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voneinander geschieden und z. T. auch schon im Aussterben begriffen, entgegentreten. Das Verbreitungs-gebiet der Alpini erstreckt sich über die Ostalpen, die Karpaten und die Gebirge der nördlichen Balkanhalbinsel,von der hohen Tatra im Norden bis zum Rhodope-Gebirge im Süden. Der morphologisch so scharf abgegrenztesiebenbürgische D. callizonus Schott et Kotschy. dürfte sich nach Vi erh a pp e r sehr frühzeitig von derStammform der Alpini abgegliedert haben.
950. Diatlthus caesius Sm. ( D. gratianopolitänusVill., = D. glaucus Muds. nee L, D.
caespitösus Poiret, D. suävis Willd.). Pfingst-Nelke. Franz.: Oeillet mignardise,
oeillet de mai; engl.: Cheddar pink. Taf. 102, Fig. 6 und Fig. 591a, b.
Nach der Blütezeit heisst diese Art in Schwaben, in der Schweiz und im Elsass Pf ings tnäg ele,und wohl auch Veitsnägele [Veit am 15. Juni!], nach dem Standort Steinägeli [vgl. Dianthus Carthusia-norum und D. Silvester] (Solothurn), Felsanägala (Schwäbische Alb), Leienfledde [zu ,Leie u = Fels,Schiefer; zu fledde vgl. unter D. Caryophyllus!] (Rgbz. Koblenz: Altenahr). Häufig wird D. caesius auch inFriedhöfen angepflanzt: Todtennägele (bayr. Schwaben), Grabnägeli (Schweiz: Churfirstengebiet). AndereBenennungen sind noch Federröschen [vgl. unter D. plumariusl] (Nahegebiet), Buabanägala (Schwab-Alb), Jünkerle (Elsass), Friesnägeli, Grasnägeli (Schweiz).
Ausdauernd, (7) 12 bis 14 (30) cm hoch, dichtrasig. Grundachse niederliegend,verholzt, einen dichten Rasen blühender und nichtblühender Stengel treibend. Stengelhechtgrün, kahl, aufrecht oder etwas überhängend, in der Regel 1 -blutig. Laubblättermeergrün, lineal-lanzettlich, stumpflich, am Rande rauh, aufrecht-abstehend bis zurückgerollt.Blüten ziemlich tiefrot, kaum wohlriechend. Kelch 19 bis 20 mm lang und ca. 5 mm breit,überall fast gleichstark violett gefärbt. Kelchschuppen 4 bis 6, krautartig, angedrückt,eiförmig, die untern mit einem Spitzchen, die obern stumpf, höchstens 1 /i so lang als dieKelchröhre. Kelchzähne breit 3-eckig, kaum länger als breit (ca. 2 ] /4 X 2 1 ji mm), meiststumpflich, mit kurzer Spitze. Kronblätter hellpurpurrot, aus keilförmigem Grunde verkehrt-eiförmig, vorn scharf gesägt, im Schlünde meist bärtig (weiss oder purpurrot) behaart.Nagel ca. 15 mm lang, mit 2 abstehenden flügelartigen Leisten. — V, VI (selten einzeln IX).
Stellenweise.an felsigen Orten, Mauern, in sandigen Nadelwaldungen der Gebirgs-region, seltener in der Ebene; ausserdem nicht selten (auch gefüllt) aus Gärten oder Fried-höfen, in Weinbergen oder bei Burgruinen verwildert.Gern auf Kalk und Dolomit, doch auch auf Basalt,Phonolit, Porphyr, Sandboden etc.
In Deutschland zerstreut im Oberelsass (Kalkfelsenbei Pfirt), in Baden (Badischer Jura, Kaiserstuhl, Bodensee etc.),in Württemberg (bei Rottweil, am Hohentwiel und zerstreut in derAlb (von Tuttlingen an abwärts bis zum Ries) Bayern (besondersim Juragebiet [Weisser Jura] der fränkischen Schweiz [nordlich bisRabenstein] und im mittleren Altmühltal; sonst sehr vereinzeltim Isartal ob München [hier kaum ursprünglich!], Stain bei Wasser-burg, Lichtenberg im Fichtelgebirge, in der Rhön [Eierhauck,Milseburg] und in der mittleren Pfalz [Donnersberg, Ebern-bur gl), mehrfach im Mittelgebirge in Thüringen (Obernitz inMeiningen, bei Eisenach [auf Rotliegendem] etc.), im Unterharz(Rosstrappe), im Thüringerwald (besonders auf Tonschieferfelsenim Schwarzatal und im obern Saalegebiet), in Hannover (Dolomit-telsen des Hohenstein am Süntel), in Anhalt (zw. Alexisbad undMagdesprung), i n Hessen (Waldeck, Wildungen), am Mittelrhein(St. Goar, Ahrtal bei Altenahr), unteres Nahetal bei Kreuznach(Gans, Rheingrafenstein, Stegfels und bei Wallhausen), Moseltal(bei Trier), in Sachsen (um Dresden [z. B. im Plauenschen Grund,bei Potschappel], Burgk bei Schleiz), in Schlesien (Schellenburgbis Wühleisen bei Glogau, Birnbäume! und nördlich Kath.-Hammerbei Militsch, Königshuld, Finkenstein und zw.Surawina undMassowbei Kupferberg, Malapane), in Brandenburg (bei Schwiebus, Grüner
Vuf'iM
Fig: 591. Gartenform von Dianthus caesius Sm.
a Habitus ('/3 natürl. Grösse), b Blütenlänpsschnitt.
— c Gartenform von D. plumarius I-. ('/e natürl.
Grösse).