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ferner: var. arenaria Anderss. (= S. lanäta Roth, = S. argentea Sm.). Laubblätter länglich bis breit-oval,spitz oder am obern Ende abgerundet, in der Jugend auf beiden Seiten dicht weissgrau-seidig bis seidig-wollig,behaart später auf der Oberseite meist verkahlend. — var. Riese an a Straehler. Laubblätter klein, fastkreisrund, die mittlem und obern an der Spitze herzförmig-eingeschnitten (Spremberg in der Provinz Branden-burg). — 2. subsp. rosmarinif ölia (L.) Wimmer et Grab. ( = S. angustifölia Wulf., = S. rosträta Thuill.).Laubblätter linealisch bis länglich-lanzettlich, mit gerader Spitze, flach oder am Rande nur wenig zurückgerollt.Seitennerven 8 bis 12 Paare. Kätzchen eiförmig oder fast kugelig (Häufig). — Hieher ferner: var. latiföliaKerner. Laubblätter länglich oder länglich-lanzettlich, etwa 5 mal so lang als breit. — var. angustiföliaKerner. Laubblätter linealisch bis linealisch-lanzettlich, 5 bis 10 mal länger als breit. — var. vacciniofdesServit. Aeste breiter, bis SO cm hoch, dick, dicht behaart. Blätter länglich-elliptisch, an der Spitze stumpf,derb, lederartig, oberseits braungrün, etwas zurückgerollt (Mähren).
748. Salix myrtillofdes 1 ) L. (= S. arbüscula Pall., = S. elegans Bess., = S. campestrisFries). Moor-Weide, Heidel-Weide. Engl.: Bog willow. Taf. 81, Fig. 3 und Fig. 4511.
Niedriger, 15 bis 50 cm hoher Strauch mit unterirdisch kriechendem Stamm.Zweige aufrecht, kahl. Junge Triebe braun, kahl oder kurz behaart. Knospen kahl oderkurz behaart. Laubblätter kurz gestielt (Stiel bis 3 mm lang, kurz behaart, später kahl),rundlich bis schmal-elliptisch (Fig. 451t), 1 y 2 bis 4 cm lang und bis 1,8 cm breit, mit kurzer,gerader oder gefalteter Spitze, ganzrandig oder sehr fein gezähnt, oberseits sattgrün, unter-seits grau- bis bläulichgrün, am Grunde fast herzförmig, in der Jugend etwas seidenhaarig,violett angelaufen, später kahl. Mittelnerv und weitmaschiges Adernetz unterseitsdeutlich hervortretend. Nebenblätter meist fehlend, wenn vorhanden klein, lanzettlich bishalb-eiförmig. Kätzchen mit oder kurz vor den Blättern erscheinend, zylindrisch, 1 bis2,5 cm lang, am Grunde oft etwas locker, aufrecht oder etwas gekrümmt, an spärlich be-haarten oder kahlen, mit kleinen Blättern besetzten Zweigen endständig. Tragblätter breit-oder länglich-oval, an der Spitze abgerundet, zweifarbig, gelb oder bräunlich, oberwärtsrötlich, etwas behaart. Staubblätter 2, frei, kahl, länger als das Tragblatt (Taf. 81, Fig. 3b).Staubbeutel rundlich, zuerst rötlich, dann gelb, zuletzt schwärzlich. Fruchtknoten langgestielt (Stiel kahl), aus eiförmigem Grunde kegelförmig, kahl (Taf. 81, Fig. 3 d), dunkel-grün (später blau angelaufen und bereift). Griffel kurz. Narben kurz, oval, ausgerandetoder geteilt, abstehend, rosa- oder purpurrot (Taf. 81, Fig. 3 c). Hintere Drüse schmal-eiförmig, y 4 bis y 3 so lang als der Fruchtknotenstiel. — V bis VII.
Sehr zerstreut auf Torfsümpfen und Mooren.
In Deutschland selten in Bayern (an einigen Stellen auf der Hochebene, Ehenbachmoore bei Wern-berg und Oberköblitz Bez. Nabburg [Dr. Paul], Grünhundsee und bei Pappenberg Bez. Eschenbach und beiSt. Oswald [zwischen Rachel und Lusen]), in Schlesien (Friedland [rechts der Merkelsdorf er Strasse], auf derHeuscheuer am Grossen See, Königshuld, Trzenschin; früher auch auf der Iserwiese in den Sudeten und beiBunzlau), in Posen (Bartschin, Schubin; früher auch im Kreis Bromberg), Westpreussen (bei Tuchel, Schwetz,Kulm, Strassburg, Löbau) und in Ostpreussen (Gilgenburg, Kernsdorfer Höhe, Orteisburg, Sensburg sowie inden Kreisen Lötzen und Goldap). In Oesterreich mit Sicherheit einzig in Böhmen (im Mensengebirge beiTertschkadorf, beim Soetteiche bei Wittingau und im Böhmerwald [Fürstenhut ca. 1000 m; angeblich auch beiKuschwarda]. Für Ellbogen sehr fraglich); für Kärnten, Tirol und Salzburg sehr unsicher. In der Schweizeinzig aus den Churfirsten (Alp Campernn) ob Wildhaus bekannt.
Allgemeine Verbreitung: Nördliches Skandinavien, bayerische Hochebene,östliches Deutschland, Mittelgebirge,.nördliche Karpaten (bei Zips), Russland (nördlich bisLappland und Kola; westlich bis zu den Ostseeprovinzen, Polen und Finnland), nördlichesund arktisches Asien (östlich bis Kamtschatka), nördliches und arktisches Amerika.
Diese seltene, kleine Weide tritt im nordöstlichen Deutschland an zahlreichen Stellen als interessanterBestandteil der Hochmoore auf und bewohnt mit Vorliebe die schwankende Moordecke, gebildet von versc.hie-
*) Lat. myrtillus = Heidelbeere und gr. döog [eidos] = Aussehen; die Blätter gleichen denen derHeidelbeere.
Hegi, Flora Bd. HI.
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