Dillapiol: Identifizierung, Konstitution und Geschichte
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1( leiitisch mit dem Petersilientetramethylapionol: trimetrisch (Boebis),«:ö:c = 0,9454:1:1,0755.
Das Dillapion gewannen C. und S., wie oben erwähnt, im flüssigenZustande. C. und S. stellten a. a. 0., S. 1808, diese Verbindung auchdar aus dem Dill-dibromapion, indem sie letzteres aus der Apiolsäure,te Eisessig gelöst, und Brom gewannen: Smp. 92°. Dieses Dill-dibrom-a Pion C 9 H 8 Br 2 0 4 = (1, 2)-Dibrom-(3,4)-oxymethylen-(5, 6)-dioxymethylbenzolgebt bei der Keduktion mit Na und Alkohol in das entsprechende Apiono^io^ über, das aber ebenfalls nur flüssig zu sein scheint.
Identifizierung des Dillapiols. Das Dillapiol zeigt zwar große Ähnlich-keit mit dem Petersilienapiol, läßt sich aber anderseits von diesem gutUnterscheiden. Der Siedepunkt des Dillapiols liegt etwas niedriger (285°)a ls der des Petersilienapiols (Sdp. 296°). Das Dillapiol ist bei gewöhnl.Temperatur flüssig, während das Petersilienapiol bei ca. 30° schmilzt.Durch Invertierung entsteht das Dillisapiol vom Smp. 44°, während dasPetersilienisapiol bei 53,5° schmilzt. Das Tribromdillapiol zeigt den"Qip. 110°, während das entsprechende Petersilientribromapiol bei 88—89°schmilzt. Durch Oxydation des Petersilienapiols bzw. -isapiois entstehtQ er Apiolaldehyd vom Smp. 102° und die Apiolsäure vom Smp. 175°,Während das Dillapiol bzw. -isapiol den Dillapiolaldehyd vom Smp. 75°^ud die Dill apiolsäure vom Smp. 151 —152° geben.
Die Konstitution des DiPi,piols ergibt sich, wie oben bereits ausein-andergesetzt worden ist, aus der Überführung in die Dillapiolsäure, wonach6l ue Seitenkette C 3 H 6 anzunehmen ist. Diese muß ihrer Natur nach eine^hylgruppe sein, da durch Behandlung des Dillapiols mit alkohol. Kaliei u höher siedendes Isapiol entsteht. Durch Verschmelzen der Apiolsäurelu 't Kali usw. bildet sich ein Dimethylapionol und dieses kann in einletramethylapionol übergeführt werden, das identisch ist mit jenem ausdem Petersilienapiol. Demnach ist das Apiol ein Allylbenzol, in demzwei Oxymethyl- und eine Oxymethylengruppe vorkommen, die sämtlich111 o-Stellung zueinander stehen. Die Stellung des Allylradikals zur Oxy-Jflethyl- bzw. Oxymethylengruppe ergibt sich aus den oben ausführlichErwähnten Untersuchungen von Thoms, so daß das Dillapiol ein (l)-Allyl-\°) 6)-dimethoxy-(3,4)-methylendioxy-benzol ist.
Die Geschichte des Dillapiols ist eine verhältnismäßig junge, da dieserKörper zuerst im Jahre 1897 von Ciamician und Silbee entdeckt und inseiner Konstitution bis auf die soeben erwähnte relative Stellung der^ubstituenten erschlossen wurde; letztere Frage wurde im Jahre 19037 °n Thoms erledigt, in welchem Jahre auch das Vorkommen des Dill-a piols in gewissen Maticoölen erwähnt wird.
Eine praktische Verwendung des Dillapiols hat bisher nicht statt-gefunden.