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sonst zerstreut in den Urgebirgsalpen: Grossglockner und Heiligenbluter Tauern) und ganz isoliert im östlichenTirol (bei Taufers bei Bruneck, Prägraten, Kalsertauern, Grossglockner, Schobergruppe; südlich der Drau:Helm und Kreuzkofelgruppe; jedoch nicht auf dem Wormersjoch, Zillertal, Seiseralpe und Fedajapass). Fehltin Vorarlberg, in Krain und Küstenland rollständig.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Kalkalpen (vgl. Fig. 589).
Diese prächtige, durch ihre grossen Korollen und ihren weit glockig-röhrigen Kelch ausgezeichneteGebirgsnelke hat ihre Hauptverbreitung in den nordischen Kalkalpen vom Wiener Schneeberg westwärts biszum Totengebirge an der steierisch-österreichischen Grenze (vereinzelte Standorte allerdings westlich bis ins östlicheTirol!). Ein kleineres besonderes Verbreitungsgebiet liegt in den südlichen Kalkalpen von Kärnten. In denZentralalpen wird sie auf Urgestein durch den vikariirenden D. glacialis, in den Karpaten durch den gleichfallskalkliebenden D. nitidus Waldst. et Kit. ersetzt. In den Kalkalpen erscheint D. alpinus von ca. 1000 bis2200 m (auf der Mannauwiese bei Buchberg am Schneeberg sogar bis 900 m hinab) als Bestandteil der vor-alpinen Wiesen und Alpenmatten neben Silene acaulis, Hedysarum obscurum, Meum athamanticum, Soldanellaalpina, Gentiana vulgaris, Pedicularis incarnata, Jacquini, verticillata, rosea und foliosa, Galium Baldense, CampanulaScheuchzeri und pulla, Homogyne discolor, Crepis aurea und alpestris etc. sowie in den Krummholzbeständenmit verschiedenen anderen östlichen Spezies (am Hochschwab in Obersteiermark nach Nevole mit HeracleumAustriacum, Potentilla Clusiana, Betonica Jacquini, Senecio subalpinus und abrotanifolius, Achillea Clavennae,Homogyne discolor, Crepis Jacquini, Gentiana Pannonica, Alsine Austriaca etc.). Wegen ihrer zahlreichengrossen, prächtig purpurroten Blüten eignet sich diese Nelke in ganz besonderer Weise für alpine Anlagen.Im Tieflande büssen allerdings die Blüten in der Kultur an Grösse etwas ein. ■-.
948. Dianthus glacialis Haenke (= D. alpinus L. ß glacialis Willd.). Gletscher-Nelke. Fig. 590 a bis c und 589.Ausdauernd, 1 bis 4 (10) cm hoch, dichtrasig. Stengel kahl, 1 bis 4 durch kurzeInternodien getrennte Blattpaare tragend, meist 1- (seltener 2- oder 3-) blutig. Laubblätteraufrecht - abstehend, zuweilen + nach aussen gekrümmt, meist 1-nervig, am Rande etwasrauh, dicklich, die grundständigen meist länger als der Stengel, 2 bis 5 cm lang und 2 mmbreit. Stengelblätter kürzer und schmäler, zuweilen die Blüten überragend. Kelchschuppen2 bis 4 (hie und da durch ein Internodium vom Kelch getrennt), krautig, kahl, aus eiförmigemGrunde allmählich in eine lange Spitze verschmälert, so lang oder etwas länger als derKelch und wie dieser am Grunde nicht allzuselten blasspurpurn bis purpurrot überlaufen,10 bis 20 mm lang, oft zurückgekrümmt. Kelch länglich - zylindrisch, 12 bis 16 mm langund 4 bis 4,5 mm breit, kahl, gestreift, grün oder purpurn. Platte der Kronplatte 9 bis10 mm lang und 8 bis 9 mm breit, vorn unregelmässig gezähnt, purpurrot (sehr selten weiss),kürzer als die Kelchröhre, am Grundeschwach gebartet. Kapsel kahl, den **Kelch überragend. Samen schild-förmig, schwarzbraun, fein gestreift(Fig. 590c), auf. der Bauchseiteschwach konkav, 1 mm lang. —VII, VIII.
Zerstreut auf grasigen Triftender Hochalpen (besonders in derTauern- und Brennergruppe), vonca. 1900 bis 2800 m. Hauptsächlichauf Urgestein oder doch auf kalk-freiem Boden.
Fehlt in Deutschland voll-ständig. In Oesterreich zerstreut inSteiermark (Zentralalpen: in den NiederenTauern auf dem Preber, dem Hohenwarth
und dem Bemlerschob
er, auf dem Greim,
Fig. 590. Dianthus glacialis Haenke. a Habitus (V2 natürl. Grösse),b Kelch mit Kelchschuppen, c Samen (Vergr. 10 X). — d Kelch mit Kelch-schuppen von D.alpinusL. — D.neglectus L. e Habitus (72 natürl. Gr.)./Kronblatt. ^Fruchtknoten mit Griffeln.