Druckschrift 
3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
Entstehung
Seite
65
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

65

Aecker vorschiebt, neuerdings als Alleebaum entfernt. P. Italica ist gegen Fröste und gegen die Winterkälteviel empfindlicher als ihre Stammart. Vom Sturme wird sie leicht niedergeschlagen; auch der Blitzgefahrnamentlich im Freistande ist sie viel mehr ausgesetzt (wird deshalb oft bei einsamen Höfen angepflanzt).In Kreuznach (bei der Elisabethquelle) existieren Pyramidenpappeln von 41 m Höhe und 4,3 m Stammumfang. Zwischen der P. Italica und P. nigra gibt es zahlreiche Uebergänge (namentlich in Frankreich, am Mittel-rhein, in Ungarn beobachtet). Von Bastarden sind zu erwähnen: P. alba L. X P. tremula L. (= P. canescensSm., = P. hvbrida Bieb., = P. Steiniäna Bornm., = P. Bachofenii Wierzb.). Ziemlich grosser, bis 10 m hoherBaum. Aeste und Knospen dünn graufilzig. Blätter von sehr wechselnder Gestalt, weissfilzig behaart, zuweilenfast ganz kahl. Tragblätter vorn etwas eingeschnitten. Angepflanzt (meist wenig oder gar keine Wurzel-schösslinge) und wohl auch wild (z. B. Donaugebiet in Bayern).

35. Fam. Betuläceae. Birkengewächse.

^ Holzpflanzen mit spiralig- (anfänglich immer) oder 2-zeilig gestellten, rundlichenoder eiförmigen (seltener länglich-lanzettlichen), meist gesägten oder gezähnten, ungeteiltenLaubblättern. Nebenblätter frei, gewöhnlich frühzeitig abfallend. Blüten normal ein-geschlechtig, einhäusig. Blütenhülle fehlend oder einfach, hochblattartig, frei oder vereint-blätterig. Männliche Einzelblütenstände (Trugdöldchen) 1- bis 3-blütig, zu langen, walz-lichen Scheinähren (Kätzchen) vereinigt (an der sehr biegsamen Spindel stehen meistspiralig angeordnet die Tragblätter, in deren Achseln typisch sich je eine dichasialeBlütengruppe mit 6 Vorblättern [Fig. 473 d] vorfindet. Davon geht nicht selten die Mittel-blute, gelegentlich auch die beiden Seitenblüten, durch Abort verloren [Fig. 473fß. MännlicheBluten dem Tragblatt stets (einzeln) aufgewachsen, mit oder ohne Vorblätter. Staubblätter 2 bis12 (zu jeder Einzelblüte gehören also 2 bis 4 Staubblätter), häufig (zuweilen auch die Staub-fäden) gespalten, 2-teilig (Taf. 83, Fig. 3b; Taf. 84, Fig. 2c, 3b), vor den Perigonblätternstehend (Taf. 77, Fig. 36). Weibliche Blütenstände 3- (Fig. 473 d) oder durch Fehlschlagender Mmelblüte 2-blütig (Taf. 77, Fig. 25, 29,37; Taf. 85, Fig. 3 c), zu kürzeren (bei Corylus knospen-artigen) Scheinähren vereinigt. Weibliche Blüten in den Achseln des Tragblattes, mit 2 (Betula),4 (Alnus) oder 6 (Coryleen) Vorblättern. Blütenhülle fehlend (Betula) oder von + zahl-reichen, zahnförmigen, am Grunde meist verwachsenen, kelchartigen Blättchen gebildet.Fruchtknoten unterständig, aus 2 Fruchtblättern gebildet, am Grunde 2-fächerig, mit2 fadenförmigen, freien Narben. Früchte einsamige, nussige Schliessfrüchte mit lederig-holziger, glatter oder längs-gerippter Schale (zuweilen auch drüsig punktiert), meist von denKesten der Narbe bezw. der Blütenhülle gekrönt, gewöhnlich seitlich zusammengedrückt,zuwe.len geflügelt (Taf. 85, Fig. 1 c), entweder (Betula, Alnus) zu 2 bis 3 in der Achsel eines 3- bisö-lapptgen, schuppenartigen, später zuweilen verholzten Gebildes (dieser ist durch Verwachsungües iragblattes mit den 2 bis 4 Vorblättern hervorgegangen) stehend oder + vollständigl^arpmus, Ostrya, Corylus) von einer Hülle oder Fruchtbecher (dieser ist aus den mit--inander verbundenen Vorblättern entstanden) umgeben. Samen ohne Nährgewebe, fast

awT- e f ,mHng bestehend - Keimblätter fleischig (Fig. 473g), reichlich fettes Oel,aber keine Stärke enthaltend.

Arten über'schr^'"^" 6 " ^k^"" '"* aUSSchliessIich der nördlich gemässigten Zone an; nur wenigeoder in der CWn" d fi " den ^ 3UCh im wärmere " A ^n (vom Himalaya bis Ost-Bengalen)

Zentralchina In 7, ^ MeXlk ° ^ Ar S entinien - D ^ reichste Entwicklung zeigen die Gebirge von

ann folgen das Mittelmeergebiet und Nordamerika. Alle Vertreter sind als laubabwerfende,oder Sträucher zu bezeichnen. Ausser den 5 in Europa vertretenenöstl. Mongolei" 1 ",,! 0 k ?t °* rp ' mUS verwa "dte Gattung Ostryöpsis (einzig O. Davidiäna Decne.an sich schon leichten S ° rdChlna > ZU dieSer Familie - Die Verbreitung _ der fast durchweg (vgl. Corylus)

Scheinfrüchte noch weseTn d " rCh ^ Wi " d U " d Wird dUr ° h die Rand nügel oder die grossen Hüllen derverschleppt. Der Pollen -7, . g ,t, * fc Die Früchte von Corylus werden wahrscheinlich häufig durch Tiere* ollen smkt ,m Wasser schnell unter, erzeugt daher nie eine Wasserblüte

11 e ifi. Flora Bd. II!.

59a

windblütige und einhake" Mume'

Gattungen gehörtin der