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Feuchtigkeit im Boden (allerdings meidet sie sehr nasse Standorte oder bleibt mindestens klein); whklich gutscheint sie nach v. Leiningen vor allem auf entwässerten Mooren zu gedeihen. Auf trockenen Sandbödenfehlt sie (im Gegensatz zu nr. 772) vollständig. Unter dem Schutze der Birke gedeihen Nadelhölzer (Fichte,Kiefer, Bergföhre) sehr gut; nicht selten tritt sie auch in Mischung mit diesen Arten auf. Allerdings ist die Ver-gesellschaftung keine endgültige, sondern verändert sich je nach den Licht- und Nährstoffbedürfnissen (dieKiefer ist gleichfalls eine Lichtholzart, die Bergföhre dagegen eine Halbschatt- und die Fichte eine Schattholz-art) zugunsten der einen oder andern Holzart. Auf den oberbayerischen Filzen, auf den Hochmooren desSchweiz. Juras usw. gehört sie zu den niefehlenden Bestandteilen der Vegetation und trägt in hervorragenderWeise zur Physiognomie dieser Formation bei (Fig. 475). Als wichtige Begleitpflanzen kommen in Betracht:Pinus montana, Rhamnus frangula, Vaccinium uliginosum, myrtillus und vitis idaea, Calluna, Andromeda poli-folia, Eriophorum vaginatum (vgl. Bd. II, pag. 19), Salix repens (pag. 32) und aurita, Drosera rotundifolia,Comarum palustre, Oxycoccus paluster, Populus tremula etc. Da B. pubescens viel Bodennässe erträgt, ist siebesonders zur Aufforstung von bruchigen Bodenflächen geeignet (über die weitere Verwendung, über dieBiologie etc. vgl. nr. 772).
772. Betula verrucosa Ehrh. (= B. pendula Roth, = B. alba L. ex parte,= B. lobulätaKanitz, = B. rhombifolia Tausch, = B. maior Gilib.). Rauh-Birke, Weiss-, Hänge-,Harz- oder gemeine Birke. Franz.: Bouleau, B. verruqueux, B. commun, bouillard, boisä balais; ital.: Betula, betulla bianca, bedollo, bidillo, beola. Fig. 476a bis n, Taf. 84,
Fig. 3 b bis d und Fig. 477-
Bis 26 (30) m hoher Baum, seltener strauch-artig. Rinde schneeweiss, meist in horizontalenStreifen sich abschälend, bald sich in eine schwarze,steinharte Borke verwandelnd, welche bis in dieKrone reicht. Zweige zuletzt meist hängend. JungeZweige (besonders die Wasserreisser oder Lohden)ziemlich dicht mit warzigen Harzdrüsen besetzt(Fig. 476 c, d, e), ausserdem kahl (die Wasserreiserjedoch zuweilen kurz zottig); die alten Zweigekahl, oft drüsenlos. Laubblätter aus breit-keil-förmigem Grunde dreieckig-rhombisch, mit nichtabgerundeten Seitenecken, dünn, + klebrig, sehrrasch verkahlend, oben lebhaft, unten heller grün,scharf doppelt gesägt, 4 bis 7 cm lang und 2,5 bis4 cm breit, gestielt (Stiel kahl, 2 bis 3 cm lang).Männliche Kätzchen sitzend, länglich-walzenförmig,hängend (Fig. 476 b), bis 10 cm lang. WeiblicheKätzchen gestielt, zylindrisch, ausgewachsen 2 bis4 cm lang und 8 bis 10 mm dick (Fig. 476 a), dicht-blütig, zuerst gelbgrün, später hellbraun. Frucht-schuppen bräunlich, behaart oder kahl. Mittel-lappen klein, kurz dreieckig, kürzer als die breiten,stets zurückgebogenen Seitenlappen (Taf. 84, Fig. 3 cund Fig. 476f). Fruchtflügel halboval, 2 bis 3 malso breit als die Frucht (Taf. 84, Fig. 3 d undFig. 4761, m). — IV, V.
Sehr häufig und verbreitet an trockenenStellen in Laub- und Nadelwäldern, an Wald-rändern, auf Wiesen, trockenen Mooren, an buschigen
Fig. 476. Betula verrucosa Ehrh. a Zweig mitreifen Fruchtstünden. b Zweig- mit männlichen (a) undweiblichen (b) Blütenkätzchen, c Zweig mit Harz-drüsen, d Ein Stück desselben vergrössert. e Schnittdurch eine Harzdrüse (nachHempel und Wilhelm)./ Fruchtschuppe. g Weiblicher Teilblütenstand.h Derselbe nach Entfernung der Blüten, i MännlicherTeilblütenstand. k Derselbe nach Entfernung- derStaubblätter. / Same, vi Querschnitt durch denselben.n Längsschnitt durch eine junge Frucht. — Betulapubescens Ehrh. o Behaarter Zweig. J, Ein Teildesselben vergrössert mit Querschnitt. (/ Frucht-schuppe, r Same. — d Tragblatt. a. ß Vorblätter.p Perianthblätter,