Zimtaldehyd: Vorkommen, Isolierung und Synthese
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(A. 100, 105) ebenfalls „Cinnamylwasserstoff" zu erhalten, indem er einGemisch von zimtsaurem und ameisensaurem Calcium trocken destillierte.
Synthetisch läßt sich der Zimtaldehyd auch gewinnen, indem manBenzaldehyd (10 Tle.), Acetaldehyd (15 Tle.), Wasser (900' Tle.) und10°/ 0 gewöhnliche Natronlauge stehen läßt, allmählich ausschüttelt usw.(B. 17, 2117).
Über die weitere geschichtliche Entwicklung der Aufklärung derKonstitution des Zimtaldehyds vgl. weiter unten Konstitution und Ge-schichte des Zimtaldehyds. Wir sehen, daß man jedenfalls im Jahre 1857genau die Bruttoformel des „Cinnamylwasserstoffs" kannte, daß manihn in richtige Beziehung zu den damals bekannten Aldehyden brachte,daß man ferner durch Abbau von ihm aus zum Benzaldehyd bzw. zurBenzoesäure gelangte, daß man ferner durch Aufbau vom Benzaldehyd auszum „Cinnamylwasserstoff" kommen konnte, aber die volle Aufklärungder Konstitution brachte erst die nächste Periode 1857—1872.
Das Vorkommen des Zimtaldehyds ist, wie oben erwähnt, im wesent-lichen auf eine kleine Gruppe von ätherischen Ölen beschränkt, die ausSpezies des Genus Oinnamomum gewonnen w r erden.
Lauraceae.
Das Ceylon-Zimtöl {OinnamomumeeylaiiieumTSreyne)(vgl. ob.) enthält,wenn es aus der Rinde gewonnen wird, als Hauptbestandteil Zimtaldehyd,wie schon Blanchet (A. 7 [1833], 163) sowie Dumas und Peligot (A. 14[1835], 50) nachwiesen. Außerdem enthalten die schweren Anteile diesesZimtöls ca. 4 bis 8°/ 0 Eugenol. Die leichten Bestandteile weisen Phellan-dren auf (Sch. 1892, I, 45, I, 47; 1892, II, 47). In einer ausführlichenUntersuchung (Sch. 1902, I, 64) wird dann nachgewiesen, daß das Ceylon-Zimtrindenöl außer 1. Zimtaldehyd, 2. Phellandren und 3. Eugenol mitSicherheit enthält 4. Methyl-n-amylketon, 5. Pinen, 6. Cymol, 7. Furfurol,8. Benzaldehyd, 9. Nonylaldehyd, 10. Cuminaldehyd, 11. Linalool, 12. Caryo-phyllen und mit ziemlicher Sicherheit 13. Hydrozimtaldehyd und 14. Linalyl-isobutyrat. Das Zimtblätteröl enthält Eugenol, Safrol, Terpene, Benzaldehydund, wenn überhaupt, nur sehr wenig Zimtaldehyd (Webee, Ar. 230 [1892],232). Das Zimtwurzelöl (Sch. 1892, II, 46) scheidet gewöhnlichen Lau-rineenkampfer ab (Teommsd. Handb. der Pharm. 1827, 666; Dumas undPeligot, A. 40 [1835], 50; Sch. 1892, II, 46); außerdem ist in ihm eniKohlenwasserstoff vorhanden (Holmes, Pharm. Journ. London III, 20[1890], 749). — Der Gehalt des Ceylon-ZimtrindenÖls an Zimtaldehydschwankt (Sch. 1904, II, 95) meist zwischen 70 und 75°/ 0 , nur in seltenenFällen sind die Grenzwerte 65 und 77°/ 0 (Bisulfitmethode).
Das Cassiaöl [Ginnamomum Cassia BL), chinesisches Zimtöl weist hin-gegen, sei es, daß es aus der Rinde, den Blättern oder der Wurzel ge-wonnen wird, stets als Hauptbestandteil Zimtaldehyd auf (vgl. Blanchet,A. 7 [1833], 164; Dumas und PEligot, A. eh. 57 [1834], 305; A. 12[1834], 24; 13 [1835], 76; 14 [1835], 50). Das „Cassiastearopten" wurde
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