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buchtig gezähnt oder fast ganzrandig, spitz, die mittlem aus spiessförmigem Grunde länglich,die obern länglich oder länglich-lanzettlich, alle zuerst mehlig, später verkahlend, erwachsen
beiderseits grün, glanzlos (seltener mehlig bleibend).Weibliche Blüten wie bei nr. 870 verschiedengestaltet(weibliche z. T. mit Vorblättern, z. T. mit 3- bis5-teiligem Perigon; genau wie Fig. 550 d). Blüten-knäuel zu gedrängten, traubig-rispigen Scheinährenangeordnet. Fruchthülle rundlich-eiförmig, stumpf(seltener etwas spitz), netznervig, 5 bis 15 mmlang, ganzrandig, nur am Grunde verwachsen.Fruchtstiel innerhalb der Vorblätter bis so lang alsdieFrucht (Fig. 550 1, m). Samen aufrecht oder wag-recht, scherbenfarbig bis schwärzlich (Fig. 550n).Keimblätter meistens beiderseits grün. — VII, VIII.Hie und da als Gemüsepflanze (Spinat) inBauerngärten bis in die Alpentäler angepflanzt.Ausserdem — meist aber nur vorübergehend —an wüsten Orten, auf Schutt, Gartenauswurf, Erd-haufen oder in Kiesbetten verwildert.
Als Heimat der Garten-Melde wird vielfach Zentral-asien angegeben. Beck ist jedoch der Ansicht, dass dieGarten-Melde in der Kultur aus A. nitens entstanden ist. Inder Tat sind die Unterschiede zwischen A. nitens und hortensekeine sehr grossen. — A. hortense, welche gelegentlich auchals Zierpflanze angetroffen wird, ändert etwas ab: var. denti-culätum Beck. Untere und mittlere Laubblätter deutlich undreichlich buchtig-gezähnt (Seltener). — var. triangulärePeterm. Untere Laubblätter am Grunde fast gestutzt-dreieckig, gezähnt, obere dreieckig, fast spiessförmig. —var. ovätum Peterm. Untere Blätter eiförmig-elliptisch, am Grunde fast herzförmig, fast ganzrandig, obereeilänglich. — var. obtusifölium Moqu. Pflanze grünlich. Laubblätter sehr stumpf. Vorblätter grösser(Selten). — var. microspermum Moqu. Pflanze grün oder rötlich. Alle Laubblätter fast gleichgestaltet. Vor-blätter kleiner. — f. rubrum (Crantz) Roth. Pflanze (besonders Stengel und Blattränder) + rötlich oder rot.— f. ruberrimum hört. Pflanze tief dunkelrot (Gern auf Ufergeröll). — f. ochroleücum Kuntze. GanzePflanze gelblichweiss.
872. Atriplex litoräle L. (= A. salicinum Gmel., = A. salinum Desv., = A. sulcatum Mich.,= Chenopodium litoräle Thunb., = Schizotheca litoralis Fourr.). Strand- Melde.
Fig. 552 a bis d.
Einjährig, 30 bis 80 cm hoch. Stengel aufrecht, gefurcht, reichlich verzweigt, fastverholzend. Aeste aufrecht, fast rutenförmig. Laubblätter wechselständig, kurz gestielt, auskeilförmigen Grunde linealisch-lanzettlich oder lineal, zuweilen sehr schmal, ganzrandig oderbuchtig gezähnt, hie und da fast gesägt, dicklich bis fleischig. Seitennerven oft kaumsichtbar. Aeste des Blütenstandes oft verlängert, rutenförmig, ziemlich steif aufrecht.Blütenknäuel voneinander entfernt oder die obern gehäuft; die untersten von linealenBlättern gestützt. Alle weiblichen Blüten mit (nichtgeaderten) Vorblättern. Fruchthülleeirund-rhombisch, spitz, reichlich gezähnt, am Rücken durch Zähne, Lappen und zahlreicheWarzen weichstachelig, mehlig, fast bis zum Grunde frei, zuerst schwammig-fleischig, spätertrocken lederig, fast hornartig (Fig. 552 d), schüsseiförmig (innen ausgehöhlt), ca. (3) 5(25) mm lang (seltener noch grösser). Alle Samen aufrecht, mit seitwärts gerichtetemWürzelchen. — VII bis IX.
Fig. 551. Garten-Melde (Atriplex hortense L,.). Phot.E. Pfenninger, München.