Zusammensetzung der Steinkohle.
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Außerdem ist Stickstoff ein regelmäßiger Bestandteil der Stein-kohle. Obwohl sie hauptsächlich ein mittelbarer Abkömmling derZellulose ist, so war es eben nicht nur Zellulose, die dem Veränderungs-prozeß unterworfen wurde. Ganze Wälder sind es gewesen, welchedurch solche Veränderung die Steinkohle lieferten. Natürlich habenalso die stickstoffhaltigen Bestandteile der Pflanzen entsprechendeVerbindungen zurückgelassen.
Ebenso sind andere Nebenstoffe der Steinkohle zu erklären,namentlich der Schwefel, der meistens in der Form von Schwefeleisenvorkommt und aus Erde stammt. Beide, Stickstoff und Schwefel, sindquantitativ gering; aber sie üben wichtigen Einfluß aus. Infolge desGehalts der Kohle an diesen beiden Elementen finden wir Stickstoff-und Schwefelverbindungen in den Produkten der trockenen Destillation,sogar solche, die großen Wert haben, und andere, die eine Reinigungnötig machen.
Der Gehalt an Schwefel hat noch eine besondere Folge: er machtdie Steinkohle unter Umständen selbstentzündlich. Das feinverteilteSchwefeleisen oxydiert sich, und wenn dabei keine Gelegenheit zumAustausch der Temperatur geboten ist, kann Erglühen der Schicht undselbst Entzündung der Kohle eintreten.
Deshalb beobachtet man bei Kohlenlagern, namentlich in den Gas-anstalten, die Temperatur im Innern der abgelagerten Massen. Manfindet nicht selten eine solche Erhöhung der Temperatur, daß mandie Schicht umschaufeln oder ausbreiten muß, um die Abkühlungherbeizuführen.
Deshalb erfordert das Verladen von Steinkohlen auf Schiffe be-sondere Vorsicht. Auch erklären sich Grubenbrände aus solchemVorgange.
Damit ist die Zusammensetzung der Steinkohle bezeichnet.
Was den Vorgang ihrer Bildung betrifft, so sind drei Umständevon Bedeutung gewesen: Hitze, Druck der auflagernden Schichten bzw.der in abgeschlossenen Räumen entwickelten Gase und die Längeder Zeit.
Die letztere wird von Geologen sehr hoch geschätzt, z. B. auf /2 260000 Jahre.
Dementsprechend haben unzählige Pflanzengenerationen dazu ge-hört, um unsere Steinkohlenlager zu bilden. Ein Hochwald, der 25 Jahrezu seiner Entstehung gebraucht hat, bildet eine Steinkohlenschicht vonetwa 1 cm Dicke, und wir kennen Flöze (z. B. bei Aveyron in Frank-reich) von 30 m = 3000 cm Stärke.
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