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Vorlesungen über chemische Technologie
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339
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Kieselsäure und Silikate.

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Von den Basen bilden Alkalien und Ammoniak lösliche, Kalk,

lonerde usw. unlösliche Silikate. Doch geht dies nicht leicht vor

erst bei hoher Temperatur zersetzt Siliziumdioxyd die Karbonate

und Sulfite, während Sulfate auch dann noch widerstehen. Demgemäß

sind die einfachsten Vorgänge:

SiO a +

Kieselsäureanhydrid

SiQ 2 +

Kieselsäureanhydrid

= CO,

Kohlensäure

so.

+

SiO s K 2

Kaliumsilikat

SiO s Na 2 .

Natriumsilikat.

ab

K 2 CO a

Kalimnkarbonat

Na 2 S0 3

^^^^^^^^^ Natriumsulfit Schwefeldioxyd ^^^^^^^^^^^^^^^

Aus den Lösungen der Alkalisilikate scheiden Säuren eine Gallerte

0 welche wahrscheinlich der Formel Si(OH) 4 entspricht, sogenannte

^rthokieselsäure, die ein Molekül Wasser abgibt, um in die Säure der

angeführten Salze, die Metakieselsäure, überzugehen, und ein

61 p S Molek ü', um wieder Kieselsäureanhydrid zu werden.

s gibt also schon zwei, dem gewöhnlichen Anhydrid entsprechende

PMct" h" 6 damlt ZWe ' Reihen von theoretisch möglichen Salzen.- - wird die Zahl dieser Salze, der sogenannten Silikate, dadurch ^w ' daß d ' e Kieselsäure unter Abgabe von Wasser Anhydro-Siliz 611 ' ldet ' WeIche die Reste mehrerer Moleküle, also mehrere Atomekies l"" e " tIlalten - Die ses Verhalten führt zu den sogenannten Poly-n5 f f U . ren ' und d enen entsprechen außerordentlich viele Silikate. Zu-nächst findet der Vorgang nach der Formel

statt, z.

also

mSi(OH) 4 nH 2 Q

B- hat man:

a) 2Si(OH) 4 ________

b) 2Si(OH) 4 3H 2 0

2H 2 0

Si 2 O e H 4 , aber auchSi,0=H,,

Kies 1 " ° ^ se ' säuren mit zwei Atomen Silizium, ebenso wie zweimit ^, Saure " mit einem Atom Silizium. Dazu kommen Polykieselsäuren

Fe e ; n Und mehr Aton Silizium,nur ein^M t n f, hmen alle diese Säuren, je nach den Umständen, nichtund Natriu C \ SOndern mehrere auf > und zwar einwertige, KaliumAluminium" 1 neinander > aber auch zwei- und dreiwertige, Calcium,

Silikate ^7 korn mt also eine sehr große Zahl mannigfaltiger

ersetzlic^'Bede^ng 56 ^^ '" Viden ZWCigen der TeCh " ik ihre """

und Vorkommen der Säure. Das Anhydrid findet sich ganz reinna mit ausgeprägter Kristallform als Quarz und Bergkristall. Diese

Stell ü S ° ^^ d3ß SieGlas ritzen - Sie nehmen sogar ein hohe

die h"! f fUr Ml " eralien gebenden Härteskala ein. Setzt man wieder

Harte des Diamants gleich 10, so ist diejenige von Quarz gleich 7.

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