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Cymol: Vorkommen, Isolierung und Synthese
Cymol enthalte. Im Quendelöl [Thymus Serpyllum) fand Febve (C. r. 92[1881], 1290; J. 1881, 1028) Cymol. In der Harzessenz konstatierteKelbe (B. 19, 1969) ein Cymol. Auf künstlichem Wege erhielten Faustund Homeyek (B. 7, 1428) aus dem Wurmsamenöl Cymol; wahrscheinlichgeht der Übergang von Cineol in Cymol unter intermediärer Bildung einesTerpens vor sich, welches seinerseits alsdann zu Cymol oxydiert wird.Beilstein und Wiegand (B. 15, 1741) konnten im Augelicawurzelöl(Angelica Archangelica) Cymol nachweisen; ebenso Jahns (B. 15, 816) imBohnenkrautöl [Satureja korlensis), im Triester Origanumöl [Origanumhirtum Lk.; Ar. 215 [1879], 1), sowie im Smyrnaer Origanumöl[Origanum smyrnaeum; Gildemeister, Ar. 223 [1895], 182).
Erst in der folgenden Periode 1887 bis zur Gegenwart sollte dasVerhältnis des in der Natur vorkommenden Cymols zu den künstlich dar-gestellten Produkten aus Bestandteilen ätherischer Öle, wie z. B. aus demKampfer, Pinen, Limonen usw., sowie zu den durch Synthese gewonnenenCymolen, zu dem p-Methyl-n-propyl- und p-Methylisopropyl-benzol, end-gültig klargestellt werden. Widman (B. 24, 439, 1362) zeigte im Jahre 1891,daß der Irrtum hauptsächlich hervorgerufen worden sei dadurch, daß dasBaryumsalz der «-Isopropylsulfonsäure 3 Mol. Kristallwasser enthalte,während das aus dem n-Propylcymol nur mit 1 Mol H 2 0 kristallisierte.Durch die nicht richtigen Angaben in diesem Punkte seien die Irrtümerhervorgerufen. Des besseren Verständnisses wegen sei folgende TabelleWidmans beigefügt:
p-Methylpropyl-benzol
p-Methylisopropyl-benzol
Cymol
Wahre Eigenschaften
Siedepunkt
183—184°
175—176°
Spez. Gewicht
0,8682(15°)
—
0,8602(15°)
Geruch
Angenehm
Etwas herb
Etwas herb
Beh.mitHNO 3 (l,40)
Gibt nicht Tolyl-methylketon
—
Gibt Tolylmethyl-keton
Ba-R-sulfonat
Ä 2 Ba + 5H 2 0. Blätter.
Verliert kein H 2 0 bei
100°
Ä,Ba + 3H 2 0. Blätter.
Verliert alles Wasser
bei 100°
A 2 Ba + 3H 2 0. Blätter.
Verliert alles Wasser
bei 100°
Na-a-sulfonat
4ÄNa + 5H 2 0. Tafeln
ÄNa + 5H 2 0(SiEVE-
king). ANa + 3H 2 0
(Paternö)
a-Sulfamid
Große Tafeln. Smp.102—103°
Blätter. Smp.ll5-116°
Blätter. Smp.115-116°
Ba-(?-sulfonat
Ä 2 Ba + 4H 2 0. KurzeNadeln
—
—
(?-Sulfamid
Schuppen. Smp. 112bis 113°
—
Schuppenl48°(REMSENund Day)
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