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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Zimfaldehyd: Vorkommen, physikalische Eigenschaften

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85 ccm Wasser gut durchgeschüttelt, alsdann wird die 1 1 j 2 fache MengeSemioxamazid hinzugesetzt, die ihrerseits in 15 ccm heißen "Wassersgelöst wurde. .Hieraufläßt man, nachdem die Mischung 5 Min. gut durch-geschüttelt ist, 24 Stunden stehen unter öfterem Umschütteln. Das ab-geschiedene Semioxamazon wird gesammelt und hei 105° bis zur Ge-wichtskonstanz getrocknet. Den Prozentgehalt an Zimtaldehyd erhält

man nach der Formel

a- 60,83

worin a = der gefundenen Menge Zimt-

aldehydsemioxamazon und s die angewandte Ölmenge ist. Als Verbesserung(Sch. 1904, I, 17) wird angegeben, daß es zweckmäßig sei, das Ol Tordem Wasserzusatz in 10 ccm Alkohol von 90—95 Volumprozent zu lösen.Sch. u. Co. finden, daß diese Methode von Hanus für andere Aldehyd- undKetonbestimmungen nicht brauchbar sein dürfte.

Über die Aldehyd- und Ketonbestimmung von Sadtler mittels neu-tralen Natriumsulfits vgl. Sadtler (Soe. Chem. Ind. 23 [1904], 303) undBurgess (The Analyst 29 [1904], 78).

Nach Dumas und PEligot (A. 14, 65) soll man zur Abscheidung desZimtaldehyds Zimtöl mit konz. Salpetersäure schütteln, nach einigenStunden die Kristalle abfiltrieren und sie durch Wasser zerlegen.

Das japanische Zimtöl (Cinnamomum Lourcirü Nees) erhielt Shimo-tama (Apoth. Ztg. 11 [1896], 537), indem er verschiedene Teile der Pflanzedestillierte, besonders auch die Wurzelrinde, zu 1,17°/ 0 : rf 15 = 0,982; esweist Zimtaldehyd auf (s. dazu auch Sch. 1904, II, 100); die nicht anBisulfit gehenden Anteile zeigen Lavendelgeruch, sieden bei 175—176°und dürften hauptsächlich aus einem Terpen bestehen. Auch aus derRinde einer in Australien einheimischen Cinnamomum Spec, C. Oliveri Bail.,wurde ein Öl erhalten zu 0,75-1% (Bakeb, Pharm. Ztg. 42 [1897], 859),von welchem 54°/ 0 zwischen 230 und 253° siedeten. Durch Bisulfit wurdenca. 2°/ eines nach Zimt riechenden Aldehyds gewonnen.

Labiatae.

Aus dem Patschuliöl [Pogostemon PaUchouli) wurden in einer aus-führlichen Untersuchung (Sch. 1904, I, 72) außer Cadinen und Patschuli-alkohol eine ganze Anzahl von Verbindungen isoliert, darunter auch Zimt-aldehyd. Durch fraktionierte Destillation wurden einzelne Fraktionendargestellt. „Spuren einer Bisulfitverbindung schieden sich beim Schüttelnobiger Fraktionen mit Bisulfitlauge ab. Der daraus regenerierte Aldehydroch entschieden nach Zimtaldehyd. Sein Semicarbazon zeichnete sichdurch Schwerlöslichkeit in Alkohol aus und schmolz, wie das des syntheti-schen, bei 208°. Das Gemisch beider schmolz ebenda."

Physik. Eig. des Zimtaldehyds. Der Zimtaldehyd läßt sich nichtganz ohne Zersetzung an der Luft destillieren: Sdp. 247". — Altschulund Schneider (Ph. OL 16, 24): Erstarr, bei -7,5°. — Peine (B. 17,2110): Sdp. 20 = 128-130°.

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