Druckschrift 
3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
Entstehung
Seite
83
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

83

fast doppelt-kerbig gesägt (Fig. 480 c), jederseits mit 4 bis 5 (6) Seitennerven, 10 bis 35(45) mm lang und (5) 8 bis 25 (30) mm breit, unterseits kaum heller als oben, kurz gestielt(Stiel kahl, 2 bis 5 mm lang), fast nur jung zerstreut behaart, später ganz kahl oderunterseits in den Nervenwinkeln mit einzelnen Haaren. Alle Kätzchen aufrecht, diemännlichen schlanker. Fruchtkätzchen kurz gestielt, eirund bis zylindrisch, 10 bis 15 mm langund 5 bis 8 mm dick. Seitenlappen der Fruchtschuppen fast gleichlang wie der Mjttellappen undwenig abstehend (Fig. 480 d). Fruchtflügel 1 / i bis l /s so breit als die Frucht (Fig. 480 e). IV, V.Zerstreut in Moorwiesen, Erlenbrüchen und in vorzugsweise Flachmooren (seltenerHochmoore).

In Deutschland im Südenzerstreut in Baden und Württemberg(im Alpenvorland bis Dietenheim an derHier [früher bis Langenau], Federsee-gebiet, Pfullendorf, Klosterwald, Katzen-thaler See; in der Baar auf dem Dürr-heimerMoor, BirkenriedbeiPfohren, Zoll-hausried etc.; bei Heidelberg angepflanzt),in Bayern (zerstreut auf der Hochebene;nördlich bis ins Donaumoos); in Nord-deutschland im ostlichen Gebiet zerstreut,im westlichen (fehlt ganz in Oldenburg,Bremen, Westfalen, Hannover)selten, süd-östlich bis Mogilno in Posen, Bromberg(Slesin), Czarnikau, südlichbis Arnswalde,Oranienburg, Malchin, westlich bis Lauen-burg (Sachsenwald [wohl verschwunden];dagegen imDelvenautal)und bis zur Zins-burger Schleuse (Besenhorster Wiesen) inHolstein. In Ostpreussen zerstreut (ca.17 Standorte), in Westpreussen sporadischöstlich derWeichselindenKreisenBriesen,Strasburg, Löbau und Stuhm, westlich derWeichsel in den Kreisen Schwetz, Tuchel(häufig in der Tuchlerheide), Konitz, Fla-tow, Dt. Krone, Putzig, in Posen bei Brom-berg, Ciszkowo und Mogilno, in der Pro-vinz Brandenburg (vereinzelt bei Oranien-burg, an derlhna bei Reetz, bei Arnswalde,Grüneberg und auf den Blasdorferwiesenbei Jamlitz bei Lieberose [1904 vonE. Ulbrich entdeckt] in der Nieder-lausitz), selten in Pommern (Stepenitz,Rötzenhagen, Greifswald, Stettin, Dar-gebanz) und in Vorpommern (Recknitz,Demmin, Anklam, Jützkranz) und inMecklenburg (Marlow, Neubrandenburg,Malchin, Tessin). In O esterreichzerstreutals Seltenheitin SaIzburg(Schlee-dorter Moor [ob noch?]; angeblich auchauf dem Glanegger Moor und Bundschuh

i ^ungau), inMähren (um Kloster- HradischbeiOlmütz; in letzterer Zeit nicht mehr beobachtet) und in Kärnten (einzigbeiSt.LorenzeninderReichenau, 1500 m). Für Vorarlberg, Oberösterreich, Steiermark und Tirol sehr fraglich. InderSchweiz einzig im Anschluss an das Bodenseegebiet im Kanton St. Gallen (zw. Breitfeld und Abtwil). Vgl. Fig. 479-

Allgemeine Verbreitung: 1. Mitteleuropa (besonders am Nordrande der Alpen).2. Norddeutsch-russisches Gebiet (vom mittleren Russland westwärts bis Mecklenburg,

ygS/sgv,

Fig. 480. Betula hurnilis Schrank, a Zweig mit weiblichen, b mit männlichenKätzchen. c Laubblatt. rf Fruchtschuppe. e Frucht. f und g Blättervon Betula pubescens Ehrh. var. Carpatica Koch, h Zweig mit weib-lichen Kätzchen von B. pubescens X nana. / Fruchtschuppe von diesemBastard, k Stengelquerschnitt von Alnus glutinosa Gaertn., « von A. vi-ridis DC. / Erlenknöllchen. m Querschnitt durch das Zellengewebe mit Pilz-fäden (Originalfigur von Dr. Gentner), o und J> Zellengewebe aus den Knöllchenvon A. viridis (Originalfiguren von Dr. Wol p ert). q Diagramm der männlichen,r der weiblichen Blütengruppen von A. glutinosa (d Tragblatt, a, ß Vorblattder Mittelblüte, a\ ß' Vorblatt der Seitenblüten, p Perianth). 5 und t Längsschnittdurch den Fruchtknoten und die Samenanlagen mit chalazogamer Befruchtungvon Betula (Js Pollenschlauch, m Mikropyle, ch Chalaza; schematisiert nach

Na was chin).