Geschichtliche Entwicklung.
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Die Mittel, Holz zum Brennen zu bringen, haben sich durch dieEntwicklung, welche zu dem heutigen Zündholz führt, sehr verfeinert.Aber noch jetzt ist die Beschaffung geeigneten Holzes ebenso wesent-lich, wie zu Anfang.
Im ganzen erkennt man folgende Verfahren, Feuer zu machen.
I. Das bei verschiedenen Völkern des Altertums nach unzweifel-haften Anzeichen gebräuchliche und von den Griechen ausführlich be-schriebene »rcvQelov« (Feuerzeug) bestand aus einem Tgvnavov, d. h.aus einem zugespitzten Stück harten Holzes, welches mit Hilfe einesRiemens, den zwei Männer faßten, in einer Höhlung, welche le ichentzündliches lockeres Holz enthielt, so stark gedreht wurde, daß EnttZündung eintrat.
Entsprechende Verfahren findet man noch jetzt bei Naturvölkern;z- B. läßt sich Bambusrohr in der Kerbe eines anderen Stückes sostark reiben, daß durch die Erhitzung bald Rauch entsteht. Wenn indem zweiten Rohr trockene, leicht entzündliche, lockere Stoffe sindund man reibt, bis man durchkommt, so wird Endzündung hervor-gerufen.
Freilich gehört die Ausdauer von Naturvölkern dazu, und manverdirbt oft den Apparat, wenn bis zur Flamme gearbeitet wird. Aberan der Brauchbarkeit des Verfahrens ist nicht zu zweifeln. Es ist durchJahrhunderte, ja durch Jahrtausende das herrschende gewesen.
II. Erst im Mittelalter und zwar seit dem vierzehnten Jahrhundertkommt ein wesentlich anderes Verfahren zur Geltung, nämlich dasFunkenschlagen mit Feuerstein und Stahl, sowie Aufnahme des Funkensdurch leichtentzündlichen Feuerschwamm. Das Funkenschlagen gelingtmit verhältnismäßig kleinem Apparat. Der Apparat war auch an Schieß-gewehren anzubringen, er führte zur leichten und wiederholten Ent-zündung von Pulver. Jahrhunderte hindurch hat er eine sehr großeRolle gespielt.
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