mehr aufrecht, oft rutenförmig. Aehren schmäler, öfters verlängert, dichtblütig. Obere Tragblätter 2,5 bis3 mm breit. Früchte 2,5 bis 3 mm lang. — var. remotiflörum Fenzl. Aehren zur Fruchtzeit unten aufeine lange Strecke hin nur beblättert, verlängert oder lockerblütig, nur an der Spitze dichtblütig. — UnbedeutendereFormen sind: f. Simplex Zimmermann. Stengel ganz unverästelt. — f. virgätum Zimmermann. Pflanze vomGrunde an ' n mehrere ganz unverzweigte Stengel geteilt. — f. leptöpterum Aschers. Früchte mit dünnerem,t. Pachypt erum Aschers, mit dickerem Flügel. — Das typische C. hyssopifolium ist in Deutschland mehr-fach beobachtet worden in der Provinz Brandenburg (um Berlin [seit über 30 Jahren], bei Grunewald, Haienseebis Friedenau und Potsdam, bei Werder, Rathenow, Lindow, Eberswalde, Ruppin, Köpenik, Oderberg, Retz), inMittelsachsen (Bürgerholz bei Burg), in Pommern (vorübergehend bei Bahnhof Swinemünde), in Westpreussen(kürzlich bei Schönau von Lehmann neu entdeckt, ferner bei Thorn und Culm), in Ostpreussen (Pillau; kürzlichentdeckt), in Posen (Bleichfelde bei Bromberg), in Hessen (bei Darmstadt, Käfertal [eingebürgert] undbei Arheiligen auf Diluvialsand [ca. 80 m] seit vielen Jahren eingebürgert), bei Mannheim, bei Hamburg(kürzlich festgestellt), im Elsass (Bitsch) und in Bayern (früher bei Augsburg und Lindau). — 2. subsp.macröpterum Fenzl (= C. intermedium Schweigger, = C. pätens Fisch., = C. squarrösum L. ß elon-gätum Hörn.). Fig. 555 g. Blütenhüllblätter gewöhnlich nur 1 (sehr selten 2 bis 5). Oberste Tragblätter derBlüten eiförmig. Staubblätter 1, 3, selten 5. Früchte elliptisch oder fast rundlich, 3 bis 4,5 mm lang, amRande geflügelt. Flügel breit, durchscheinend-häutig (ist mit der subsp. 1 durch viele Mittelformen ver-bunden). — Im Küstensande, an Abhängen der Dünen, auf der Vor- und weissen Düne der Ostsee; in West-preussen (Westerplatte bei Danzig, Plehnendorf, Neufähr bis Kahlberg, Frische Nehrung, Steegen) und in Ost-preussen (Pillau, Königsberg, Kurische Nehrung, Memel). Ausserdem bei Berlin, Sadowa und Schöneberg, inHessen (Darmstadt) und bei Mannheim beobachtet. An der Ostsee gehört C. intermedium stellenweise zu denwichtigen Bestandteilen der Dünenflora der Meeresküste; hier erscheint es in Gesellschaft der meist strauchigenSalix daphnoides Vill. subsp. Pomeranica Willd. (Bd. III, pag. 25), von Salsola Kali (pag. 258), Honckenyapeploides, Cakile maritima, Anthyllis vulneraria var. maritima, Lathyrus maritimus, Hippophaes rhamnoides,Linaria odora, Jasione montana, Petasites tomentosus, Artemisia campestris, Tragopogon floccosus, Hieraciumpilosella, H. umbellatum var. dunale, verschiedenen Gräsern (Agriopyrum iunceum, Elymus arenarius, Ammophilaarenaria, Festuca rubra var. arenaria, Weingaertneria), Juncus Balticus, Polygonatum officinale etc. Nicht mitUnrecht zählt (im nordostdeutschen Binnenland erscheint C. hyssopifolium neuerdings oft massenhaft auf nackten*lugsanden [Bromberg, Culm, Thorn]) Hock diese Unterart — ähnlich wie Linaria odora, Tragopogon floccosus,Mehlotus dentatus, Glaux, Juncus Gerardi, Spergularia salina etc. — zu den „mitteleuropäischen Strand-Steppen-P anzen", welche aus den südosteuropäischen Steppen bis nach Norddeutschland vorgedrungen sind.
Allgemeine Verbreitung: Südeuropa (von Spanien bis Südrussland; die subsp.intermedium in Preussen und in den russischen Ostseeprovinzen), Orient, Transkaukasien,Sibirien, Himalaya, Nordamerika.
885. Corispermum nftidum Kit. (= C. tenue Link, = C. microspermum Host, = C.hyssopifolium L. var. microcärpum Neilr.). Glänzender Wanzensame. Fig. 555h bis n
und Fig. 556 e.
Einjährig, bis 40 cm hoch, sternhaarig, später verkahlend, zuweilen rot überlaufen
( ■ purpurascens Host). Stengel ausgebreitet-ästig. Laubblätter lineal, stachelspitzig,
was fleischig, bis 1 mm breit. Blüten einzeln, 1,5 mm lang, in den Blattachseln zu langen,
unten oft lockerblütigen Aehren vereinigt. Obere Tragblätter breit-eirund bis fast rund,
ic i zugespitzt oder lang zugespitzt, am Rande trockenhäutig, so lang oder kürzer
das h- FrUCht ( Flg - 555 k )> öfters verkahlend. Blütenhüllblätter meist 3 (seltener bis 2),
ki«** 1 " t ? re § Tösser > alle oder die beiden seitlichen zuweilen gelappt (Fio\ 555 i). Staub-blätter 3 bis S TT •• u r
o. rrucnte grün, 3 bis 5 mm lang, eirund, schmal g-eflüg-elt. Flügfel g-anzrandief,an der Spitze 2-zähnig (Fig. 5551, m). - VIII, IX.
en auf Sandfeldern, Brachen, auf Schotter, Flugsand des politischen Florenreiches.
rr p-„„„ a c ■ erreich - mit Sicherheit einzig in Niederösterreich (im Donautale bei Stockerau, Wien bisijr. ünzersdorf, i m M ar ~i,( u \
rr„^„ at , Tiarc nrelde) und angeblich in Nordmähren. In Deutschland adventiv mehrmals im
naien von Mannheim n n j i. ■ .
cun und bei Ludwigshafen beobachtet. Fehlt in der Schweiz.
gemeine Verbreitung: Südöstliches Europa (Südrussland, Serbien, Kroatien,
All
Ungarn (,m Flugsand der Tiefebene], Niederösterreich), Transkaukasien, Sib
inen.