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Zündwaren.
fahren ist sehr fein, wenn man es mit dem Reiben von Holz an Holzvergleicht und zugleich so der Verbesserung fähig, daß vieles darananknüpft.
Nur als ein Versuch, ganz andere Zündstoffe für diesen Zweckeinzuführen, erscheint die Herrichtung einer Wasserstofflampe. Sieberuht auf der Benutzung des fein verteilten Platins als Kontaktsubstanz,welche Professor Döbereiner in Jena zuerst einführte, und zwar fürEntzündung von Wasserstoff. Sie ist die Grundlage für die beschriebeneDarstellung von Schwefeltrioxyd usw. Sie ist auch insofern merkwürdig,als Döbereiner die erste Mitteilung über seine Entdeckung im Juli 1823an Se. Exzellenz den Staatsminister vonGoethein Weimar richtete undweil Goethe sich lebhaft für die Sache interessierte.
Auf dem Gebiete der Feuerzeuge aber war es ein anderer Schritt,welcher die Entwicklung förderte und auf den jetzigen Standpunktbrachte. Dieser Schritt führte zu den
IV. Reibzündhölzern. Die ersten derartigen (Congreveschen) Zünd-hölzer aus dem Jahre 1832 enthielten eine Masse von einem Teil Kalium-chlorat und zwei Teilen Schwefelantimon. Der Schwefel des letzterenwird entzündet, wenn man ein solches Gemisch reibt, ebenso wie andereGemische, die Kaliumchlorat enthalten, durch Schlag entzündet werden.
Die zweite Art der Reibzünder sind mit Kaliumchlorat und Phosphorversehene Hölzer, und zwar ist es der weiße Phosphor, welcher indiesem Zusammenhange zuerst als Zündstoff auftritt.
Das Jahr dieser von Kammerer gemachten Erfindung ist das-selbe, 1832. Die Weißphosphorhölzer gewannen gleich die Oberhand,weil sie sehr leicht zu entzünden sind.
Das liegt in der Natur der Sache; während der Schwefel sich erstbei 260 ° entzündet, braucht der Phosphor nur 60 °. Es ist also leicht,mit Phosphor Zündmassen hersustellen — unter Anwendung vonKaliumchlorat oder anderen Oxydationsmitteln — die schon bei 45 °Feuer geben. Damit hängt es zusammen, daß diese Reibzündhölzerso ziemlich an jeder Reibfläche zu entzünden sind; nicht bloß an derrauhen Fläche von Sandpapier, sondern auch an dem Rockärmel, ander Wand usw.
Sie haben von allen bisher bekannten Zündhölzern den niedrigstenEntzündungsgrad und sind deshalb für die große Masse der Menschendas bequemste Feuerzeug. Man braucht eben nur die Hölzchen selbstin der Tasche zu haben, um an beliebiger Reibfläche Feuer zu machen.Die schädlichen Eigenschaften des weißen Phosphors kommen aberbei der Herstellung in Betracht.
Deshalb gewannen daneben die im Jahre 1848 von Böttger in