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blatt (Fig. 463 e). Staubbeutel purpurrot, später gelb. Drüse oval, gestutzt, ungefähr halbso lang als das Tragblatt. Fruchtknoten deutlich gestielt (Stiel kahl, etwas kürzer als dieDrüse), aus eiförmigem Grunde kegelförmig verschmälert, kahl (Fig. 463b). Griffel ver-längert. Narbenlappen ausgerandet bis 2-spaltig, etwas abstehend. — V, VI.
Ziemlich häufig an steinigen Abhängen, im Gerolle, an Bächen, zwischen Leg-föhren der östlichen Kalkalpen; von ca. 1400 bis 2100 m (oft aber auch tiefer).
S. glabra, die sich durch gänzliche Kahlheit der in der Gestalt ziemlich variierenden Blätter (auchder jungen!) und der Zweige auszeichnet, gehört zu den charakteristischen Vertretern der Ostalpen, speziellder nördlichen und südlichen Kalkalpen (fehlt aber in den Sanntaler Alpen und Karawanken vollständig). Dasie stark kalkliebend ist, findet sie sich in den Zentralalpen nur sehr selten. In der Schweiz fehlt sie über-haupt gänzlich. In den nördlichen Kalkalpen reicht sie westlich bis ins Allgäu (Schlappolt, Birwangalpe,Fellhornkamm); dem Vorarlberg fehlt sie schon fast vollständig (einzig an der bayer. Grenze zwischen Hoch-krummbach und Warth). Ihre Hauptverbreitung hat S. glabra allerdings in der subalpinen und alpinenRegion (häufig auch im Krummholzgürtel; vgl. Bd. I, pag. 103); doch steigt sie an zahlreichen Stellen mitden Bächen tief in die Täler hinab, so mit der liier bis Ulm, in den bayer. Alpen bei Füssen bis 860 m, amNesselgraben bei Reichenhall bis 580 m, in Nordtirol am Achensee bis 930 m, in der Mühlauerklamm inder Solsteinkette bis 673 m, im nördl. Salzburg bis ins Blüntautal bei Golling, in Südtirol in Vallarsa bis310 m, in Kärnten in der Garnitzenschlucht bis 650 m, in Krain an der Pischenza (in Begleitung von Saxifragasedoides, Dryas, Petasites niveus, Chondrilla prenanthoides, Campanula pusilla etc.) bis 800 m, in Görz imIsonzotal in der Flitscher Klause, bei Soca, Pluzna, zwischen Serpenica, Trnovo und Karfreit. Im Süden derAlpen — z. B. am Predil und im Schlitza-Tal — findet sich diese Art zusammen mit verschiedenen andernSträuchern der Krummholzformation (Salix arbuscula [nr. 764], S. grandifolia [nr. 752], Rhododendron hirsutum,Rhodothamnus chamaecistus, Lonicera caerulea und alpina), Rosa alpina etc. in der Gesellschaft der Hopfen-buche (Ostrya), von Fraxinus Ornus, Cytisus purpureus und anderen illyrischen Gewächsen (nach Beck).
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Alpen (von Niederösterreich, Kroatien,Krain nördlich bis ins Algäu, im Süden durch die Lombardei westlich bis ins Piemont[Val Antigorio], Bosnien, Herzegowina.
761. Salix hastäta L. (= S. Pontederae Vill., = S. malifölia Sm., = S. elegans Host,= S. Stolbergensis Wallr.). Spiessblätterige Weide. Fig. 464 und Fig. 452o.
Niedriger, bis 1,5 m hoher, dichtästiger Strauch.Zweige braun, kahl. Junge Triebe hellgrau behaart,selten kahl. Laubblätter gestielt (Stiel 0,3 bis 0,8 cmlang), verkehrt-eiförmig bis länglich, stumpf lieh bisschwach zugespitzt (Fig. 452 o), 3 bis 8,5 cm lang und 1 bis4 (5) cm breit, ganzrandig oder unregelmässig gesägt,keilförmig oder am Grunde abgerundet, in der Jugendoberseits dünn, unterseits dichter behaart, ausgewachsenkahl, oberseits dunkelgrün, wenig glänzend, unter-seits blassgrün, + bereift. Nerven als weitmaschigesAdernetz auf der Unterseite deutlich hervortretend.Nebenblätter fast stets vorhanden, halbeiförmig oderhalbherzförmig, am Rande fein gesägt. Kätzchen mit denLaubblättern erscheinend, dichtblütig, an kurzer, zottig-behaarten Zweigen endständig, aufrecht oder etwas ge-krümmt; die männlichen fast sitzend, 2 bis 3,8 cm langund bis 1 cm dick, die weiblichen etwas länger gestielt
Fig. 464. Salix hastata L, a Zweig mit > . , i
weiblichen Kätzchen, b Weibliche Bittte (von (Stiel bis 2 cm lang), zylindrisch, bis 6 cm lang und bis?WÄ m«TÄÄ WS °> 8 cm dick " Tragblätter lanzettlich, rötlichgelb, an der