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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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nr. 759. S. bicolor Ehrh. lässt bei ihren Bastarden hauptsächlich die weisse Unterseite der Blätterin Erscheinung kommen. Hierher: 759 X 747, X 750, X 751, X 754, X 758 (siehe oben). 759x761. S. bicolorX S. hastata (= S. Rsetica Brügger, = S. Hegetschweileri Heer). Stellenweise in der Schweiz häufig,in Tirol selten.

nr. 760. S. glabra Scop. überträgt auf ihre Bastarde den öligen Glanz der Blattoberseite. Hierher760 X 744, X 756, X 758 (siehe oben). 764 X 760. S. arbuscula X S. glabra wird von Hausknecht fürdie Bayer. Alpen (Kramer bei Garmisch) angegeben.

nr. 761. S. hastata L. In ihren Bastarden kehrt die feine Serratur der Blätter und der gelbeMittelnerv sowie die Kräuselung der langen Haare an den Blütentragblättern wieder. Hierher: 761 X 744,X 746, X 751, X 752, X 753, X 754, X 757, X 758, X 759 (siehe oben). 762 X 761. S. caesia X S. hastata(= S. Huguenini Brügger, = S. Davosiäna Brügger). Aeusserst selten in der Schweiz. 764 X 761.S. arbuscula X S. hastata (= S. combinäta Huter, = S. Algövica Bornmüller). Als grosse Seltenheit in Tirolund in den Bayerischen Alpen beobachtet. Hierher auch S. Waldsteiniana X S. hastata (= S. CuriensisJ. Braun), kürzlich in Graubünden (bei Arosa) entdeckt.

nr. 762. S. caesia Vill. lässt in ihren Bastarden die blaugrüne Farbe der Blätter und ihren rund-lichen Zuschnitt erkennen. Hierher: 762 X 758 und X 761 (siehe oben). 764 X 762. S. arbuscula X S. caesia(= S. arbusculoi'des Brügger, = S. Treffen Huter). Aeusserst selten in der Schweiz und in Tirol.

Die Bastarde der nr. 763. S. myrsinites L. X 744, X 745, X 746, X 749, X 758 und der nr. 764.S. arbuscula L. X 740, X 744, X 745, X 746, X 752, X 753, X 756, X 757, X 758, X 760, X 761, X 762sind bereits oben erwähnt worden. Hieher einzig noch S. myrsinites X S. arbuscula (= S. serta White),kürzlich im östl. Graubünden (Buffalora am Ofenpass) von Brunies entdeckt.

Ausserdem werden verschiedene ausländischeWeiden bei uns als Zier- oder Nutzpflanzen kulti-viert. Hieher: 1. S. Babylönica L. (= S. Ja-ponica Thunb., = S. pendula C. Koch). Trauer-oder Tränen-Weide. Franz.: Säule pleureur:engl.: Weeping willow: ital.: Salcio piangente.Fig. 467. Heimat: Kaukasien, nördl. Persien,China,Korea, Japan. Steht derS. alba am nächsten.Bis über 10 m hoher Baum, mit langen, dünnen,staik überhängenden, kahlen Aesten (nur dieSpitzen der jungen Triebe kurz feinhaarig).Blätter gestielt, schmal, lanzettlich, meist kahl,unterseits matt, graugrün. Nebenblätter schief,länglich-lanzettlich oder sichelförmig gekrümmt.Kätzchen dünn, zylindrisch, zuweilen androgyn. Beiuns nur weiblich. Weibliche Blüten mit 2 Drüsen.Fruchtknoten sitzend oder sehr kurz gestielt,kahl. S. Babylönica wird häufig auf Kirchhöfenund in Parkanlagen angepflanzt. Allerdingsfindet sie sich weil im nördlichen Mitteleuropanicht winterhart nur selten echt in Kultur,sondern wird meistens durch Hybride (mitS. alba und fragilis) oder durch hängende Formenvon S. purpurea (diese bleibt im Wuchs stets kleinerund hat kürzere Zweige) bezw. S. elegantissimaersetzt. Eine Form mit ring- oder spiralförmigzurückgerollten Blättern wird als S. annulärisForbes unterschieden. Sie wird auch als Napoleons-weide bezeichnet, da sie angeblich von einer aufdem Grabe Napoleons auf St. Helena gepflanzten Trauerweide herstammen sollte, was sich aber längst als falscherwiesen. 2. S. el egantissima K. Koch. Heimat: Japan. Im Habitus der vorigen sehr ähnlich und oft mit ihrverwechselt (gehört jedoch in die Verwandtschaft von S. fragilis). Zweige peitschenartig-hängend. Blätterlanzettlich, lang zugespitzt, bis 15 cm lang, kahl. Fruchtknoten dünn behaart. 3.S. acutifölia Willd. (= S. violäceaAndrews, = S.pruinösa Bess.). Kaspische Weide. Franz.: Säule ä feuilles aigues. Heimat: Oestl. Russland,Sibirien, Turkestan, Mandschurei. Steht verwandtschaftlich der S. daphnoides am nächsten und ist ihr auch habituellsehr ähnlich. Habitus aber schlanker, ebenso Blätter viel schmäler, lanzettlich bis lineal-lanzettlich, bis 12 cm langund 1,2 cm breit, nach der Spitze und nach dem Stiele zu verschmälert, stets kahl. Nebenblätter lanzettlich, lang

Fig. 467

Trauer-Weide. Phot. Dr. Ilauser,am Zürichsee.

Wädensweil