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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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432-433
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432 Aus verseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.

TabelleUntersuchung von

G. Geblasene Öle.

433

fe. bei

Spez.

Gew.bei15°

Aufstieg imU-Rohr

fp.(Peusky)

zp.

Säure-zahl

Verseif-

Lfde.Nr.

20»

50°

°C

mm

baresFett

etwa%

1

28,2

5,7

0,9177

—3°—5"Öl

190klar

164

255

2,24

20

2

49,0

7,6

0,9710

—15°

—20°

öl

2010klar

177

252

1,30

15

zwei Marineölen.

Bleiseifen, die petrolätherlösliche und petrolätherunlösliche Säuronin einem Molekül enthalten und zum Teil in Äther unlöslich sind.

Ein neueres von Marcusson (Chem. Revue 1909, 45 ff.)angegebenes Verfahren ist einfacher als die ältere Methode undbietet auch noch den Vorteil, daß sich eine quantitative Be-stimmung erübrigt, die Frage, ob Kotton- oder Rüböl vorliegt,also auf qualitativem Wege zu entscheiden ist.

Aus dem zu untersuchenden Öl scheidet man die Fettsäurenab und trennt sie in petrolätherlösliche und petrolätherunlösliche.Von den petrolätherlöslichen Säuren werden die Bleiseifen (sieheS. 306) hergestellt und auf ihr Verhalten gegen Äther geprüft.Bei Gegenwart von Rüböl lösen sich die Bleiseifen in warmemÄther völlig auf (beim Erkalten scheiden sich nur Spuren aus).War Kottonöl zugegen, so bleibt ein erheblicher Teil (14—18 %oder mehr) ungelöst.

b) Mischungen von Mineralöl und geblasenen Ölen. Um

festzustellen, ob in einer Mischung von fettem Öl und Mineralölein geblasenes fettes Öl vorliegt, prüft man:

1. Die Löslichkeit der abgeschiedenenFettsäuren in Petroläther. Die Fettsäuren aus un-veränderten Ölen lösen sich mit Ausnahme der Säuren des leichtzu kennzeichnenden Ricinusöls ganz oder fast gänzlich auf.

Eigenschaften der abgeschiedenen

Fettsäuren

Bleisalze

der

benzinlöslichen

Fettsäuren

in

kaltem Aethyl-

äther

ralöletwa

%

J.-Z.

Mol.-Gew.

R.-M,-Z.

Gehalt an petrol-äther-

unlöslichenOxy säuren

%

Zusammen-setzung

74

80,7

272 7

8,05

15,3

völlig löslich

Etwa % bräunlich-gelbes, schweresMineralmaschinenölund % geblasenesRüböl.

85

75,9

272,4

5,04

15,6

desgl.

Etwa 85% bräun-lichgelbes, schweresMineralmaschinenölund 15% geblasenesRüböl.

Säuren aus eingedicktem Öl geben entsprechend ihrem höherenGehalt an Oxysäuren (s. Tabelle) einen mehr oder weniger starkenNiederschlag 1 ), je nach der Zeitdauer und der Temperatur, beiwelcher das betreffende Öl geblasen wurde.

2. Die Reichert-Meißlsche Zahl, welche diebeim Blasen der Öle infolge oxydierender Spaltung gebildetenflüchtigen Säuren anzeigt. Über ihre Bestimmung in Mischungenvon Mineralöl und fettem Öl s. S. 348.

Außer geblasenen Ölen haben bekanntlich nur einige inSchmierölen sich kaum findende Fette wie Kokosnußöl, Palm-kernöl und Butterfett sowie einige Trane höhere Reichert-M e i ß 1 sehe Zahlen.

3. In einzelnen Fällen wird man auch aus der Zähflüssigkeitdes Ölgemisches und des nach Spitz und Honig abscheid-baren reinen Mineralöls Schlüsse auf Gegenwart von eingedicktemfetten Öl ziehen können. Die ungeblasenen fetten Öle haben mitAusnahme des Ricinusöls eine E n g 1 e r Viskosität von höchstens15 bis 20° (Kottonöl 9—10, Rüböl 11—15, meistens nahe bei 13).

*) Derartige Niederschläge erhält man auch bei Fettsäurenspontan oxydierter trocknender Öle, wie Leinöl und Tran, doch istdie Anwesenheit dieser Öle meistens leicht festzustellen.Holde, 3. Aufl. 28