Kieselgurdynamit.
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und genügen allen Anforderungen. Man sieht also wieder, daß dieVerwendungsform eine große Rolle spielt.
Die erste Art von Dynamit wurde 1867 von A. Nobel eingeführt.Sie ist zu bezeichnen als Kieselgurdynamit und besteht aus einemGemenge von Propenylnitrat mit Kieselgur.
Kieselgur oder Infusorienerde nennt man eine, namentlichm der Lüneburger Heide vorkommende Art von Kieselsäure, welcheaus Panzern und Schalen von Diatomeen besteht. Dies ist unter demMikroskop zu erkennen. Fast alles ist röhrenförmig und sehr geeignetzum Aufsaugen von Flüssigkeiten. Dabei ist diese Kieselerde fein undweich wie Mehl, unverbrennlich und schwer zu verändern, aber soPorös, daß sie etwa die dreifache Menge öliger Flüssigkeiten aufsaugt,z - B. Nitroglyzerin. Was die Zubereitung betrifft, so ist rohe Kieselguroft grünlich oder rötlich; sie enthält, je nach dem Vorkommen,Wasser, organische Stoffe und gröbere Kieselkörner.
Daher wird zuerst kalziniert — in Etagenöfen bei Rotglut — undann zur Entfernung der Körner gesiebt, gewöhnlich in Drehsieben,welche alles Gröbere zurückhalten.
a diese Substanz chemisch sehr passiv, dabei aber weich und
f ... entzun dlich ist, so benutzt man sie schon lange zum Verpacken
gefährlicher Flüssigkeiten. Dies tat auch Nobel, um Nitroglyzerin zu
Dabei ist vorgekommen — wahrscheinlich nicht zum ersten
M ale — daß
eine Blechkanne mit Nitroglyzerin undicht wurde. Nobel
a er erkannte nun, was andere nicht erkannt hatten, nämlich daß dieses
erpackungsmaterial, welches infolge seiner großen Porosität das aus-
Hch° S F ene °' V0llständi £ aufnahm, geeignet war, Öl, welches gefähr-
igensenaften hat, in knetbare Massen von weniger gefährlicher
Beschaffenheit zu verwandeln.
näher 0 ^ 115 entwickelte er die erste Darstellung des Dynamits,e Beid Ze ^ hnet: dCS Kiesel g urdvnamits > welche sich wie folgt vollzieht,geknetet C ^ Werden in hölzernen Becken oder Wannen zusammen-werden k S ° daß d ' e MaSSe " icht abtr °P ft und in Formen gebracht
nitrat^en'de 011 ^ "?" ^ 25 Tei ' e Kiesel g ur 75 Teile Pr °Penyl-fettio-e t " f £n ern ält eine rötliche oder graubraune, geruchlose,
Fpi , g '. ff"^ Masse von 1,6 spezifischem Gewicht, welche durchreuchfagkert n.cht verändert wird und nichts abtropfen läßt.dränp-t 6 ' ,! a ? gerer Beruhr ung mit viel Wasser freilich wird das Öl ver-in n g ' tu ' St Dynamit trocken aufzubewahren, aber man kann esist 7 „ t T rl0chern anwenden, sofern das Verweilen darin nur kurz• ^.um benutze werden Hülsen aus paraffiniertem Papier angewendet.
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