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zugespitzt, bleibend. Zweige dünn, zäh, biegsam, tief violett- oder rotbraun, oft prächtig bereift. Kätzchenkleiner und dünner als bei nr. 741, voneinander entfernt. Da diese Art mit sehr geringen Böden vorlieb-nimmt, wird sie sehr oft zur Befestigung von Flugsandgebieten oder von Dünen (Ostseeküste, Ostseeprovinzen)sowie an Eisenbahndämmen angepflanzt. Auch als Kulturweide findet sie nicht selten Verwendung. —4. S. cordäta Mühlenberg (= S. hastata hört.) aus dem nördlichen Amerika. Verwandt mit S. hastata.Unteischeidet sich aber von allen verwandten Arten sofort durch die am Grunde oder bis zur Hälfte ver-wachsenen Staubblätter. In Mitteleuropa angepflanzt, selten auch verwildert (um Berlin). — 5. S. lasiändraBenth. aus Nordamerika. Gehört wie die folgende zur Gruppe Pentandrae (Blätter aber bei beiden lang zu-gespitzt, nicht [wie bei S. pentandra] mit kurzer Spitze). Nebenblätter klein, halbherzförmig, hinfällig. Trag-blätter an der Spitze gezähnelt. Staubblätter 5 bis 9. Fruchtknotenstiel bis 2 mal so lang als die hinteTeDruse. — 6. S. 1 ü c i d a Mühlenb. aus Nordamerika. Aehnlich der S. pentandra, aberBIätter mit breiterem, elliptischemGrunde. Nebenblätter rundlich- herzförmig, oft bleibend. Tragblätter ganzrandig. Fruchtknotenstiel ungefähr solang als die hintere Drüse. Wie nr. 5 in Mitteleuropa zuweilen angepflanzt und selten verwildert. —7. S. adenophylla Bebb. (= S. syrticola Fern.). Eukalyptus-Weide. Engl.: Furry willow. Heimat: Nord-amerika. Gehört zu der in Mitteleuropa nicht vertretenen Sektion Adenophyllae. Zweige, Knospen und Blätterdicht, lang anliegend, weiss seidig-zottig. Nebenblätter gross.— 8. S. nigra Marsh, aus Nordamerika. — Nurganz vereinzelt werden in Kultur angetroffen: 9. S. chloröphylla Anderss. aus Nordamerika (im Gebirgebis 3500 m). — 10. S. pyrolaefölia Ledeb. aus Sibirien. — 11. S. Medemii Boiss. aus Nordpersien undArmenien. — 12. S. Pierötii Miq. aus Japan. — 13. S. Sitchensis Sanson. Prächtige Zierweide mit schimmerndbehaarten Blättern.
CCVII. Pöpulus 1 ) L. Pappel. Franz.: Peuplier; engl.: Poplar, Aspen; ital: Pioppo.Fast stets baumartige, schnellwüchsige, zweihäusige Bäume. Zweige mit Gipfel-und Endknospen. Mark der Zweige 5-strahlig. Laubknospen von mehreren gewöhnlichsehr harzreichen Schuppen umhüllt. Laubblätter spiralig angeordnet, gewöhnlich langgestielt, 3-eckig, elliptisch, herz- oder eiförmig, nur selten linealisch oder lanzettlich. Neben-blatter sehr hinfällig. Blütenstände ährenförmige Trauben (Kätzchen), zylindrisch, zuletzthangend, stets vor den Blättern erscheinend, am Grunde nicht beblättert. Tragblättergezähnt oder zerschlitzt (Tai 83, Fig. 1c; Taf. 77, Fig. 23), kahl oder zottig bewimpert.Bluten am Grunde von einem becher- oder krugförmigen, schief abgestutzten Diskus^ig. 470b, h) umgeben (wird von Velenovsky als ein Perigon + Vorblatt angesehen).Staubblätter stets mehr als 2, d. h. 3 bis 30. Fruchtknoten aus 2 Fruchtblättern gebildet, ge-stielt. Griffel kurz. Narben meist 2, seltener 3 oder 4, gewöhnlich 2-teilig (Fig. 470 b, h). Frucht-kapsel kahl, meist 2-, seltener 3- oder 4-klappig aufspringend (Taf. 77, Fig. 44, Fig. 470 k, i).bamen zahlreich (Fig. 470 d), mit Haarschopf (Fig. 4701).
. Die Gattung Populus umfasst gegenwärtig über 100 Arten, die in den gemässigten Zonen beider
ähnTich "l ^ in ° stasie " u " d Im Atlantischen Nordamerika) vorkommen. Aus dem Tertiär sind,
en 1C1 Wle . dCr Gattun S Salix . mehrere Arten (darunter namentlich die formenreiche P. mutäbilis Heer,g verwandt mit P. Euphrätica Oliv.) bekannt geworden. Ausser den 3 einheimischen Arten werden in Mittel-pa einige Arten (ausserdem auch hybride Formen) als Nutz-, Allee- oder Zierbäume kultiviert, namentlich:Cotton rt J 1S M ° enCh (= P " delt ° l ' deS Mar8h - = P-Mariländica Poir.). Kanadische Pappel. Engl.:
scheide . °°i ' "" at: Atlanti sches Nordamerika. Verwandt mit P. nigra und von ihr nur schwer zu unter-
(wie bei'd <T F ; ÜhjahrSlaub fahlrot < bei P- nigra vollkommen grün). Jüngere Aeste (Langtriebe) jedochunteren Ritt H " ^ V °" K ° rkri PP en ± kanti S> m * bis linsengrossen, intensiv weissen Flecken. Diebildend! Rl Z f T g ewöh »"ch vorgezogen (der Vorsprung am Blattstiel meist einen rechten Winkel
Narben meist 3h , 'V er ^^ leUChte " d r0t < bei P " ni S ra S rün )- Blüten kurz vor den Blättern erscheinend,■ange (namentr ü" 2 ^"^ zurÜck S erollt > am Gr ™ d « mit aufgerichteten Lappen. - Wird bei uns schon
Erträge (ist , be i WeibUchen Exem P lare ) ^ Alleebaum und als Nutzholz kultiviert. Sie liefert höhereund ihres schnell J md bruch>g) als P. nigra und verdrängt letztere vielfach wegen ihrer Anspruchslosigkeit
Durchmesser 3 eren Wachstums - D,e S™sste und älteste kanadische Pappel in Deutschland (Höhe 39,50 m,zum Opfer. -1 ^'^ ub,klnhalt 5 ? kbm ) bei Karlsruhe-Beiertheim fiel kürzlich (31. Jan. 1908) dem Bahnhofbaupoplar, Necklare ' i' monlllfera Ait - (= p - Virginiäna Fougeroux). Rosenkranz-Pappel. Engl.: VirginianPoplar. Heimat: Oestliches Nordamerika. Der vorigen Art sehr ähnlich. Blätter am Grunde
') Name der Pappel (Populus nigra) bei den Römern.