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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Zimtaldehyd: Vorkommen, Isolierung und Synthese

Schon Blanchet (A. 7 [1833], 163) machte die Beobachtung, daß beider Wasserdampfdestillation des Ceylonzimts zwei verschiedene Öle erhaltenwerden, von denen das eine leichter, das andere schwerer als Wasser ist;chinesischer Zimt gab ihm nur das schwerere Ol. Auch auf diese Weisegelang es demnach, eine rohe Trennung der Bestandteile vorzunehmen.Man beschäftigte sich zunächst nur mit dem schwereren Bestandteil. DieArbeiten von Chaudin, Martius (A. 4, 264) und Goebel waren nichtimstande, Klarheit über die Zusammensetzung des Öles zu bringen. Erstdie Untersuchungen von Dumas und Peligot (A. 12, 24; 13, 76; 14[1835], 50) zeigten, daß der schwere Bestandteil des Zimtöls haupt-sächlich nur einen Körper enthält, der die allgemeine Formel (C 9 H g O) xaufweist; sie nennen diesen Körper „CinnamylWasserstoff" analog demBenzoylwasserstoff von Wöhler und Ltebig. Überhaupt vergleichenDumas und Peligot (A. eh. 57, 305; auch Bepert. de Chim. III, 348)in richtiger Weise das „Zimtöl" mit dem „Bittermandelöl". — Die Unter-suchungen von Eichtee (J. pr. 13, 167), von Fremy (A. eh. 70, 187;A. d. Pharm. 30, 324), von Plantamoiie (A. d. Pharm. 27, 329; A. d.Pharm. 30, 241) und von Muldee (P. 41, 398; J. pr. 15, 307; A. 34,147; J. pr. 18, 385, 253; 19, 362; A. 34, 297) hatten als Gegenstandebenfalls das Zimtöl; die Genannten stellten einige Derivate dar, brachtenaber keine wesentlich neuen Gesichtspunkte. — Peesoz (A. 44 [1842],312) oxydiert den Aldehyd mit Bichromat und Schwefelsäure und gewinntBenzoesäure; bereits D. und P. hatten bei der Oxydation mit Salpeter-säure Bittermandelölgeruch wahrgenommen. — Apjohn (J. pr. 15, 168),Simon (A. d. Pharm. 31, 265), Maechand (J. pr. 16, 60, 429), Herzog(Ar. 17, 72; 20, 159; J. pr. 29, 51), Lausest (C. r. 10, 531; J. pr. 27,309), Mitkcheelich (J. pr. 22, 193; A. 40, 301), Wackeneoder (J. pr. 23,204), Geehaedt und Cahoues (A. 38, 96), Stenhouse (J. pr. 26, 136),Eedmann und Maechand (J. pr. 26, 49), Deville (A. 44, 304) bestätigtensämtlich bis zum Jahre 1847 die nahen Beziehungen des „Zimtöls" zum„Bittermandelöl".

Im Jahre 1855 gelang es Steeckee (A. 93, 370), das „Zimtöl" künst-lich darzustellen, indem er vom Styron aus, das er durch Destillationvon flüssigem Storax mit Kalilauge dargestellt und das er (A. 70, 10;Wolfe, A. 75, 279) als Alkohol der Zimtsäure erkannt hatte, durchOxydation mittels des Sauerstoffs der Luft bei Gegenwart von Platin-schwarz „Cinnamylwasserstoff" erhielt. — Bertagnini (A. 85, 179) hat imJahre 1853 gezeigt, daß sich der „Cinnamylwasserstoff" analog dem Benzoyl-wasserstoff usw. mit Bisulfit verbindet; vermöge dieser Reaktion warStrecker imstande, nachzuweisen, daß bei obiger Oxydation auch „Cinna-mylwasserstoff" entstanden war.

Chiozza (A. 86, 264) wies nach, daß sich Zimtsäure bei der Ein-wirkung von Kali in Benzoe- und Essigsäure spalten läßt; demselbenForscher (A. 97, 350) gelang es im Jahre 1856 umgekehrt, den „Cinnamyl-wasserstoff" aus dem „Benzoylwasserstoff" und dem Acetaldehyd mittelsChlorwasserstoffsäure aufzubauen. — Auf anderem Wege gelang es Piria