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verbreiteten, 6 bis 10 mm breiten, pergamentartigen Perigon fest eingeschlossen(Fig. 557 u, v, w). Flügel der Frucht meist schön gestreift, weiss oder rosarot, verschiedengelappt, die 2 untern meist kleiner. Samen wagrecht, fast kugelig, schwarz, glänzend, miteinem Integument. Keimling kugelig oder kreiseiförmig, schneckenförmig, grün (zuweilendie Keimblätter für sich nochmals schneckenförmig eingerollt [Fig. 557 x, y]). Nährgewebefehlend. — VII bis IX.
Häufig und sehr verbreitet am Meeresstrande, auf den Dünen sowie vereinzelt(z. T. nur verschleppt und vorübergehend) auf Sandfeldern (oft als Unkraut), an sandigenWegrändern, auf Schuttplätzen, an Rainen, Eisenbahndämmen, Flussufern etc. im Binnenlande.
Während S. Kali an der Küste eine eigentliche Salzpflanze repräsentiert, stellt sie im Binnenlandeeine Sandpflanze dar, welche aber nur stellenweise in niederen Lagen (Norddeutschland, um Halle, Vorderpfalz,Rheinebene, in der Dubrawa in Mähren, in der Eibniederung in Böhmen [bei Lobositz, Leitmeritz, Aussig,iTetschen], in Niederösterreich [bis Krems, imMarchfeld] spontan (als var. tenuitolia oder pseudotragus) auftritt.Ausserdem erscheint sie gelegentlich adventiv, so in Deutschland bei Hamburg, Kiel (auf der Kippe), vereinzeltin der Provinz Hannover, in Niedersachsen (Langenoog), mehrfach in Schlesien (Niesky, Rotenburg a. d. OderGrünberg, Breslau, Gogolin), in Posen (Bahnhof Hopfengarten, Bentschen), in Baden (Freiburg, im Sandgebietum Mannheim stark verbreitet), bei Colmar, bei Hechingen, in der Pfalz (Kaiserslautern), Stuttgart (Berg, 1869),um München (bei Puchheim [seit mehreren Jahren] und früher beim Südbahnhof), bei Nürnberg (Gibitzen-hof) etc., in Oesterreich in Mähren (Rakwitz, bei Brunn [1907] etc.), in Südtirol (Kalvarienberg bei Bozen,1905 und 1906 in der var. tenuifolia); fehlt gänzlich in Steiermark (nicht bei Neuhaus), Kärnten, Krain, Ober-österreich und Salzburg. In der Schweiz vereinzelt bei Zürich (1906) und bei der KammgarnfabrikDerendingen bei Solothurn (1907) adventiv beobachtet.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (nördlich bis Südskandi-navien, England, Finnland), Nordafrika, Orient, Transkaukasien, Turkestan, Sibirien (biszur Lena); in Nordamerika und Neu-Seeland eingeschleppt.
S. Kali ist in dem Habitus je nach dem Standorte sehr veränderlich; vom kümmerlichen Kräutleinkommt die Art in allen Uebergängen bis zum kräftigen, umfangreichen, stark verzweigten Busch vor. Als Formenwerden unterschieden: var. tenuifolia Tausch (= S. rosäcea Schkuhr). Pflanze + rauhzackig-behaart.Laubblätter meist fadenförmig. Aehren meist einfach, ziemlich (ca. 1 cm) dick. Früchte einzeln mit denVorblättern abfallend (Binnenlandform). — var. spiculi'fera G. Beck. Pflanze + rauhzackig-behaart. Laub-blätter dicker und steifer. Blütenstände meist aus dichtblütigen Aehren zusammengesetzt, welche als Ganzesabfallen (Hie und da). — var. crassifölia Rchb. (= var. rubella Moqu., = var. pachyphylla C. Koch).Pflanze meist kahl, oft rot überlaufen. Laubblätter sehr dick und sehr steif. Trag- und Vorblätter 3-seitiglang zugespitzt-dornig. Blütenstand meist aus Aehrchen zusammengesetzt, welche zur Fruchtzeit als Ganzes ab-fallen (Meeresküste). — var. mixta Koch. Pflanze rauhhaarig. Blätter meist ziemlich dick. Blätter der Blütenhülleauf dem Rücken gekielt, an den oberen Blüten aber deutlich geflügelt. Flügel gestreift (Hie und da). — var.pseudotragus G. Beck (= S. trägus Rchb.). Pflanze glatt oder seltener zackig-rauh. Laubblätter dünn,fadenförmig, verlängert, bis 6 cm lang. Trag- und Vorblätter (mit Ausnahme der obersten) an der Spitzefadenförmig. Blüten einzeln oder kurze Aehrchen bildend, einzeln abfallend. Blätter der Fruchthülle 3 bismm breit, am Rücken gekielt oder nur an den oberen Blüten + geflügelt (Besonders im Binnenland). — var.g abra Forsk. Pflanze ganz kahl und glatt oder rauhzackig-behaart. Laub- und Vorblätter lang bedornt,latter der Fruchthülle gekielt (Kiel oft dick, zuweilen auch schmal geflügelt, jedoch niemals gestreift),md I ragblätter zur Fruchtzeit sehr stark verdickt, um die Frucht eine harte Kapsel bildend. Aehrchenals Ganzes abfallend.
oalsola Kali gehört an der Küste zu den verbreiteten Dünenpflanzen (vgl. pag. 253); andererseits
e Art auch auf den salzigen Strandwiesen, oft begleitet von Glaux maritima, Spergularia salina,
■"_ 'cus, Atropis distans und maritima, Lotus corniculatus var. tenuifolius etc. Im Weichselgebiet
nach Scholz zu den charakteristischen Bestandteilen der Flora der trockenen Flussufer, wo sie mit
. g p anum, Artemisia campestris,SileneTatarica(pag.290),SisymbriumSinapistrum, Erysimum hieraciifolium,
asa, Oenothera biennis, Convolvulus arvensis, Carex arenaria (Bd. 1, pag. 62) und hirta, Verbascum
_" ' n g er on Canadensis, Echium vulgare, Cynoglossum officinale etc. vergesellschaftet ist. — Die
omogam oder schwach proterogyn. Die Pflanzen sind vorwiegend windblütig, ohne dass jedoch
Insektenbesuch vollständig ausgeschlossen wäre. Die Verbreitung der geflügelten Scheinfrüchte, welche nicht
selten durch das Loslösen der ganzen vertrockneten Pflanzen aus dem Boden erhöht wird, ist eine sehr ergiebige.