meist (in höheren Lagen stets) 1-blütig, seltener 2- bis 4-blütig. Laubblätterseegrün, steif, spitz, 1 bis 2 mm breit, mit unterseits stark hervortretendem Mittelnerven und 2 Seitennerven,die der sterilen Blattbüschel kurz, fast horizontal abstehend, bis 5 cm lang, die Stengelblätter kürzer, gleichfallsfast wagrecht abstehend, am Grunde kurzhäutig verbunden (Scheide -1 bis 2 mm lang). Kelchschuppen 4,2 /s bis über halb so lang als der Kelch, aus eiförmiger Basis plötzlich in eine grüne, krautige Granne zusammen-gezogen (Fig. 593 d). Kelch zylindrisch, ca. 2,5 cm lang, an der Sonnenseite meist rot überlaufen. Blüten rosarot bisschwach purpurn, am Schlünde Schwärzlich gebartet. Nägel der Kronblätter nicht aus dem Kelch hervorragend.Platte 12 bis 15 mm lang, vorn bis zur Hälfte unregelmässig fein zerschlitzt. VII, VHI (Im Süden vereinzeltbis XI und XII). Zerstreut im Felsschutt, auf grobem Geröll, kiesigen, sandigen Stellen, auf steinigen Wiesender östlichen Alpen; auf Kalk und Dolomit, von ca. 500 bis 2200 m. Fehlt in Deutschland und in derSchweiz vollständig. In Oester reich in Tirol (nur östlich von der Etsch. Westlich und nördlich bis zumMonte Baldo, Bondone, Spinale, Eggental, Fassa, Buchenstein, Ampezzo), in Steiermark (besonders in den süd-lichen Kalkalpen [sehr verbreitet in den Sanntaleralpen]; in den nördlichen Kalkalpen einzig in der Dachstein-gruppe), in Oberösterreich (Hailstätteralpen), in Kärnten (Gartnerkofel, Kanaltal bei Pontafel und Malborgeth'in der Vellacher und oberen Seeländer Kocna, Predil bei Raibl, Matschacheralpe bis zum Billsiza-Sattel), Krain(Steiner- und Wocheiner-Alpen, Triglav, auf derMokrica, Kankersattel, unter demPoljamski rob,Raibleralpen) und imKüstenland; fehlt in Niederösterreich und Salzburg. Diese in höheren Lagen stets einblütige, zierliche Nelke isteine Charakterpflanze der südöstlichen Kalkalpen (von der steierisch-österreichischen Grenze bis in den Karst und bisFriaul), wo sie sich von der Krummholzregion bis in die Täler hinunter verfolgen lässt. Wie Saxifraga incrustata undsedoides, Laserpitium peucedanoides, Soldanellea minima, Paederota Bonarota, Phyteuma Sieberi, Crepis incarnatazählt sie zur karnischen Gruppe der südlichen Kalkalpen. Vor allem gehört sie den offenen Felsschuttfluren an, wo siein den Sanntaleralpen nach Hayek häufig mit dem gelben Papaver Kernerii, mit Linaria alpina, Ranunculus hy-bridus, Dryas, Aspidium rigidum und Lonchitis, Cystopteris regia, Trisetum argenteum (Bd. I, pag. 249), Sesleriaspherocephala, Poa minor, Festuca nitida, Juncus monanthos, Alsine Austriaca, Moehringia ciliata, Cerastium Carin-thiacum (pag. 372), Gypsophila repens (pag. 311), Heliosperma alpestre (pag. 305), Biscutella, Thlaspi Kerneri, Hut-chinsia alpina, Saxifraga Hohenwarthii, Linum Julicum, Athamanta Cretensis, Laserpitium peucedanoides, PrimulaWulfeniana, Calamintha alpina, Galium anisophyllum, Campanula Zoysii, Doronicum glaciale, Hieracium Mureti etc.vergesellschaftet ist. In Friaul gehört sie zu den charakteristischen Bestandteilen der aus Dolomit der Alpenbestehenden Schuttkegel und weiten Schotterfelder der Bergregion, auf denen sich vor allem Centaurea rupestris,daneben auch Scabiosa graminifolia, Daphne Cneorum, Spiraea decumbens, Polygala Forojulensis und Inulaensifolia ansiedeln. Biologisch ist diese Unterart deshalb interessant als sie zu den sog. Nachblühern gehört,welche ihre Blütezeit bis zum Eintritt des ersten Frostes (in Friaul nach Gortani bis in den Dezember) ver-längern können. Allgemeine Verbreitung: Von den Pyrenäen durch Italien und die Südalpen bis in denBalkan (Montenegro, Serbien).

952. Dianthus plutnärius ] ) L. (= D. moschatus Mayer, = Ttinica plumaria Scop.,

= Caryophyllus plumarius Moench). Feder-Nelke. Franz.: Mignardise; engl.: Wild

oder feathered pink; ital.: Violine muschiate. Fig. 591c und 593 a, b.

Nach den zerschlitzten Kronblättern wird diese Art Federröschen (Nassau), Fadernalke (Nord-böhmen), zottichtes Gretl (Oesterreich) genannt. In der Schweiz heisst sie an vielen Orten Friesli. ZuPf in gstn ägala (Würzburg), P f ingstnagerl (Oesterreich) und Grabnägeli, Frie d hof nägeli, Todta-n ägeli (Schweiz: St. Gallen) vgl. D. caesius (pag. 335), zu Grasblume (Oesterreich), Gras-Nägeli (Schweiz)D. Caryophyllus (pag.319). In Nassau heisst diese Nelke auch Vorwitzchen, Fürwitzchen.

Ausdauernd, (8) 21 bis 28 (40) cm hoch, + blaugrün bereift. Grundachse nieder-liegend, verholzend, sehr ästig, mehrere dichtrasige Stämmchen treibend. Stengel auf-recht oder aufsteigend, 4-kantig, kahl, meist 2- bis 5-blütig, oberwärts gabelig verzweigt,zuweilen auch 1-blütig. Laubblätter lineal-pfriemlich, 1 bis 3,5 mm breit, aufrecht abstehend,rinnig, bis 5 cm lang, am Rande knorpelig-feingesägt, sehr spitz (fast stechend), 3- bis5-nervig. Blüten einzeln, sehr stark wohlriechend, 24 bis 40 mm breit, weiss oder hellrosarot.

*) Lat. plüma = Feder; nach der Gestalt der zerschlitzten Kronblätter.