Druckschrift 
1 (1906) Allgemeiner Teil; Methanderivate
Entstehung
Seite
161
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

a mm

Einwirkung von Ammoniak auf die Aldehyde und Ketone

161

Einwirkung von Ammoniak auf die Aldehyde und Ketone. Während

lne Wechselwirkung zwischen Ammoniak einerseits und Kohlenwasser-

oflen oder Alkoholen anderseits sich nicht konstatieren läßt — auch

°Ppelte Bindungen und hicyklische Verbindungen scheinen sich indifferent

/u verhalten — lassen sich Aldehyde und Ketone mit diesem Eeagens

ikuppeln, allerdings in irgendwie bemerkenswertem Grade auch nur

e erste Gruppe. Die Verbindungen des Ammoniaks mit den Aldehyden

b floren zu den am längsten bekannten Verbindungen dieser Gruppe;

heß man auf den Acetaldehyd alsbald nach seiner Entdeckung

ich Doebebeineb Ammoniak einwirken. Nicht lange darauf wurden

e gut kristallisierenden Verbindungen der Aldehydammoniake aus

uzaldehyd, Cuminaldehyd, Zimtaldehyd usw. gewonnen. Die Eeaktion

ver läuft z. B. beim Benzaldehyd nach der Gleichung: C 6 H 5 C<° + NH 3

TT

~ o« 5 C- OH ; auch hier erkennen wir wiederum, daß es die ungesättigte

Nat , NB »

Ur der Aldehydgruppe ist, welche die Bildung dieser Oxyamine ver-

a cht. Zu ihrer Darstellung sei bemerkt, daß man die Aldehyde am

ten i n absolutem Äther löst und trocknes Ammoniakgas einleitet;

bald fallen die Aldehyd-Ammoniake in schön kristallinischer Form

,.. • -Die Verdindungen der Aldehyd-Ammoniake sind nicht sehr be-

^uig, sondern zersetzen sich alsbald schon mit Wasser. Am besten

einigen sich die aromatischen Aldehyde mit Ammoniak zu festen

r bmdungen; weniger von Bedeutung sind die Derivate der olefmischen

ehyde Citronellal und Citral. — Ketone der ätherischen Öle reagieren

anntlich mit Ammoniak im allgemeinen nur selten unter Bildung

a kteristischer Verbindungen; doch das in manchen ätherischen Ölen

Endende Aceton gibt mit Ammoniak eine Eeaktion unter Bildung

-Lhacetonamin bzw. Triacetonamin. Weder auf die doppelten Bin-

^ en . ^ er Aldehyde, noch auf jene der Ketone scheint Ammoniak

dp, ir kung zu sein. — Angeführt muß noch werden die Einwirkung

j ^Uioniaks auf y-Diketone, bei der sich Pyrrolderivate bilden; so

, nt e Semmler das aus der /2-Tanacetondikarbonsäure gewonnene Di-

u beim Erhitzen mit alkoholischem Ammoniak im Einschmelzrohr in

-Methylisopropyl-Pyrrol überführen.

Einwirkung von Hydroxylamin auf Aldehyde bzw. Ketone. Während^ ur sehr schlecht gelingt Aldehyde und Ketone mit Ammoniak in deru , s ® zu r Eeaktion zu bringen, daß unter Wasseraustritt zwischen COj i~ 3 e * n I mm gebildet wird, gelingt eine derartige Abspaltung beia . üa «ung gewisser Bedingungen aus Aldehyd bzw. Keton mit Hydroxyl-Ko+ '• hierbei entstehenden Verbindungen werden Oxime (Aldoxime,j. ° Xlm e) genannt. Erst die Entdeckung des Hydroxylamins durchjt i . N > alsdann die leichtere Gewinnung dieses Moleküls nach denAll; 11 an< lerer Forscher, schließlich das Studium der Einwirkung aufuyde und Ketone im allgemeinen und ihre Anwendung im besonderenSK »«n.BK, Ä ther öle T lt

^