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Fruchtklappen und durch die starke Durchblätterung des Fruchtstandes verschieden, von R. conglomeratusdurch die grösseren und deutlich gezähnten Fruchtklappen abweichend. — Selten in Mähren (bei Saitz) undin Niederösterreich (am alten Donaubette bei Wien beobachtet). — 16. R. crispus L. X R. sanguineus L.(= R. Sagörskii Hausskn.). Aeste des Blütenstandes fast blattlos oder die untern von Blättern gestützt,steif aufrecht, oft verlängert. Klappen eirund-länglich, 3 bis 4,2 mm lang, länger als breit, schwielenlos, nureine Klappe eine Schwiele tragend oder alle Klappen ungleiche Schwielen aufweisend, nach dem Grunde zuoft gezähnelt (Stellenweise). — 17. R. Hydrolap athum Huds. X R. obtusifolius L. (= R. WeberiFischer-Benzon, = R. heterophyllus Hansen nee Schultz). Vom Habitus der erstem Stammart, Rispe aber viellockerer. Blüten und Früchte kleiner. Blattstiele der grundständigen Blätter ganz oder bis zur Mitte rinnig, anden stengelständigen alle rinnig, schlaffer als bei R. Hydrolapathum. — Zerstreut in Schleswig-Holstein (am Kanalzwischen Holtenau und Levensau, Kellersee bei Malente, Munkbrarup im Kr. Flensburg), in Mecklenburg undwahrscheinlich bei Lübeck (Schellbruch). — 18. R. obtusifolius L. x R. Patientia L. (= R. erubescensSimonk.). Ist schwer zu erkennen. Als Seltenheit in Niederösterreich (um Wien), in Ungarn, Siebenbürgenund Kroatien beobachtet. — 19. R. obtusifolius L. X R. sanguineus L. (= R. Düfftii Hausskn.). Grund-blätter länglich-eirund, am Grunde gestutzt bis fast herzförmig. Aeste des Blütenstandes reichlich beblättert,steif aufrecht, verlängert. Klappen ungleich beschaffen (eine Klappe mit sehr grosser, rundlich-länglicherSchwiele, die andern mit viel kleineren, oft undeutlichen Schwielen versehen), länglich, an der vorgezogenenSpitze ganzrandig (Selten). — 20. R. odontocarpus Sändor X R. Patientia L. (= R. PannönicusRech.). Einzig in Niederösterreich (bei Moösbrunn) beobachtet. — 21. R. maritimus L. x R. conglome-ratus Murray bezw. var. limosus (== R. Knäfii Celak. = R. Warrenii Trimen). Ausdauernd. Laubblätteram Grunde plötzlich in einen Stiel verschmälert. Blütenquirle im obersten Teil des Blütenstandes aneinander-gedrängt und blattlos. Blütenstiele U/s bis 2 mal länger als die Fruchtklappen (Selten). Hieher auchR. Wirtgeni Beck (= R. Steinii Aresch.). — 22. R. obtusifolius L. X R. limosus Thuill. (= R. Scän-dicus Beck). Einzig aus Schlesien (Seedorf und Annawerder bei Liegnitz) bekannt. — 23. R. conglomeratusMurray X R. pul eher L. (= R. Mureti Hausskn.). Als Seltenheit aus der Schweiz (Lausanne), Englandund dem Balkan bekannt. — 24. R. crispus L. X R. maritimus L. (= R. fallacinus Hausskn.). Ist vonR. maritimus durch die krauswelligen Blätter, durch die voneinander entfernten, z. T. beblätterten Blütenquirleund durch breitere, ungleich gezähnte Fruchtklappen, von R. crispus durch die gezähnten Klappen verschieden.Selten bei Bremen (an der Weser bei Gröplingen), bei Frankfurt a. M. und in Böhmen (bei Klösterle) konstatiert. —25. R. maritimus L. X R. obtusifolius L. (= R. Steinii Becker). Lässt sich von der ersteren Stammartleicht durch die Blattgestalt (Grundblätter breit-länglich, am Grunde schief herzförmig. Stengelblätter ausabgerundetem Grunde lanzettlich, die obern lanzettlich), durch den lockeren Blütenstand und die breiteren,kurzzähnig-wimperigen Klappen, von R. obtusifolius durch die schmäleren Blätter und die pfriemlichen Klappen-zähne unterscheiden (Selten). — 26. R. maritimus L. X R. odontocarpus Sändor (= R. stenophyl-loides Simk.). Nur aus Ungarn und Siebenbürgen bekannt; für Oesterreich unsicher. — 27. R. aquaticusL. X R. obtusifolius L. (= R. Gars ensis Teyber). Kürzlich in Niederösterreich (bei Gars) festgestellt.'—28. R. odontocarpus Sändor X R. obtusifolius L. (= R. Wettsteinii Wildt). Einzig in Mähren (inHaferfeldern bei Saitz) beobachtet. — Sehr zweifelhaft sind die von Brügger aufgestellten Bastarde R. alpinusL. X R. arifolius All. (= R. Brueggeri Gurke) und R. Acetoa L. X R. Acetosella L.
Von Tripelb as t arden sind die folgenden Kombinationen beschrieben worden: R. aquaticus X con-glomeratus x obtusifolius oder R. ambigens X obtusifolius (= R. Thuringi actis Beck). — R. (conglomeratusX maritimus) X crispus (= R. Areschdugii Beck). — R. (conglomeratus X maritimus) X obtusifolius (= R.palustroi'des Simk.). — R. crispus X maritimus X obtusifolius (== R. Heimerlii Beck), in Niederöster-reich (bei Maria-Lanzendorf). — R. (aquaticus X Hydrolapathum) X crispus (= R. Bethkei Abromeit), beiKönigsberg (am Pregelufer) festgestellt. — R. crispus X obtusifolius X sanguineus (= R. Wippraensis K.Wein), kürzlich im nördl. Deutschland (am Germeskoff im Tale der alten Wipper) festgestellt (Allgem. botan.Zeitschrift 1908, pag. 73). — Der von Haussknecht (Mitteil, der geogr. Gesellsch. Thüringen. III [1885], 63)lu S es tellte Tripelbastard R. aquaticus X crispus X obtusifolius wird neuerdings von Beck nur als HybrideR. aquaticus X R. crispus (siehe oben!) betrachtet.
Adventiv wurden ausser den obengenannten Arten in Mitteleuropa vereinzelt beobachtet: 1. R.
'ueephalöphorus L. aus dem Mittelmeergebiet. Fruchtstiele flach, nach oben verbreitert. Innere Perigon-
blatter unterwärts mit borstenförmigen Zähnen (bei Schwiebus [1861], Hafen von Mannheim). 2. R. i n ter m e dius
• aus dem südlichen Frankreich, Italien, Spanien, Balearen. Verwandt mit R. Acetosa (Hafen von Mannheim, bei
" — K - ve sicärius L. aus dem Mittelmeergebiet (Hafen von Mannheim). — 4. R. Brö wnii Campd. aus
■raien (mit australischer Schafwolle 1897 bei der Kammgarnfabrik Derendingen bei Solothurn in der
c weiz eingeführt; auch bei Montpellier konstatiert). — 5. R. Hispänicus Koch (= R. hortensis Vis.).
l er and unbekannt, vielleicht nur eine Kulturform von R. Acetosa. Grösser als nr. 829. Blätter pfeil- oder spiess-
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