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schwach mehlig, kaum bleicher (Selten). — var. pseudorübrum A. Schwarz. Stengel, zuweilen auch die Blätter(letztere besonders, oberseits und unterseits auf dem Mittelnerven) sowie die Blütenhülle karminrot (Selten). —— var. stri'ctum C. Koch. Stengel einfach, gestreift. Alle Samen wagrecht (Orient). — var. uliginösum Beck.Stengel einfach, wie die ganze Pflanze blut- oder amarantrot. Laubblätter sehr klein (Spreite höchstens bis 1,5 cmlang), dicklich, die untersten eispatelförmig, ganzrandig, die oberen eilänglich oder länglich, stumpflich, ausgeschweift,wenig lappig. Aehre endständig, im untern Teil beblättert. Alle Samen wagrecht (Feuchte sandige oder erdigeStellen). — var. pro Stratum Beck. Pflanze grün oder + blutrot. Aeste niedergestreckt, oft verlängert (bis20 cm lang). Blätter kleiner (bis 3 cm lang), bald lappig oder buchtig gezähnt, bald ausgeschweift oder fastganzrandig (Feuchte sandige oder salzige Stellen). — f. hümile Peterm. (= var. divaricätum Moqu., = var.microphyllum Hook, f., = var. pusillum Celak.). Pflanze niedrig, oft winzig klein, + ästig, mit zumeist nieder-gestreckten Aesten. Laubblätter sehr klein (kaum 1 cm lang), seltener länger, meistens länglich-spateiförmig,sehr oft ganzrandig (Feuchter Schlamm, Sand, salzige Stellen). — Ch. glaucum gehört einerseits zu den geselligauftretenden Ruderalpflanzen, welches ähnlich wie Matricaria discoidea immer neue Stellen erobert. In einzelnenGegenden ist dieser Archaeophyt erst in den letzten Jahrzehnten eingetroffen (in Zürich seit ca. 1890). Andrerseitsaber zeigt diese Art eine Vorliebe für salzhaltige Orte der Küstengegenden. Auf Strandwiesen erscheint sie zuweilenin Begleitung von Melilotus dentatus, Trifolium fragiferum, Aster tripolium, Spergula Salina, Lotus tenuifolius, Ery-thraea linariifolia und pulchella, Thrincia hirta, Dianthus superbus, Atriplex patulum und hastatum etc. In West-preussen siedelt sie sich nach Scholz gern an massig feuchten oder meist nur kurze Zeit benetzten Plätzen der Fluss-ufer an, ähnlich wie Juncus bufonius, ranarius (Bd. II, pag. 155, 156) und alpinus, Gypsophila muralis, Herniariaglabra, verschiedene Nasturtien, Chenpodium rubrum (nr. 864) etc. Das Kraut wird vom Federvieh gern gefressen.
864. Chenopodium rubrum L. (= Blitum rubrum Rchb., = B. polymörphum C. A.Mey., = Atriplex rubra Crantz). Roter Gänsefuss. Fig. 546abisg und Fig. 544f.
Einjährig, 15 bis 90 cm hoch, kahl. Stengel aufsteigend oder aufrecht, einfach
oder meist vom Grunde an ästig, stumpfkantig,oft rot überlaufen; grün und weiss oder rotgestreift. Laubblätter gestielt, im Umriss ei-förmig-rhombisch, an dem 3-nervigen Grundekeilförmig, spitz oder ziemlich spitz (seltenerfast stumpflich), buchtig oder + buchtig-gezähnt(seltener tiefzähnig oder ganzrandig), dicklich, un-bestäubt, kahl, glänzend, grün, zuweilen rot über-laufen. Blüten zwitterig und weiblich (Fig. 546b, c).Blütenknäuel zu einfachen oder ästigen, auf-rechten, unten öfters beblätterten, ziemlich dichten,blattwinkel- und endständigen Aehren vereinigt.Perianth 2- bis 5-blätterig, gelblichgrün, kahl(Fig. 546b, c). Blütenhüllblätter ungekielt, abge-rundet, zur Fruchtzeit krautig oder saftig, öfterspurpurfarbig, die zusammengedrückte Fruchteinhüllend (Fig. 546 e). Staubblätter 2 bis 5.Narben 2. Samen im Fruchtknoten meist auf-recht, höchst selten wagrecht, am Rande stumpf-lich, schwarzbraun, 1 mm breit. — VII bis X.
Stellenweise an Dorfstrassen, Häusern,auf Schutt, wüsten Plätzen, an Ufern; in denAlpentälern vereinzelt bis 2000 m (Wallis).
AllgemeineVerbreitung: Süd-undGr.). i Zwitterblüte, c Weibliche Blüte, d Längsschnitt Mitteleuropa (nördlich bis südl. Norwegen),
durch den Fruchtknoten, e Frucht mit Perigon. /, ? Same k r\ • •
(von oben und von der Seite). — ch.capitatum Aschers. Azoren, Orient, Kaukasusländer, gemässigtes
h Habitus (Vsnat. Gr.). i Blüte, k Längsschnitt durch den . .
Fruchtknoten. l,m,n Same (von oben und von der Seite). .ri-Sien.