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Nitroglyzerin.
Das Formen der Patronen geschieht also in der Weise, daß in diehohle, zylindrische Form zunächst eine Hülse, unten verschlossen, ein-gesetzt wird. Dann kommt ein hölzerner Trichter zu Hilfe und wirdmit Holzkolben eingestampft. Als Handarbeit ist dies ganz ungefähr-lich, wurde sogar viel von weiblichen Arbeitern besorgt.
Neuerdings kommen meistens Maschinen zur Anwendung. Dabeikommt es natürlich auf glatten Gang der Metallteile an; die Einstellungmuß immer von einem »Meister« erfolgen. Dann vollzieht sich dieArbeit wie folgt: Durch Heben der Stange mit Hilfe des Handhebelsspannt man die Spiralfeder, die oberhalb an der Büchse sitzt, und spannt
Fig. 65. Füllmaschine für Dynamitpatronen.
ferner den Sack, welcher Dynamit enthält, so, daß Dynamit in dasuntere Rohr fällt.
Beim Niederdrücken der Stange hilft dann die Feder. Der Sackwird breitgelegt und läßt die Öffnung frei. Durch die letztere drücktman Dynamit in die unterhalb aufgezogene Hülse. Mit Maschinenwerden auch Patronen von bedeutendem Umfange hergestellt. ZumBeispiel wurden für die Sprengung der Felsen in der Donau, welchedas sogenannte Eiserne Tor bei Orsova bildeten, Patronen von 4 kgInhalt gebraucht. Dazu wurden Säcke, und zwar durch Paraffin wasser-dicht gemachte, als Hüllen angewendet, in welche man Dynamit alsparallelepipedische Masse einpreßte. Papier würde bei solchem Ge-wichte zerreißen.
Damit ist diejenige Form bezeichnet, in welcher das Nitroglyzerin