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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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zugespitzt, bleibend. Zweige dünn, zäh, biegsam, tief violett- oder rotbraun, oft prächtig bereift. Kätzchenkleiner und dünner als bei nr. 741, voneinander entfernt. Da diese Art mit sehr geringen Böden vorlieb-nimmt, wird sie sehr oft zur Befestigung von Flugsandgebieten oder von Dünen (Ostseeküste, Ostseeprovinzen)sowie an Eisenbahndämmen angepflanzt. Auch als Kulturweide findet sie nicht selten Verwendung.4. S. cordäta Mühlenberg (= S. hastata hört.) aus dem nördlichen Amerika. Verwandt mit S. hastata.Unteischeidet sich aber von allen verwandten Arten sofort durch die am Grunde oder bis zur Hälfte ver-wachsenen Staubblätter. In Mitteleuropa angepflanzt, selten auch verwildert (um Berlin). 5. S. lasiändraBenth. aus Nordamerika. Gehört wie die folgende zur Gruppe Pentandrae (Blätter aber bei beiden lang zu-gespitzt, nicht [wie bei S. pentandra] mit kurzer Spitze). Nebenblätter klein, halbherzförmig, hinfällig. Trag-blätter an der Spitze gezähnelt. Staubblätter 5 bis 9. Fruchtknotenstiel bis 2 mal so lang als die hinteTeDruse. 6. S. 1 ü c i d a Mühlenb. aus Nordamerika. Aehnlich der S. pentandra, aberBIätter mit breiterem, elliptischemGrunde. Nebenblätter rundlich- herzförmig, oft bleibend. Tragblätter ganzrandig. Fruchtknotenstiel ungefähr solang als die hintere Drüse. Wie nr. 5 in Mitteleuropa zuweilen angepflanzt und selten verwildert.7. S. adenophylla Bebb. (= S. syrticola Fern.). Eukalyptus-Weide. Engl.: Furry willow. Heimat: Nord-amerika. Gehört zu der in Mitteleuropa nicht vertretenen Sektion Adenophyllae. Zweige, Knospen und Blätterdicht, lang anliegend, weiss seidig-zottig. Nebenblätter gross. 8. S. nigra Marsh, aus Nordamerika. Nurganz vereinzelt werden in Kultur angetroffen: 9. S. chloröphylla Anderss. aus Nordamerika (im Gebirgebis 3500 m). 10. S. pyrolaefölia Ledeb. aus Sibirien. 11. S. Medemii Boiss. aus Nordpersien undArmenien. 12. S. Pierötii Miq. aus Japan. 13. S. Sitchensis Sanson. Prächtige Zierweide mit schimmerndbehaarten Blättern.

CCVII. Pöpulus 1 ) L. Pappel. Franz.: Peuplier; engl.: Poplar, Aspen; ital: Pioppo.Fast stets baumartige, schnellwüchsige, zweihäusige Bäume. Zweige mit Gipfel-und Endknospen. Mark der Zweige 5-strahlig. Laubknospen von mehreren gewöhnlichsehr harzreichen Schuppen umhüllt. Laubblätter spiralig angeordnet, gewöhnlich langgestielt, 3-eckig, elliptisch, herz- oder eiförmig, nur selten linealisch oder lanzettlich. Neben-blatter sehr hinfällig. Blütenstände ährenförmige Trauben (Kätzchen), zylindrisch, zuletzthangend, stets vor den Blättern erscheinend, am Grunde nicht beblättert. Tragblättergezähnt oder zerschlitzt (Tai 83, Fig. 1c; Taf. 77, Fig. 23), kahl oder zottig bewimpert.Bluten am Grunde von einem becher- oder krugförmigen, schief abgestutzten Diskus^ig. 470b, h) umgeben (wird von Velenovsky als ein Perigon + Vorblatt angesehen).Staubblätter stets mehr als 2, d. h. 3 bis 30. Fruchtknoten aus 2 Fruchtblättern gebildet, ge-stielt. Griffel kurz. Narben meist 2, seltener 3 oder 4, gewöhnlich 2-teilig (Fig. 470 b, h). Frucht-kapsel kahl, meist 2-, seltener 3- oder 4-klappig aufspringend (Taf. 77, Fig. 44, Fig. 470 k, i).bamen zahlreich (Fig. 470 d), mit Haarschopf (Fig. 4701).

. Die Gattung Populus umfasst gegenwärtig über 100 Arten, die in den gemässigten Zonen beider

ähnTich "l ^ in ° stasie " u " d Im Atlantischen Nordamerika) vorkommen. Aus dem Tertiär sind,

en 1C1 Wle . dCr Gattun S Salix . mehrere Arten (darunter namentlich die formenreiche P. mutäbilis Heer,g verwandt mit P. Euphrätica Oliv.) bekannt geworden. Ausser den 3 einheimischen Arten werden in Mittel-pa einige Arten (ausserdem auch hybride Formen) als Nutz-, Allee- oder Zierbäume kultiviert, namentlich:Cotton rt J 1S M ° enCh (= P " delt ° l ' deS Mar8h - = P-Mariländica Poir.). Kanadische Pappel. Engl.:

scheide . °°i ' "" at: Atlanti sches Nordamerika. Verwandt mit P. nigra und von ihr nur schwer zu unter-

(wie bei'd <T F ; ÜhjahrSlaub fahlrot < bei P- nigra vollkommen grün). Jüngere Aeste (Langtriebe) jedochunteren Ritt H " ^ V °" K ° rkri PP en ± kanti S> m * bis linsengrossen, intensiv weissen Flecken. Diebildend! Rl Z f T g ewöh »"ch vorgezogen (der Vorsprung am Blattstiel meist einen rechten Winkel

Narben meist 3h , 'V er ^^ leUChte " d r0t < bei P " ni S ra S rün )- Blüten kurz vor den Blättern erscheinend,ange (namentr ü" 2 ^"^ zurÜck S erollt > am Gr d « mit aufgerichteten Lappen. - Wird bei uns schon

Erträge (ist , be i WeibUchen Exem P lare ) ^ Alleebaum und als Nutzholz kultiviert. Sie liefert höhereund ihres schnell J md bruch>g) als P. nigra und verdrängt letztere vielfach wegen ihrer Anspruchslosigkeit

Durchmesser 3 eren Wachstums - D,e Ssste und älteste kanadische Pappel in Deutschland (Höhe 39,50 m,zum Opfer. -1 ^'^ ub,klnhalt 5 ? kbm ) bei Karlsruhe-Beiertheim fiel kürzlich (31. Jan. 1908) dem Bahnhofbaupoplar, Necklare ' i' monlllfera Ait - (= p - Virginiäna Fougeroux). Rosenkranz-Pappel. Engl.: VirginianPoplar. Heimat: Oestliches Nordamerika. Der vorigen Art sehr ähnlich. Blätter am Grunde

') Name der Pappel (Populus nigra) bei den Römern.