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Steinkohle.
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Man kann also nicht daran denken, Bildungsprozesse dieser Artvon neuem zu erleben oder irgendwie künstlich nachzuahmen.
Da nun vorläufig der ganze Maschinenbetrieb und damit dieheutige Technik an Steinkohle gebunden ist, da die Destillations-produkte der Steinkohlen die Grundlage großer Industrien bilden, imganzen also unsere Kultur aufs innigste mit der Steinkohle zusammen-hängt, gewinnt der Bestand an diesem unersetzlichen Kapital ein ganzbesonderes Interesse.
Es handelt sich also um das
Vorkommen von Steinkohle auf unserer Erde und dieBedingungen seiner Benutzung.
Steinkohlenlager finden sich in verschiedenen Teilen der Erde undin verschiedenen Schichten vom Devon bis Wälderton, namentlich aberin der eigens sogenannten Steinkohlenformation. Die Zahl der größerenund bauwürdigen Lager, die bisher bekannt geworden sind und aufihre Stärke geschätzt werden können, ist beschränkt.
Bei uns in Deutschland liegen darüber sehr genaue Ermittlungenvor und die Sache steht wie folgt.
Wir haben vier große Lager, die in verschiedenen Teilen desReichs liegen und alle sehr ergiebig sind:
1. das Pfälzer oder Saarbecken, bei Saarbrücken, Saarlouis usw.;
2. das Ruhrbecken, bei Essen und Bochum bzw. Aachen-Stolberg;
3. das schlesische Becken, bei Waidenburg usw.;
4. das sächsische Becken, bei Zwickau und Plauen.
Dazu kommen mehrere kleinere Vorkommen in Thüringen, Bayernund Baden.
Im ganzen berechnet sich der Bestand in Deutschland auf vieleMilliarden von Tonnen.
Dem steht aber ein sehr bedeutender Verbrauch gegenüber. InPreußen wurden im Jahre 1910 etwa 140 000 000 t Kohlen gefördert.
Im ganzen ist die deutsche Förderung so groß, daß wir nur nochetwa 300 Jahre mit reichlichem und gut zugänglichem Bestände anKohlen rechnen können.
Wesentlich ist dabei, daß wir bis auf weiteres auf eigenen Füßenstehen. Dies ist nicht ohne Kampf gelungen. England treibt mitseinen Kohlenschätzen einen so weitgehenden Handel, daß man dorteine wesentlich frühere Erschöpfung der Lager voraussieht als bei uns.
Es dringt auch in unsere Küstenstriche mit seinen Kohlen ein,weil die Wasserfracht billiger ist als die Beförderung auf der Eisen-bahn. Da wir aber auch Kohlen ausführen, so bleibt es richtig, daßunsere Förderung dem eigenen Bedarf vollkommen genügt.