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meist einfachen Trugdolden kürzer als die kurz gestielten Blüten (letztere daher fastquirlartig gehäuft). Kelch röhrig-keulig, 14 bis 16 mm lang, kahl oder kurz kraushaarig,{Fig. 572 h, i), grün gestreift, mit länglichen, stumpfen, weissberandeten Zähnen. Kronblätterweiss, 2-spaltig, ohne Krönchen (Fig. 572k). Kapsel länglich, so lang als ihr Stiel (Fig. 5721).Samen am Rücken und auf den Flächen glatt, gekörnelt (Fig. 572 m). — VI, VII.Selten in nassen Wiesen in Nieder-Oesterreich.
Einzig in Niederösterreich (im Wiener Prater, Ebergassing, zwischen Wagram und Gross-Enzersdorf,Marchegg und Lassee i. M.). Ausserdem im Hafen von Mannheim (1893) adventiv.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliches Europa (Südrussland, Rumänien,südl. Siebenbürgen, Banat, Ungarn [bis zum Neusiedlersee], Niederösterreich), KaspischeWüsten, Dsungarei und altaisches Sibirien.
915. Silene viridiflöra L. (= S. pauciflora Ucria, = S. mitans L. var. livida Maly, = S.HornemänniSteud., = Otitesviridiflora Opiz). GrünblütigesLeimkraut. Fig. 572n bis s.
Ausdauernd, bis 1 m hoch. Wurzelstock ästig, vielköpfig. Stengel aufrecht, dicht-flaumig, oberwärts drüsig-klebrig. Untere Laubblätter spateiförmig, in den langen Stielallmählich verschmälert, mittlere breit-eiförmig, spitz, mit verschmälertem Grunde sitzend,obere lanzettlich, alle flaumig-kurzhaarig. Blüten in langgestielten, rispig angeordnetenTrugdolden, massig Jang gestielt, meist nickend. Blütenstiele dicht drüsig-flaumig. Kelchwalzlich-eiförmig, 15 bis 20 mm lang, am Grunde allmählich verschmälert (Fig. 572 o),drüsig - flaumig, grünlichweiss, mit 10 grünen Nerven, kurz 5-zähnig, zuletzt aufgeblasen(Fig. 572 p, q). Kelchzähne spitz, weiss berandet. Kronblätter tief 2-spaltig, innen grünlich-weiss, aussen grün, mit Krönchen (Fig. 572r). Kapsel eiförmig, auf sehr kurzem Träger(Fig. 572 s), im aufgeblasenen Fruchtkelch eingeschlossen. Samen nierenförmig, am Rückenseicht rinnig, auf den Flächen höckerig. — VII, VIII.
Selten in Laubwäldern, an buschigen Abhängen; nur im südöstlichen Oesterreich.
InOestcrreich vereinzelt in Untersteiermark (Bachergebirge, auf dem Wotsch, zwischen Pöltschach undWindisch-Landsberg, Klanzberg bei Bad Neuhaus, im Savetal bei Trifail), in Krain (z. B. im Feistritztal, bei Cilly)und im Küstenland. Hier gehört S. viridiflora wie Asparagus tenuifolius, Ostrya (pag. 68), Helleborus odorus,Dianthus barbatus, Euonymus verrucosus, Hacquetia Epipactis, Lamium Orvala, Galium aristatum, Centaureavariegata etc. zu den pannonischen Bestandteilen des Karstwaldes. Andrerseits findet sie sich daselbst auchin Buchenwäldern neben Scilla bifolia, Vicia oroboides, Stellaria holostea, Omphalodes verna etc.
Allgemeine Verbreitung: Südliches und südöstliches Europa (von Spaniendurch Italien, Kroatien bis Griechenland, Balkan, Ungarn, Siebenbürgen), Taurus, westl.Himalaya.
916. Silene nütans L. (= S. discolor Retz., = S. infräcta Waldst. et Kit., = Lychnisnutans Scop., = Cucdbalus nutans Lam., = Otites nutans Opiz). Nickendes Leim-kraut. Engl.: Nottingham catschfly. Taf. 99, Fig. 6 und Fig. 573a bis d.Ausdauernd, 25 bis 70 cm hoch. Grundachse ästig, mehrköpfig, blühende und
nichtblühende Sprosse treibend. Blütenstengel aufrecht, einfach, zottig behaart, oberwärtsdrüsig. Grundständige Laubblätter spateiförmig, stumpf, lang gestielt, in den Stiel ver-schmälert, obere spatelig-lanzettlich bis lanzettlich, ± gestielt, spitz, alle weichhaarig, amRande dicht kurz bewimpert. Blüten nickend, in kurz gestielten, rispig angeordneten 3-bis 7-blütigen Trugdolden. Blütenstand vor dem Aufblühen einseitig überhängend. Blüten-stiel drüsig-flaumig. Kelch röhrenförmig-keulig, 8 bis 13 mm lang (Fig. 573 a), am Grunde vomStiel deutlich abgesetzt, drüsenhaarig, mit 10 dunklen Nerven. Kelchzähne kurz, spitz, weissberandet. Kronblätter schmutzigweiss (selten blassrötlich bis bräunlichpurpurn), tief 2-spaltigmit linealen Zipfeln. Krönchen vorhanden, spitz (Fig. 573b). Kapsel eiförmig, aufrecht, etwas