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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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durch ihre Färbung und dicht gedrängte Stellung sehr augenfällig. Sie duften ausserdem und sondern inden 8 am Grunde der Staubblätter vorkommenden goldgelben, kugeligen Drüsen reichlich Honig ab.Deshalb werden die Blüten von zahlreichen und sehr verschiedenartigen Insekten besucht. Als Unkräuterder Buchweizenfelder ist in erster Linie das nahe verwandte F. Tataricum (nr. 848) zu nennen, ausserdem verschiedene, fast ausschliesslich einjährige Kräuter, wie Setaria viridis und Italica, Capsella Bursa pastoris,Polygonum aviculare. Silene venosa, Stellaria media, Spergula arvensis, Scleranthus annuus, Geranium pusillum,Veronica polita, Vicia hirsuta und angustifolia, Lamlum purpureum, Convolvulus arvensis etc. Von den Un-kräutern scheint nach Schnizlein und Frickinger namentlich Spergula arvensis einen ungünstigen Ein-fluss auf das Wachstum des Buchweizens zu haben.

848. Fagopyrum Tataricum Gärtn. (= F. rotundätum Bab., = F. dentatum Moench,= Polygonum Tataricum L.). Tatarischer Buch we ize n. Franz.: Sarrasin de Tartarie;

engl.: Tartary buckwheat. Fig. 537a bis d.

Einjährig, 30 bis 75 cm hoch (meist höher und kräftiger als nr. 847). Stengelaufrecht, wenig ästig, meist grün, kahl. Laubblätter breit (gewöhnlich breiter als lang),herz-pfeilförmig, fast 3-eckig, zugespitzt, kahl, die untern gestielt, die obersten fast sitzend.Blüten in verlängert-traubigen, mehr einzeln stehenden, unterbrochenen, lockeren Blüten-ständen. Perianth meist grün, ca. 2 mm lang. Früchte schwarz-braun, glanzlos, 5 bis6 mm lang, 3-kantig (Kanten unterwärts stumpf, meist ausgeschweift-gezähnt), 3 mal so langals das Perigon (Fig. 537 c). VII bis IX.

Hie und da als Unkraut in Buchweizenfeldern, auf Aeckern und zuweilen ver-schleppt (in den Südalpen bis ca. 1500 m).

Die Heimat des Tatarischen oder falschen Buchweizens liegt in Sibirien und Zentralasien. Meistenswird er mit den Früchten der vorigen Art eingeschleppt und tritt dannunkrautartig in den Buchweizenfeldern auf. Kurz vor der Ernte lässt ersich schon von weitem unschwer an den grünen (bei F. esculentum istder Stengel zuletzt rot!) Stengeln erkennen. Da er gegen Frost wenigempfindlich ist, wird er vielfach für rauhe und höhere Gegenden empfohlen.Im Puschlav (Südschweiz) liefert er daselbst Zibaria geheissen denPolenta nera. Im allgemeinen liefert aber die Pflanze geringe Erträge. Auchals Bienenpflanze eignet sie sich sehr wenig. Ein Bastard F. esculentum L.X F. Tataricum Gärtn. (= F. Kuntzei Beck) wurde seinerzeit von Kuntzefür die Flora von Leipzig angegeben, dürfte aber sehr zweifelhaft sein.

Die Polygonaceae bilden mit den 3 Unterfamilien der Rumicoideae(Rumex, Rheum, Oxyria), der Polygonoideae (Polygonum, Fagopyrum) undder Coccoloboideae (Mühlenbeckia, Coccoloba) die Reihe der Polygonales.Blüten radiär, homoio- oder heterochlamydeisch. Fruchtknoten oberständig,mit 1 aufrechten (selten umgewendeten) Samenanlage. Laubblätter meist mitNebenblattscheide (Ochrea). Dieser Reihe wird in neuerer Zeit vielfach dieReihe der Piperales (Blüten sehr klein, nackt, ohne Blütenhülle, in Aehren.Staubblätter 3 bis 6 [10], zuweilen weniger. Fruchtknoten oberständig. Nähr-gewebe aus Endosperm und Perisperm bestehend) mit den Familien derU'eraceae (hieher Piper nigrum L., welcher denschwarzen Pfeffer" desHandels liefert [derweisse Pfeffer" wird durch Entfernen des Perikarpsgewonnen], ferner Piper Cubeba L. [liefertKubeben"], Piper Betle L. [dieglatter werden von den Malayen zum Kauen benützt]) und die GattungP romia (von welcher einige Arten in Warmhäusern gezogen werden), der. UraCeae (Saururus Loureiri Decne, aus dem östlichen Asien in Kraine gg bei Laibach] verwildert. Houttuynia cordata Thunb. aus Japanund China mit 4

weissen Hochblättern unter der kurzen Aehre, wird hie undäusern kultiviert, seltener auch Anemiopsis Californica Hook, et»ranthaceae (trop. Asien und Amerika) und der Lacistemona-ceae (trop. Amerika) an gegliedert. Andere stellen diese Reihe an den Kopfder Dikotyledonen.

da in GewächshArn.), Chloi

Fig. 537. Fagopyrum Tatari-cum Gärtner, a, <n Habitus (1/8 nat.Grosse), b Längsschnitt durch dieBlüte, c Frucht (von aussen). i/Quer-schnitt durch die Nuss. F. escu-lentum Moench. e Frucht.