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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Aendert etwas ab: var. divaricätus (L.) Koch. Laubblätter herzförmig-länglich, über dem Grundeweder zusammengezogen noch geigenförmig, stumpf, papillös-flaumhaarig. f. micrödus Hausskn. Frucht-klappen 3 bis 5 mm lang, kurzkämmig-gezähnt. Zähne dornig-borstlich, 1 mm lang, höchstens die halbe Breiteder Klappen erreichend, beiderseits 2 bis 3 oder 5 bis 6, zuweilen sehr klein. f. macrödus Hausskn.Fruchtklappen oft grösser, 5 mm lang. Zähne 1,5 bis 2,5 mm lang, gewöhnlich kräftiger, fast dornig, kürzer alsdie Klappenbreite. f. heterödus Beck. Klappen ungleich, die eine grösser, 6 mm lang und beiderseits mit6 bis 9 aufrecht abstehenden, ca. 3 mm langen, dornigen Zähnen versehen, die zwei anderen wie bei derf. macrödus. Schwielen wabig-gezähnt.

819. Rumex aquäticus L. (= R. latifölius Mey., = R. Hippoläpathum Fries nee Huds.,= Lapathum aquäticum L.). Wasser-Ampfer. Franz.: Parelle. Taf. 91, Fig. 1.

Ausdauernd, 90 bis 175 cm hoch. Wurzelstock dick, derbästig. Stengel ziemlichsteif, aufrecht-ästig, gerillt. Grundständige Laubblätter sehr gross (bis 50 cm), breit länglich-eiförmig, 1,5 bis 3,5 mal länger als breit, spitz oder stumpflich, lang gestielt (Stiel rinnig),am Grunde tief herzförmig und abgerundet, am Rande flach oder etwas wellig, zuweilenetwas ungleich gekerbt, die obern länglich bis lanzettlich, stumpflich, kurz gestielt, in denBlattstiel verschmälert, die obersten ungestielt, sitzend, alle frischgrün, unterseits etwasheller. Blüten zwitterig (Taf. 91, Fig. 1 a) oder vielehig-einhäusig (die weiblichen mit ver-kümmerten Staubblättern), in zu einer verzweigten, vielfach rispig-zusammengesetzten, fastblattlosen Scheintraube zusammengestellten Scheinquirlen. Aeussere Perianthblätter ab-stehend, die innern zur Fruchtzeit herzeiförmig, häutig, netzaderig, ganzrandig, etwas an-geschweift oder sogar schwach gezähnelt, schwielenlos (Taf. 91, Fig. lb), 4 bis 8 mm langund 3,5 bis 5 mm breit. Nüsse beidendig spitz, scharfkantig, glänzend, 3 bis 4 mm lang.Fruchtstiele zart, nach der Spitze zu kegelförmig verbreitert, nicht gegliedert. VII, VIII.Zerstreut stellenweise fehlend an Ufern, Bächen, Gräben, an Altwässern, aufquelligen Wiesen; in der Ebene und in der Bergregion.

Allgemeine Verbreitung: Südost- und Mitteleuropa, zerstreut in Westeuropa,Nordasien, Syrien, arktisches Nordamerika.

Diese Art, welche mit R. Hydrolapathum grosse habituelle Aehnlichkeit besitzt (es fehlen ihr aberdie Schwielen) und gelegentlich auch mit ihr verwechselt wird, fehlt stellenweise gänzlich, so z. B. in Kärnten,um Lübeck und im grössten Teile der Schweiz (einzig am Doubs und bei Widnau und Berneck im st. gallischenRheintal; früher auch an der Wutach bei Schieitheim). Im Tief lande gehört R. aquäticus stellenweise zu denauffälligen Bestandteilen der Teichflora und erscheint daselbst in Begleitung von Butomus umbellatus, Nasturtiumamphibium, Peucedanum palustre, Ranunculus Lingua, Peplis Portula, Sagittaria sagittifolia, Carex pseudoeyperus,riparia etc. In Westpreussen gehört sie neben Cirsium silvaticum und Lappa tomentosa var. denudata Langenach Scholz zu den interessanten Hochstauden der Kämpen.

820. Rumex alpfnus L. (= Acetosa alpina Moench, = Lapathum alpinum Lam.).Alpen-Ampfer, Mönchs-Rhabarber. Franz.: Patience des alpes, rubarbe des moines,lampe pappe, rhapontique des moines; engl.: Monk's rubarb; ital.: Rabarboro alpino.

Taf. 90, Fig. 1 und Fig. 523.

Diese Ampferart hat die meisten Volksbenennungen nach den auffallend grossen und breiten Blätternerhalten, denn die bayerisch-österreichischen Bezeichnungen Plotsch'n, Pletsch'n gehören wohl zum Stammeplatt (vgl. g r- n Xaxvq [platys] = breit, flach): Scheissplotsch'n, Sauplotsch'n [als Ammoniakpflanzegerne am Mist wachsend] (Kärnten); Strupf abl ötsch'n [vgl. Rumex obtusifolius] (Niederösterreich); Butter-platschen, Schmalzblätschen [die grossen Blätter dienen zum Einwickeln von Butterballen] (Tirol);Hampletschen (Osttirol); Fo ibispläts chen, Pf ab e splätschen, F ab e splät sehen [der erste Be-standteil soll von roman. foies, foibes (zu lat. fölium) = Blätter abzuleiten sein] (Tirol). Ganz ähnlich gehörendie schweizerischen Bezeichnungen Blacke, Blackte (Graubünden) zuflach" (Schweiz. Blacke = grossesBrett); Süblacketä, Ankäblackä [aleman. anke = Butter] (Waldstätten), Alpblaggä (St. Gallen). Wegender grossen Blätter vergleicht man die Art auch mit dem Rhabarber: Rhabarber (Algäu, Kärnten), Alm-rhabarber wilder Rhabarber, deutscher Rhabarber (Kärnten), Rhabarb er worz el (St. Gallen),

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