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blätter 8. Aeussere Perianthblätter zur Fruchtzeit breit geflügelt (Flügel häutig, 1 bis 3 mmbreit), am Grunde in den Stiel herablaufend. Fruchtstiele so lang als die Frucht, seltenerkürzer. Frucht mit dem obern Teil des Stieles abfallend, 3-seitig, mit abgerundeten Kanten,glänzend, fast glatt, schwarz, 2,5 mm lang (Fig. 535 c). — VII bis IX.
Zerstreut, aber meist gesellig (oft ganze Strecken überziehend), in feuchten Ge-büschen, Hecken, an Flussufern, in Dünentälern; fast nur in der Ebene und vereinzelt inder Bergregion (bis ca. 1250 m).
Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt ganz im Norden, in Spanien undSchottland), gemässigtes Asien, Nordamerika.
Diese Knöterich-Art ist stellenweise im Ufergebüsch starkvertreten. Mit den beiden Spreizklimmern Galium Aparine undCucubalus baccifer sowie mit Humulus Lupulus, Bryonia, Rubuscaesius, Urtica dioica, Convolvulus sepium, Vicia Cracca, Lathyruspratensis etc. bildet er zuweilen (z. B. in Norddeutschland) dichte,oft schwer zu passierende Bestände. Auf feuchtem, graslosem Bodenstellt er gelegentlich (auf der Pfaueninsel bei Potsdam) zusammenmit Oenothera biennis die einzige Vegetation dar (Buchenau).
Von den ziemlich zahlreich aufgestellten Bastarden lässtsich beinahe das nämliche sagen wie von den Rumex-Bastarden(pag. 185). Auch hier sind verschiedene Kreuzungen höchst zweifel-hafter Natur und stellen z. T. sicherlich nur Formen von Arten dar.Andrerseits sind einzelne Bastarde (z. B. P. Hydropiper X P. mite)äusserst polymorph. Fast alle mitteleuropäischen Bastarde gehörender Sektion Persicaria an, von denen namentlich P. lapathifolium,Persicaria, Hydropiper, mite und minus ein grosses Bastardierungs-vermögen aufweisen. Andere isoliert stehende Arten, wie namentlichP. amphibium, ferner P. Bistorta und viviparum bastardieren dagegenüberhaupt nicht. Von Bastarden sind bekannt: 1. PolygonumHydropiper L. X P. lapathifolium L. (= P. läxum Rchb.).Ochrea kurz gewimpert. Aehre dünn. Laubblätter nur Calcium-oxalat (aber keine Oellücken) enthaltend. Selten in Schlesien (Barsch-dorf bei Liegnitz), Westfalen (Beverungen) und in Mittelsachsen(Delitzsch) beobachtet. Hieher auch P. Metschii Beck (= P. Hydro-piper X P. lapathifolium [nodosum]) sowie die Kreuzung P. HydropiperX P. lapathifolium (tomentosum). — 2. P. Hydropiper L. X P.Persicaria L. Laubblätter sitzend, ca. 2,5 cm breit, vorn all-mählich zugespitzt, nur Calciumoxalat (aber keine Oeldrüsen) ent-haltend. Ochrea neben den + 1 mm langen Wimpern des P. Hydro-piper noch zahlreiche bis 2 mm lange Wimpern des P. Persicaria aufweisend. Blütenstiele drüsenlos. Leit-bündel des Perigons bogig (Selten). — 3. P. lapathifolium L. X P. minus Huds. (= P. Hervieri Beck).Ochrea die langen Haare des P. mite und die äusserst kurzen von P. lapathifolium aufweisend. Blätter etwasbreiter als bei P. mite, die obern sitzend. Scheinähren dünn, etwas überhängend, nur wenig unterbrochen.Selten in Schlesien (bei Liegnitz), in Bayern (Lindenhof bei Althegnenberg) und in der Schweiz (Genf)konstatiert. — 4. P. lapathifolium L. X P. mite Schrank (= P. Sil esiacu m Beck). Stengel kräftig,bogig aufsteigend, an den Knoten verdickt. Laubblätter breit-lanzettlich, beidendig lang verschmälert. Ochreaneben den langen Haaren von P, minus die äusserst kurzen von P. lapathifolium aufweisend. Scheinährenzierlich, schmal, lockerblütig, am Grunde unterbrochen. Blütenstiele glatt. In Schlesien (Nieder Royn, Bisch-dorf, Wallstatt bei Liegnitz, Liebenau) von Figert und in Bayern (Kissing bei Augsburg) von Hollerbeobachtet. — 5. P. Hydropiper L. x P. minus Huds. (= P. subglandulösum Borb.). Stengel undBlätter ungefleckt. Scheinähre länger als bei P. minus, unterbrochen. Perianthblätter spärlich oder verwischt-drüsig. In Schlesien (Liegnitz), in der Neumark und in Westfalen (an der Weser) beobachtet. — 6. P. Hydro-piper L. X P. mite Schrank (= P. hybridum Chaub.). Gleicht nach Beck in der Tracht, im Stengel undin den Blättern dem P. Hydropiper. Tuten am Rande lang bewimpert. Blüten und Küsse kleiner als beiP. Hydropiper. Ist gleichsam ein P. Hydropiper mit mildem Geschmack (Selten). Hieher auch P. oleräceumSchur und P. ex an nulatum Beck.— J. P. Hy dr opip er L. X P. Persicaria L. (= P. intercedens
Fig. 535. Polygonum dumetorum L.a Habitus ('/3 natürl. Grösse), b Scheinfruchtmit gegliedertem Stiel. c Same. — Poly-gonum Convolvulus L. d Scheinfrucht mitStiel, e Same.