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951. Dianthus MonspessuIänilS 1 ) L. (= D. hyssopifölius L., = D. acuminatus Tausch,= D. Monspeliacus L., = D. ambiguus Salisb.). Montpellier-Nelke. Fig. 592a bis c.Ausdauernd, (10)25 bis 50 cm hoch, lockerrasig, grasgrün. Grundachse mehrstengelig.Stengel aufsteigend oder aufrecht, einfach oder oberwärts wenig verzweigt. Laubblätterlineal-lanzettlich, verschmälert, spitz - zulaufend, grasgrün, bis 6 cm lang und 1 bis 3 mmbreit, 1- bis 3-nervig, die stengelständigen kurz, scheidig-sitzend (Blattscheiden ca. 2 mmlang). Blüten meist zu 2 bis 5 (7) in ziemlich gedrängten Wickeln, seltener einzeln, end-ständig, 25 bis 35 mm im Durchmesser. Kelchschuppen mindestens halb so lang als die Kelch-röhre, aus eilanzettlicher Basis allmählich in eine pfriemlich-lanzettliche, krautige Granne über-gehend (Fig. 592 c); das unterste Schuppenpaarauffallend lang und lang zugespitzt. Kelchröhrezylindrisch, ca. 2 cm lang, blassgrün oder etwasrötlich überlaufen; Kronblätter weiss oder blassrosarot. Platte bis fast zur Mitte unregelmässigfingerig-vielteilig, 12 bis 18 mm lang, schwachgebartet, mit ungeteiltem, verkehrt - eiförmigemMittelfeld (Fig. 592 b). — VI bis VIII.
Selten an felsigen, waldigen Abhängen, anWaldrändern, in Kastanienwäldern (bis ca. 1900 m);nur im südlichen und westlichen Gebiet.
Fehlt in Deutschland vollständig. In O est er-reich zerstreut in Tirol (aufwärts bis Meran, Ratteis imSchnalsertal, Franzensfeste etc.), in Untersteiermark (imFeistritzgraben bei Drachenburg und zwischen Drachenburgund Hörberg), in Krain (Steiner-Sattel 1900 m, Krainburg,Alpe Zaplata bei Höflein a. d. Kanker, bei Veldes, Lees.Zerovnica, Lengenfeld, bei Adelsberg, Wocheiner See) undim Küstenland, aber nicht in Kärnten. In der Schweizbezw. im angrenzenden Frankreich vereinzelt im Jura(Reculet, Faucille, Colombier de Gex, 1300 bis 1600 m)und im südlichen Tessin (oberhalb Melano, San Giorgio).
Allgemeine Verbreitung: Südeuropa(von Portugal und Spanien [inklusive Pyrenäenund Westalpen] bis Kroatien und Dalmatien).
Aendert wenig ab: var. controversus Gaud. ^^_^_^^^^_^^^^_^^^^^^_^^^^_^^_
Kronblätter weniger tief geteilt, ungefleckt, kahl. — var.
erubescens (Trevir.) Rchb. Pflanze kräftiger und üppiger. Blüten zahlreich, fast sitzend und daher gebüschelt.
Unterstes Kelchschuppenpaar oft + abgerückt, die 2 obern Paare anliegend (Tirol). — var. compact US Krasan.
Pflanze robust, 20 bis 50 cm hoch, etwas blaugrün. Stengel 6- bis 8-gliederig und 2- bis 7-blütig. Laubblätter
weich. Kelchschuppen und Kelch seegrün, meist etwas rötlich (Krain). — D. Monspessulanus findet sich im
den der Alpen zuweilen in den Kastanienwäldern neben Danthonia calycina (Bd. I, pag. 263), Dianthus
guierii (P a S- 32 7), Veronica spicata, Teucrium Scorodonia, Digitalis lutea, Galium rubrum, Buphthalmum salici-
o ium etc. Im Küstenland kommt es an steinigen Abhängen in den voralpinen Rotbuchenwäldern (zwischen 400 und
m) vielfach zu einer Mischung von alpinen, illyrischen und mediterranen Gewächsen, es sei nur erinnert an
rex tenms > Salix grandifolia, Ostrya. Moehringia muscosa, Dianthus Monspessulanus, Clematis alpina, Kernera
saxatilis, Cytisus alp nus, Genista radiata, Euonymus verrucosus, Staphylaea pinnata, Viola biliora, Peucedanum
\erticillare, Erica carnea, Rhododendron hirsutum, Rhodothamnus Chamaecistus, Primula Carniolica, Fraxinus
Ornus, Satureia montana, Lonicera nigra und alpigena, Veronica saxatilis und tripteris, Phyteuma Scheuchzeri,
Campanula pyramidalis und caespitosa, Petasites niveus, Doronicum Austriacum, Inula ensifolia, Cirsium
Ensithales etc. (nach Beck, Ostalpen II). Analogen Verhältnissen begegnet man auch in Südtirol, wo bei
franzensfeste (Granit, 750 m) verschiedene südeuropäische Species (Ononis Natrix, Dianthus Monspessulanus,
') Nach ihrem Vorkommen bei Montpellier in Südfrankreich.
Fig. 592. Dianthus Monspessulanus L. a Habitus(!/3 natürl. Grösse) b Kronblatt, c Kelchschuppe. — d Blatt-querschnitt von D. Silvester Wulfen (Vergr. 33fach).