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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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947. DianthUS alpinus L. (= D. alpinus L. a typicus Williams). Alpen-Nelke.

Taf. 103, Fig. 3, Fig. 589 und 590 d.

Nach dem Vorkommen heisst diese Art in Steiermark Almanagerl, in Oesterreich (sie wächstgerne in der Nähe von Kuhfladen!) Kuhdrecknager 1.

Ausdauernd, 2 bis 20 cm hoch, lockerrasig. Grundachse mehrere Blattbüscheltreibend. Blütenstengel kahl, 2 bis 5 entfernte Blattpaare tragend, meist 1- (seltener 2- bis3-) blutig. Grundständige Laubblätter rosettenartig gehäuft, abstehend, verkehrt-eilänglichbis verkehrt-lanzettlich, ca. 15 bis 35 mm lang und 3 bis 5,7 mm breit, stumpf, nach der Spitzeverbreitert. Stengelblätter etwas schmäler, lineal, nach der Spitze zu wenig verbreitert,alle kahl, freudiggrün (getrocknet gelbgrün), etwas fleischig, 1- oder undeutlich 3-nervig,am Rande rauh. Blüten sehr auffällig, gross. Kelchschuppen 2 oder 4, krautig, kahl, auseiförmigem Grunde allmählich in die Spitze übergehend, etwas zurückgebogen, länger alsdie halbe Kelchröhre, bis 13,5 mm lang. Kelch weit zylindrisch-glockig, 15 bis 18 mmlang und 6 bis 7,5 mm breit, grün oder wie die Kelchschuppen oft dunkel - purpurn, kahl,

Fig. 589. Verbreitung von Dianthus alpinus L. (schwarze Flächen und Punkte) und D. glacialis Haenke (umrahmte Fläche).Der Standort von D. neglectus Loisel. ist durch ein Kreuz bezeichnet.

deutlich gestreift. Kelchzähne breit-eilanzettlich, an der Spitze oft trockenhäutig (Fig. 590 d).Platte der Kronblätter 15 bis 18 mm lang und bis 17,5 mm breit, vorn unregelmässig ge-zähnt, purpurn, am Schlünde tief-purpurrot und weiss-gesprenkelt (sehr selten weiss), amGrunde schwach gebartet, so lang als der Nagel. Kapsel kürzer als der Kelch. Samen1,3 mm lang. VI bis VIII.

Auf steinigen Triften und Wiesen der höhern Alpen und Voralpen, von ca. 1000 bis2250 m; jedoch nur in den östlichen Kalkalpen (vgl. Fig. 589).

Fehlt in Deutschland und in der Schweiz gänzlich. In Oesterreich stellenweise in Nieder-österreich (Schneeberg, Rax, Gahns bei Gloggnitz, St. Egid, Grünschacheralpe bei Reichenau, Sonnwendstein,Semmering, bei Lunz, Oetscher), Steiermark (nördliche Kalkalpen, im Toten Gebirge, auf dem Tragi beiMitterndorf. Tauplitzalmen, Hochmölbing, Mitterberge bei Liezen, ostwärts gemein bis zum Semmering. Fehltauf dem Lantsch und Schöckel), Oberösterreich (Stoffleralpe, Wasserklotz, Wildenkogl, Stodertal,Warscheneggbei Windischgarsten, Kleiner Pyrgas, Spital), Salzburg (Rauriser Goldberg und in der Fusch im Urgebirge),Kärnten (in den südlichen Kalkalpen: Lesachtaler-, Gailtaler- und Raibleralpen, Karawanken, Steineralpen;