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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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weiss bis rötlich. Kronblätter in der Knospenlage dachig (Fig. 566h), meist ohne Krönchen,weisslich (seltener etwas rosarot). Platte tief 2-spaltig (Taf. 99, Fig. 2 a), die Lappen ab-gerundet oder gestutzt, selten gezähnelt. Nagel oben verbreitert. Griffel 3. Kapsel inden Kelch eingeschlossen, breit-eiförmig (fast kugelig), gestielt, im untern Teil 3-fächerig(Taf. 99, Fig. 2 c). Samen am Rande abgerundet, dicht kurz stachelig (Fig. 566 f, g), 1,2 bis1,5 mm breit. V bis IX.

Verbreitet und häufig auf trockenen Wiesen, an Rainen, grasigen Abhängen, anDämmen, Wegrändern, in Laubwäldern, auf Brachäckern, Haferfeldern, auf Kies, Schotter,

im Krummholzgürtel und in denKarfluren der Gebirge, in derKarstheide; von der Ebene bisin die alpine Region (2500 m;die alpine Form bis 3000 m).

Allgemeine Ver-breitung: Fast ganz Europa(nördlich bis Island, Norwegenund Lappland) , gemässigtesAsien (durch Sibirien bis Japan),Ostindien, Nordafrika.

S. infiata ist ein sehr viel-gestaltiger Typus; verschiedene der(namentlich von Reichenbach) aufge-stellten Formen stellen wohl nicht mehrals Standortsformen dar. Als wichtigereUnterarten mögen die beiden folgendengenannt sein:

1. S. Bosniaca (Beck) Handel-Mazzetti (= S. infiata Sm. var. glaücaPreissm., = S. Antelopum Freyn, = S.venosa Aschers, var. puberula Murbeck,,= S. venosa Aschers, var. latifölia K.~Maly, = S. latifölia Hayek nee Poir.necque Rendle et Britten) Fig. 566 c, d.Stengel aufsteigend, bis 1 m hoch, kahl,,ästig. Untere Laubblätter kurz gestielt,verkehrt - eiförmig, in den Stiel ver-schmälert, obere sitzend, eilanzettlichbis breit-eiförmig, spitz, alle blaugrün,,am Rande kurz zähnig-wimperig, sonstkahl. Blüten in + ausgesperrt ästigen, lockeren Trugdolden. Kelch aufgeblasen-glockig, 13 bis 18 mm lang.Platte der Krone am Grunde zweihöckerig (Fig. 566 e). Kapsel so lang als der Stiel, im Kelch eingeschlossen.Zerstreut im südöstlichen Teile von Oesterreich (in Steiermark, Kärnten und Krain) auf Kalk, Serpentin undUrgestein. Diese wohl am besten der S. alpina gleichzustellende Unterart tritt besonders in den Voralpenals Unterwuchs der Fichtenwälder oder in den Karfluren auf, in der Staudenflur des Krainer Schneeberges nachGinzberger zusammen mitRhododendron hirsutum, Pinus montana, LiliumCarniolicum (Bd.II. pag.238).Heliospermapusillum, Anthyllis affinis, Linum Julicum, Gentiana symphiandra, Thymus Balcanus Borb., Cirsium Erisithales etc.2. Silene alpina (Lara,) Thomas (= var. alpina Mert. et Koch, = S. glareösa Jord.. == Cucübalusglaücus Willd., = C. montänus Vest, = C. alpinus Lara.). Fig. 566 a, b. Pflanze niederig, 10 bis 25 cm hoch.Wurzelstock ästig, dicht rasig, oft im Geröll kriechend. Stengel niederliegend oder aufsteigend, nicht seltenkreisförmig-ausgebreitet, kahl, 1- bis wenigblütig. Laubblätter breit-lanzettlich bis eiförmig, 1 bis 2 cm lang,zugespitzt, völlig kahl, die obern sitzend, die untern kurz gestielt. Kelch glockig-aufgeblasen, 12 bis 14 mmlang, meist rötlich überlaufen. Platte der Kronblätter am Grunde undeutlich zweihöckerig (Fig. 566 b), weissoder rosarot, meist violett geädert. Kapsel im Kelch eingeschlossen, länger als der Stiel. Samen 1,5 bis 2 mm

Silene infiata Sm. subsp. alpina Thomas, a Habitus (>/s natürl.b Kxonblatt. subsp. Bosniaca Handel - Mazzetti. c Habitus(1/a natürl. Grösse), d Fruchtkapsel mit Kelch, e Kronblatt. Silene infiataSm. /, g Same (von aussen und im Schnitt), h Diagramm (nach Eichler).

Fif?. S66.Grösse).