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788. Ultnus effüsa Willd. (= U. levis Pallas, = U. pedunculata Fougeroux, = U. ciliataEhrh., = U. racemösa Borckh.). Platter- Ulme. Franz.: Orme cilie. Taf. 86, Fig. 4
und Fig. 496.
9 bis 35 m hoher Baum (Fig. 496). Borke braungrau, z. T. in flachen, dünnen Schichtensich ablösend. Zweige jung ± weich behaart. Knospen schlank, spitz, kahl. Laubblättereiförmig bis rundlich, am Grunde ungleichhälftig, an der grössern Hälfte herzförmig, spitzoder kurz - zugespitzt (Stiel bis 1 cm lang), meistgrösser als bei nr. 786 und kleiner als bei nr. 787,6 bis 14 (17) cm lang und 3,5 bis 9 (12) cm breit,in der Mitte am breitesten, scharf doppelt gesägt,in der Jugend weichhaarig, später oberseits glattoder spärlich behaart, glänzend freudiggrün, unter-seits heller, kurz weichhaarig, fiedernervig (Seiten-nerven jederseits 12 bis 19). Blüten lang gestielt(Stiele fädlich, mehrmals länger als die Blüten),in überhängenden, seitenständigen Büscheln (Taf. 86,Fig. 4 a). Staubblätter 6 bis 8. Früchte rundlich bisbreit-eiförmig, 1 bis 1,2 cm lang, ringsum breitgeflügelt. Flügel am Rande zottig - bewimpert.Same in der Mitte liegend. Griffelkanal so langoder kürzer als der Same. — III, IV.
Zerstreut in Wäldern, in Auen grössererFlüsse, auf Dämmen, in Gebüschen, Hainen, vonder Ebene bis in die Bergregion; fehlt den eigent-lichen Alpen (auch in den Tälern) gänzlich. Ausser-dem nicht selten kultiviert.
In Deutschland in der Ebene ziemlich verbreitet;im nordwestdeutschen Gebiet wild nur vereinzelt, in Hannoverz. B. bei Bischofshol, am Süntel, Herzberg, Scharzfeld, Plesse, Wesertal und im Bremer Wald bei Axstadt, inverbr S ite g " H ° 1Stein Vere ' nZelt ' nördIich bis zur Linie Husum—Schleswig (Prahl). In O est er reich ziemlichL^bn '*! F d hlt nUr ^ V ° rarlber S' Tiro1 und Küstenland gänzlich; in Kärnten sehr selten (Lavanttal und/■tT 1 h h ^ Schweiz sehr zerstreut im Jura in den Kantonen Neuenburg (Chaumont), SolothurnharseriFlud^ntha'irr^ 68 ^ Sch ° nenWerd )' BaseI (Muttenz, Dornach, Schauenburg, Rütihard) und Schaff-„. ' .. . CI 1 " ' e La S ern? Ausserdem nicht selten in Dörfern oder an Gemarkungen angepflanzt.
Em stattliches Exemplar mit 6,35 m Umfang steht nach Pfuhl beim Dorfe Lawicki in Kr. Ostrowo in Posen.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südosteuropa (fehlt in Grossbritannien,
Spanien, im südlichen Italien, Istrien Ori^n^u a ■ ..jr . j .. ,,• i u t • i.
r , xouncii, Griechenland; im südlichen und ostlichen Frankreich
selten; nördlich bis Dänemark), Kaukasus.
CCXVII. CeltlS 1 ) L. Zürgelbaum. Engl.: Xettle tree, hackberry.
Die Gattung umfasst ca. 12 bis 15 Arten, welche in der nördl. gemässigten Zone verbreitet sind. In
üuropa einzig nr. "89 (mit menterranem Charakter) C T^,,,„ t ■ i.-- T / „ . ... ___, „ .
Q* w c .,- r!. , , J j ,^, ■ ,«"«er;, u. 1 ourne f ortu Lam. (= C. orientälis Mill., = C. äspera
btev.) in Sizilien, Griechenland und Klemasien (bis Kurdistan! nnri r o„ • ■ ,„.„j • t, i ■ ^^ T-v ' , v ^uiuisianj una c.C au casica Willd. m Bulgarien, Ostrumelien,
Kaukasus etc. C. occidentahs L. aus dem atlantischen NorH»™»ni-. • a ■ o-j j «, , *i, u
..... , »uowien i>oraamenka wird im Süden der Alpen gelegentlich
kultiviert und deshalb hie und da (Steiermark: am Grazer Scrme P h P ,-„„ i • -\t u n—a u ■ D i
„. v UCT ^cnneeberge, bei Marburg, Tuff er. bei Breslau, in
•Böhmen bei Welwarn) auch halb verwildert angetroffen. Von nr 7sq , „*. i -j .. ■ , ,-. -j ^ ,• j u
, . s ""'"-"• von nr. /sy unterscheidet sich C. occidentahs durch
kleinere, reif orange- bis rötlichbraune, nicht wohlschmeckende Früchte.
>)Bei Plinius (Hist. nat. XIII, 104) Name eines in Afrika und („in veränderter Form") in Italien vor-kommenden Baumes, den er auch „lotos" nennt.
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Fig. 4%. Flatter-Ulme (Ulmus effusa Willd.),beim Bahnhof Neustadt in Württemberg (Stamm-umfang: 200 cm). Phot. O. Feucht, Stuttgart.
Hegi, Flora Bd. III.
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