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Vorlesungen über chemische Technologie
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Darstellung des Phosphors.

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säure bzw. des phosphorsauren Kalks in Rohphosphaten und auf-geschlossenen Phosphaten weitere Ausbildung erfahren.

Ferner hat sich nach der Entwicklung des Betriebes der Aufschließungzuerst auch die Darstellung des Elements darauf gestützt. Sie hat sichaber nun selbständig entwickelt. Wir kommen also zur Darstellunglöslicher Phosphate und Darstellung des Phosphors.

Wenn, wie es früher allgemein geschah, hierzu Knochen benutztwerden, so sind diese (durch Erhitzen) von dem Leim und anderenorganischen Stoffen zu befreien. Dabei entsteht Ammoniak, Pyridinusw., indem schließlich weiße, wesentlich aus Phosphat bestehendeKnochenasche zurückbleibt.

Da dies mit der Entwicklung sehr übelriechender und schwer zubeseitigender Dämpfe verbunden geht, so ist man allmählich auf diePhosphorite übergegangen und benutzt nun wesentlich diese zur Her-stellung löslicher Phosphate. Beide Rohstoffe, sowohl die Knochen-asche als die Phosphorite, enthalten ja denselben Hauptbestandteil.

Wiederum ist es die Schwefelsäure, welche in größtem Maßstabeund mit bestem Erfolge dazu verwendet wird, dieses in den Rohstoffenenthaltene Phosphat den verschiedenen Gebrauchszwecken nutzbar zumachen, durch folgenden Vorgang:

Ca 3 (P0 4 ) 2 + 2H 2 S0 4 = CaH 4 (P0 4 ) 3 + 2CaSO + .

Calciumphospat Schwefelsäure. saures Calciumphosphat Gips.

Man erhält saures Calciumphosphat, löslich, und hat diesen Prozeß alsden in vielen Fällen und in größtem Maßstabe zu vollziehenden an-zusehen. Das Gemisch von saurem Phosphat und Gips heißt >Super-Phospat«. Die Landwirtschaft kann das Produkt als solchesverwenden, weil der Gips ebenso wie das lösliche Phosphat demPflanzenleben dienstbar wird.

Die Reaktion findet bei gewöhnlicher Temperatur und gleichmäßigstatt, wenn die Phosphorite fein gemahlen sind und in geeignetenJv > , schmaschinen mit Kammersäure von 5055 ° Be behandelt werden.Nur kommt dabei in Betracht, daß die Phosphorite meistens Fluor-1 Clum enthalten und daher bei Behandlung mit Schwefelsäure Fluor-serstoff abgeben, oder Kieselfluorwasserstoff, wenn Kieselsäure zu-. ls *- Der Fluorwasserstoff ist sehr giftig und schadet der Vege-°n. Es kommen daher alle Rücksichten, die bei Salzsäure erwähntwurden, hier mit besonderer Strenge zur Anwendung.

Während man andere Säuren auf ein leichter zu erreichendes Maß

eschrankt und zwar etwa so, daß in den abziehenden Gasen, welche

dem Schornstein zugeführt werden so viel, wie 3 g Schwefelsäure (S0 3 )

m Kubikmeter entspricht, im Allgemeinen als ungefährlich angesehen wird,

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