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sehr kurz gestielt (Stiel 1 bis 2 mm lang), rundlich, fast kreisrund oder etwas breiter alslang, stumpf, zierlich stumpf gekerbt, kahl, mit unterseits deutlich vorspringendem Ader-netz, 0,4 bis 1,2 (1,5) cm lang und 0,5 bis 1,5 cm breit, jederseits mit 2 bis 4 Seitennerven, dieuntern klebrig, unterseits zerstreut behaart, später kahl, oberseits dunkel-, unterseits hellgrün.Männliche Kätzchen sitzend, aufrecht, kurz walzlich, 0,5 bis 1,5 cm lang, mit braunen Trag-blättern. Staubbeutel gelb (Taf. 84, Fig. 4 a). Fruchtkätzchen sehr kurz gestielt, eiförmig-länglich, hellbraun, 7 bis 10 mm lang und bis 5 mm dick. Fruchtschuppen keilförmig,ungeteilt oder oft bis zur Mitte, seltener darüber hinaus gelappt. Fruchtflügel mehrmalsschmäler als die Frucht (Taf. 84, Fig. 4b und c). — IV, V.
Zerstreut und selten in Hochmooren, Moorwiesen, Torfbrüchen (vgl. Fig. 479).
In Süddeutschland (und inBöhmen) einzig im südlichen Bayern(Reicholzriedermoor bei Memmingen,Dietmannsried bei Kempten, Rotenbuch,zwischen Schongau und Peiting [Graf zuLeiningen, 1906], Rechetsberg bei Weil-heim [Schinnerl], Gallerfilz bei Bernried[C. F. Arnold], bei Penzberg [Hammer-schmid], Schönramerfilz bei Laufen; dieAngaben zw. Stepperg und Ening beiGarmisch und um Eschenlohe sind zustreichen). Im Mittelgebirge zerstreut imBöhmerwald (im Seefilz bei Aussergefild1050 m, im obersten Moldautal bei Fürsten-hut, Kuschwarda, Wolfsaue bei Christians-berg und Schattawa), im böhm. Erzgebirge(unter dem Spitzberge b.Gottesgab 1000 m,bei Ab ertham, Kranichsee b.Frühbuss, beiPressnitz, Sebastiansberg, Raitzenhain),Isergebirge (Iserwiese, um d. Kobelhäuser)in den Sudeten (Seefelderder Hohen Meusebei Reinerz [hier jetzt spärlicher], Heuscheuer) und im Harz (Brocken: Torfhaus, Lerchenfeld). In Norddeutsch-land sehr vereinzelt in der Provinz Hannover zwischen Bodenteich und Schafwedel im Kr. Uelzen (hier 30. Juli 1902von F. Plettke entdeckt; ob aber wirklich ursprünglich?) und in Westpreussen (Drewenzwald unweit Gollub beiNeu-Linum im Kr. Kulm [hier 1900 von Effenberger und Holzerland entdeckt]; früher [1837] auch bei Gzin [Kisin]südwestlich von Kulm angegeben); für Ostpreussen fraglich (angeblich bei Osterode). In Oesterreich vereinzeltin Böhmen (siehe oben), in Niederösterreich (bei Karlstift und Altmelon an der böhmischen Grenze), Oberösterreich(angeblich im Mühlkreis und Könauer Torflager bei Weissenbach; aber sicher nicht bei Gstoder!), Steiermark (inden Zentralalpen von 1500 bis 1900 m: Lasaberg, Einötzen, Einach, Payeralpe auf dem Gstoder bei Murau,Turracher Alm, Rinsennock, Eisenhut, in den Seetaler-Alpen, besonders am Winterleitensee), in Kärnten (nachScharfetter [briefl.] im Urgebirge: Lorenzen in derReichenau, vom Turrachersee zum Rinsennock 2050 m, Flatnitz,am Pasterzenweg), in Krain (kommt nach Paulin [briefl.] sicher nicht vor), in Tirol (Wildmoos bei Seefeld; kaumunter dem Waxegg-Gletscher) und in Vorarlberg (Lech, ob dem Weiler Tannberg). Fehlt in Oesterreich vollständignur in Schlesien, Mähren, Salzburg und im Küstenland. In der Schweiz namentlich im westl. Jura (la Brevine,allee de Joux und des Rousses, östlich bis in den Berner-Jura), in den Voralpen von Bern (Schwarzenegg bei Steffis-ur g) undFreiburg (Champoetys, Semsales, Säles, le Lussy) u. bei Einsiedeln (Roblosen); für Tessin (Bosco) sehr fraglich.
Allgemeine Verbreitung: Nördliches und arktisches Europa (Schottland, ganzNorwegen, Schweden [im Süden nur bei Urshult in Smäland], Spitzbergen [bis 78° 15' nördl.Breite. Fehlt auf den Faer-Oer, auf Jan-Mayen und König-Karlsland |, Ural, Finnland, russischeJstseeprovinzen [besonders in Esthland und in Nord-Livland, Insel Moon|, Norddeutsch-land, zerstreut im Mittelgebirge, im Schweiz. Jura und in den Alpen), arkt. Asien (östlichbis zur Behring ss t rasse ) ) nördl. und arktisches Amerika (von Alaska bis Neu-Fundland;an der Westküste von Grönland bis 74° 18', an der Ostküste bis 73° 45' nördl. Breite).Vgl. Fig. 479 und 481.
Fig. 478. Zwergbirke (Betula nana L.). Phot. Regierungsrat Eigner, Speyer.