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blätter tief 2-spaltig (Fig. 571c), innen weiss, aussen rosarot, mit oder ohne Krönchen.Kapsel eirund, etwa so lang als der Stiel (Fig. 571 e). Samen ziemlich flach (Fig. 571 f). — VII.
oelten an grasigen Abhängen, an Rainen; spontan einzig in Oesterreichin Böhmen (bei Leitmeritz, am Fusse des Radobyl und Sebusein). Adventiv bei Erfurt{Ilversgehofen [1898], auf Abfall einer Senffabrik).
Allgemeine Verbreitung:Südöstliches Europa (Südrussland, Ru-mänien, Serbien, Bulgarien, Ungarn,Siebenbürgen, Böhmen), Armenien, Orient.
911. Silene chloräntha 1 ) (Willd.) Ehrh.
S. eläta Otth, Cucübalus chloranthus
'Willd., == Viscägo chloräntha Moench).
Heide-Leimkraut. Fig. 571g bis k.Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch,kahl. Grundachse blühende und nicht-blühende Stengel treibend. Pfahlwurzeloft stark ausgebildet. Blütenstengel auf-recht, in der Regel kahl, fast blattlos.Grundständige Laubblätter gedrängt, lan-zettlich-spateiförmig, 4 bis 6 mm breit,in einen langen Stiel verschmälert, diestengelständigen lineal-lanzettlich, sitzend,zuoberst tragblattartig, am Rande häutig,alle kahl. Scheintraube vor dem Aufblühen•etwasüberhängend, einseitswendig.Wickel1 - bis 3-blütig. Blütenstiele fast so langals der Kelch. Kelch röhrig, schwachkeulenförmig, mit 5 breit - eiförmigen,stumpfen Zähnen (Fig. 571 h, i). Kron-blätter grünlich bis gelblichgrün, mitkurzem Krönchen (Fig. 571k). Staub-blätter so lang als die Kronblätter. Kapsel
rundlich, gestielt, vom Kelch umschlossen, ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^so lang als der Fruchtträger. — VII, VIII (X).
Zerstreut in dürren Kiefernwäldern, an sonnigen Hügeln, auf sandigen Plätzen, an
Wegrändern, auf Dünen der Ebene; einzig im nördlichen und östlichen Deutschland.
In Deutschland zerstreut in Mittel- und Niederschlesien, in Brandenburg, Posen, Vor- und Hinter-
)ommern, Westpreussen (besonders in der Weichselgegend), im südlichen Ostpreussen: für Sachsen (bei Rosnitz
im Kreise Zwickau) und Thüringen (am Neidenberger Schlossberg) sehr fraglich. Die Westgrenze erreicht
lese Art m Norddeutschland bei Luckau-Treuenbrietzen-Trebbin-Potsdam-Spandau-Oranienburg-Eberswalde-
unae - Schwedt a. O.- Garz - Stettin (nach Ascherson-Graebner). Ausserdem adventiv im Hafen von
. lm ('° 1 ' 4 )- S. chloräntha ist wie nr. 910 u. 912 eine echte pontische Sandpflanze (sie fehlt in Niederöster-
1 u ^üddeutschland vollständig!), welche namentlich im Weichsel- und Odergebiet, in Posen usw. ziem-
ist. Mit Vorliebe findet sie sich in dürren Kiefernwäldern, an kurzgrasigen, sandigen Abhängen
u ge' ), hier oft in Begleitung von Gypsophila fastigiata, Dianthus Carthusianorum und prolifer,
llene Otites (pag. 290), Centaurea Rhenana, Carex arenaria (Bd. II, pag. 62), Spiraea Filipendula, Peudanum
Oreoselinum, Scabiosa ochroleuca oder suaveolens, Koeleria glauca, Festuca ovina, Phleum Boehmeri, Euphorbia
■ cypanssias, S cleranthus perennis, Ononis spinosa, Armeria vulgaris, Salvia pratensis, Euphrasia lutea, Veronica
') Gr. ylagog (chlorös) gelbgrün und uvd-og (änthos) - Blüte; grünblütig.
Silene longiflora Ehrh.
Habitus
Fig-. 571. ^^^^^^^^^^
Grösse), b Kelch, c Kronblatt, d Kelchsaum (vergrössert).mit Stiel, f Same. — Silene chloräntha Ehrh. g, g\C/3 natürl. Grösse), h Kelch, i Kelchsaum (vergrössert). /.' Kronblatt./ Fruchtkapsel mit Stiel.
( l /:t natürl.e KapselHabitus