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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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804. Thesium divaricätum Jan nee DC. Sparriges Leinblatt. Fig. 515e, f.

Ausdauernd, bis 60 cmhoch (im Habitus ähnlichnr. 802). Grundachse ästig,vielstengelig, ohne Ausläufer.Stengel ziemlich zahlreich, auf-recht oder aufstrebend, ober-wärts rispenartig verzweigt.Laubblätter linealisch, spitz,1- oder schwach 3-nervig.Blütenstand pyramidenförmig,mit abstehenden Aesten. JedeBlüte von 3 am Rande etwasrauhen Hochblättern gestützt;letztere kürzer als die Frucht.Das bis zum Grunde ein-gerollte Fruchtperigon '/s solang als die länglich-walzlicheFrucht (Fig. 515 f). V.

Sehr selten an buschigenAbhängen; nur in O ester-reich.

In Oesterreich als Selten-heit in Tirol (einzig bei Cles), inKrain (z. B. bei Adelsberg) und imKüstenland. Fehlt in Deutschlandund in der Schweiz gänzlich. U

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (von Spanien bis zum Taurus)

Fig. 515. Thesium Linophyllon L. a Habitus, b Blütenzweig, c Blüte kurznach dem Verblühen, d Frucht. T. divaricätum Jan. e Habitus. /Frucht.T. humifusum DC g Habitus, h Frucht. T. pratense Ehrh. h Blüten-diagramm (nach Eichler).

805. Thesium hümile Vahl (= T. diffusum Simk., = T. Dollinerii Murbeck, - T.Graecum Zucc. nee Boiss.). Niedriges Leinblatt. Fig. 516a bis c.

Ausdauernd (seltener 1- oder 2-jährig), 10 bis 20 cm hoch. Grundachse kurz, viel-köpfig. Stengel zahlreich, aufrecht oder aufstrebend, einfach oder wenig ästig, oben etwasrauh. Laubblätter linealisch, 1-nervig, die obern am Rande gezähnelt rauh. Blütenstandeinfach oder wiederholt traubig-verzweigt. Blütentragende Aeste viel kürzer als die Frucht(hig. 516 c). Blüten kurz gestielt, 1,5 bis 3 mm lang, bis zum Grunde eingerollt, jede von3 am Rande nebst den Stielen gezähnelt-rauhen Hochblättern gestützt. Mittleres Hochblattänger als die Frucht, die beiden seitlichen ungefähr ebenso lang (Fig. 516 c). Fruchtekf Chlg ' dem Sten g el fast anliegend, beinahe sitzend, bis über 3 mal so lang als dereingerollte Perigonteil (Fig. 516 b), fast netznervig, mit dem sehr kurzen, zuletzt pyramiden-xormigen Perigonsaum 4 mm lang. IV bis VIII.

oelten auf Brachäckern, an Rainen, auf Weiden; nur in Oesterreich.

Keltschan bei !, Sterre!ch zers treut in Mähren (Znaim, Sokolnitz, Lateiner Berg bei Brunn, Bisenz, Pisek,

südlichen" wf ^ AuSpitz ) und in Niederösterreich (stellenweise im Gebiete der pannonischen Flora im

" T * '^? e ' Becken bei Wr - Neustadt und Katzelsdorf, am Eichkogl, in der Brühl, bei Florisdorf, Lang

Enzersdorf, Ober-Weiden r>i, t. a \ a j , i ,

eiuen, Uornbach, Angern) Aendert ab: var. subreticulätum DC. Frucht mehr

elhpsoidisch, fast nur längsnervig. Fruchtperigon zuletzt walzlich.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, Westeuropa (bis Südengland).

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