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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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länger als ihr Stiel (Fig. 573 c), im Kelch eingeschlossen. Samen nierenförmig, 1 bis 1,2 mmbreit, am Rande rinnig, auf der Fläche warzig-stachelig (Fig. 573 d). VI bis VIII.

Ziemlich häufig und verbreitet an sonnigen Hügeln und Abhängen, an Felsen, auftrockenen, mageren Wiesen, an Rainen, Weg-, Acker- und Waldrändern, auf Dünen (GraueDüne), Bergwiesen, in lichten Wäldern, Kleefeldern; von der Ebene bis in die alpineRegion (bis 2400 m).

Im nordwestlichen Deutschland selten und z. T. ganz fehlend, stellenweise auch nur eingeschleppt(Bahnhof Geestemünde [1881], bei Papenburg [1883]. Oldenbüttel bei Rendsburg).

Allgemeine Ver-breitung: Europa (nörd-lich bis Lappland, Kola, Nor-wegen), Kanarische Inseln,Nordafrika, Kaukasus, Sibi-rien, Japan.

Aendertab: var. glabraSchkuhr (=S. infräcta Waldst. etKit.) Pflanze kahl. Laubblätternur am Grunde bewimpert (Zer-streut). var. livida (Willd.)Otth (= S. Insübrica Gaud.,= S. pelidna Rchb., = S. viridi-flöra Schunck nee L.). Kronblätterunterseits olivgrün (zuweilenbeiderseits grünlich, aber niemalstrübrötlich), meist etwas tiefergeteilt. Südliche Gegenden (Süd-tirol, Tessin); nördlich der Alpenselten (z. B. Schloss Gutenberg inLichtenstein). Adventiv im Hafenvon Mannheim. f. e r e c t a Murr.Aeste der Rispe aufrecht (Inns-bruck). f. acaülis Rob. Keller.Laubblätter rosettenartig, spatei-förmig, langgestielt, zottig. Blütensehr kurz gestielt, unmittelbar ausder Grundachse entspringend.

Kelch zottig, drüsenlos___ f. r 6 s e a

Pacher. Blüten rötlich, rosarot,bis tiefrot (Selten). f. rübens

(Vest) Rohrb. Blüten rötlich bis bräunlich-purpurn. f. albiflöra Evers. Blüten vollständig weiss (Südtirol).Mehrfach wurden auch Exemplare mit gefüllten Blüten beobachtet. Silene nutans ist als trioezische Nacht-falterblume zu bezeichnen, deren normal schmutzigweisse Blüten sich 3 Nächte hintereinander entfalten und sichdurch ihre helle Farbe und ihren kräftigen Duft (sie riechen nach Hyazinthen) bemerkbar machen. Die weib-lichen Blüten sind kleiner als die zwitterigen und männlichen. Die am häufigsten vorkommenden Zwitterblüten(Taf. 99, Fig. 6 a ) sind auS g eS p roc hen proterandrisch. In der ersten Nacht entwickeln sich die äussern, in derzweiten die innern Staubblätter, während sich die Narben erst in der dritten entfalten. Am Tage bleiben dieBluten geschlossen (sie sehen wie verwelkt aus!) und duften nicht. Vegetative Vermehrung findet durch Wurzel-sprosse statt.

917. Silene Itälica (L.) Pers. (= S. latifölia Poir., = S. patula Desf., = Cucubalus

Italicus L.). Italienisches Leimkraut. Fig. 573e bis k.Ausdauernd, 30 bis 60 (120) cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig. Stengelaufrecht, flaumig rauh, klebrig beringelt. Untere Laubblätter lanzettlich oder spatelförmig-lanzettlich, spitz, in den Stiel verschmälert, mittlere und obere lanzettlich bis lineal-

d Same. -

Fig. 573. Silene nutans L. a Reich. & Kronblatt, c Fruchtkapsel mit Stiel.Silene Italica Pers. e, ei Habitus ( l ß natürl. Grösse), f Kelch, j? Kelchsaum.k Kronblatt. * Fruchtknoten mit Griffel. Silene Italica Fers. var. nemoralisHeuffel. k Habitus (1/3 natürl. Grosse). I Kapsel mit Stiel.