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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Zimtsäure: Physikalische und chemische Eigenschaften usw.

Physik. Big. der Zimtsäure. Monokline Säulen (Schabus, J. 1850,392). Kraut (ä. 133, 93; 147, 112): Smp. 133°, Sdp. 300°.Über das elektr. Leitvermögen Tgl. Ostwald (Ph. Ch. 3, 276). Bbühl(B. 29, 2907) berichtet über das Brechungsvermögen. Über die elektr.Leitf. vgl. Schaller (Ph. Ch. 25, 497). Mol. Verbr. = 1042,3 Kai.(Ossipow, Ph. Ch. 3, (514; 4, 580); Stohmann, Klebee und Langbein(J. pr. II, 14, 136). Löst sich in 3500 Tl. Wasser von 17°, leichter inheißem Wasser.

Über das kryoskopische Verhalten vgl. Beuni und Goeni (R. A. L. V,8, I, 264). Nach Liebermann und Rieber (B. 33, 2402) sublimiert dieZimtsäure im absol. Vakuum bei 108°.

Chem. Eig. der Zimtsäure. Zum Unterschiede von der Benzoesäureläßt sich die Zimtsäure reduzieren, und zwar läßt sie sich in dieHydrozimtsäure oder Phenylpropionsäure C 6 H.-CH 3 -CH 2 -COOH über-führen. Alexejeff und Erlenmeyer (A. 121, 375) reduzieren mittelsNatriumamalgam; Popow (Z. 1865, 111) erhitzt Zimtsäure mit konz. Jod-wasserstoffsäure. Smp. 48,7°, Sdp. 279,8°; löst, in 168 Tl. Wasser von 20",viel leichter lösl. in heißem Wasser. Anderseits läßt sich die Zimtsäurein Zimtaldehyd bzw. Zimtalkohol überführen.

Durch Oxydation geht die Zimtsäure in Benzaldehyd und Benzoe-säure über (Simon). Stenhouse (A. 55, 1) oxydierte sie mit Bleisuperoxyd. Zimtsäure, in den Organismus eingeführt, erscheint im Harn alsHippursäure (Erdmann und Marchand, A. 44, 344).

Mit rauchender Brom- oder Jodwasserstoffsäure verbindet sich Zimt-säure zu Brom- bzw. Jodhydrozimtsäure.

Der Methylester C e H 5 -CH:CH-COOCH 3 schmilzt bei 33,4°und siedetbei 263° (Anschütz und Kinnicutt, B 11, 1220); Smp. 36°, Sdp. 259,6°,d»f 0 = 1,0415 (Weger, A. 221, 74). Er findet sich im ätherischen Öl ausden Wurzelstöcken von Alpinia malaccensis (vgl. Bestandteil).

Äthylester C 0 H 5 .CH:CH-COOC 2 H 5 : Sdp. 271°, d 0 = 1,0662 (Weger,A. 221, 75). Zimtsäurebenzylester C e H B -CH:CH- COOCH 2 -C 6 H 5kommt im Perubalsam vor (de la Fontaine, Z. 1869, 256; Kraut, B. 2,180): Smp. 30°. Zimtsäurezimtester (Styracin) C 6 H.-CH:CH.COO-CH 3 -CH:CH.C 6 H 5 findet sich im Storax (Miller, A. 188, 200); Töl,

A. 70, 1; Schaeling, A. 97, 91): Smp. 14°, d, % = 1,085.

Zimtsäureamid C 6 B 5 -CH:CH-CONH 2 : Smp. 147° (Autenbieth,

B. 34, 186).

Die Identifizierung der Zimtsäure läßt sich nach ihrer Isolierungmittels Sodalösung und Wiederausfällen durch den Smp. 133° vornehmen,ferner durch Oxydation zu Benzaldehyd und Benzoesäure, sowie durchDarstellung des Methylesters vom Smp. 36°.

Die Konstitution und Geschichte der Zimtsäure wurde bereits obenausführlich bis zum Jahre 1857 erörtert. In der Periode von 1857 bis1872 zog Erlenmeyer 1866 (A. 137, 350) durch den bekannten Abbau